Sabrina Salm, Redaktorin.
Nein, ich habe mir keine guten Vorsätze für das neue Jahr genommen. Bei diesem Spiel bin ich schon lange raus. Zwar nicht auf den Jahreswechsel spezifisch, versuche ich immer wieder mal, mir etwas ...
Sabrina Salm, Redaktorin.
Nein, ich habe mir keine guten Vorsätze für das neue Jahr genommen. Bei diesem Spiel bin ich schon lange raus. Zwar nicht auf den Jahreswechsel spezifisch, versuche ich immer wieder mal, mir etwas «Gutes» anzutrainieren. Gesünder zu essen, mich nicht zu viel aufzuregen, nichts auf Morgen zu verschieben, was heute erledigt werden kann, oder der Klassiker, mehr Sport zu machen. Vor einiger Zeit habe ich ernsthaft wieder versucht, in meiner Woche mehr Bewegung zu integrieren. Sporttasche, -schuhe und ein passendes Outfit habe ich mir schon zugelegt. Voller Eifer und Enthusiasmus begab ich mich in das Training. Ich wollte langsam anfangen. Also nahm ich mir vor, einmal die Woche hinzugehen. Diesen Abstand brauchte ich auch, um mich nach meinem Muskelkater immerhin ein wenig bewegen zu können. Ich wurde gefordert, mir hing die Zunge bis zum Boden. Trotzdem habe ich durchgehalten. Einen Monat. Dann kamen die Ferien. Und danach immer etwas dazwischen. Der Einstieg gelang mir nicht mehr. Dieser Versuch ist gescheitert.
Doch ich habe erst kürzlich etwas anderes gefunden. Es war anstrengend, trainierte vor allem die Arme und die Schultern. Es fand draussen bei Minustemperaturen statt, brachte mich dennoch zum Schwitzen. Ich war ausgelaugt davon. Es machte Spass. Und auch wenn ich keinen Bock hatte, musste ich es durchziehen. Denn ich war allein und musste es tun, da ich sonst nicht mit dem Auto aus der Garage fahren konnte. Und dann, nach dem zweiten Tag, war es vorbei. Ich musste nicht mehr Schnee schaufeln. Der Schneefall hat aufgehört und somit auch mein erneuter Versuch, fit zu werden. Diesmal traf mich wirklich keine Schuld. Mein Wille war stark. Der Winter zu schwach.
Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Und inzwischen ist mir bewusst geworden, dass ich (meist) genug davon in meinem Alltag habe. Mit Gewichten bepackt (dem vollen Wäschekorb) Treppen vom obersten in den untersten Stock ab- und aufsteigen, aufräumen, staubsaugen, Bad reinigen … Beim Putzen verbrennt man etwa vier Kilokalorien pro Minute, sagen Studien. Ob mir mein Homeworkout Freude bereitet? Na ja. Aber ich muss durchhalten, auch wenn es nicht mein Wille ist.