Wohlen besitzt jetzt eine der grössten und modernsten Postfilialen des Kantons
Mit leichter Verspätung konnte das Team die sanierten Räume wieder beziehen. Statt im engen Schalterraum arbeiten sie jetzt in einem hellen und freundlichen Ambiente. «Wir ...
Wohlen besitzt jetzt eine der grössten und modernsten Postfilialen des Kantons
Mit leichter Verspätung konnte das Team die sanierten Räume wieder beziehen. Statt im engen Schalterraum arbeiten sie jetzt in einem hellen und freundlichen Ambiente. «Wir wollen den Kunden hier ein Erlebnis schaffen und weitere Dienstleistungen anbieten», sagt Marcel Schweizer, stellvertretender Leiter Gebiet.
Chregi Hansen
Um 14 Uhr ist es endlich so weit, wird die Eingangstür geöffnet. Und sofort füllt sich die grosszügige Fläche der Schalterhalle mit Menschen. Fast scheint es, als hätte halb Wohlen auf diesen Moment gewartet. «Schon den ganzen Morgen über haben Leute durch die Tür geschaut, haben geklopft und gefragt, wann wir endlich öffnen», erzählt eine der Mitarbeiterinnen.
Während knapp eines Jahres waren die Schalter in einem Container direkt vor dem Postgebäude platziert. In dieser Zeit wurde die Filiale umfassend umgebaut. «Das Thema hat uns lange beschäftigt. Wir haben dafür ganz viele Ideen geprüft und uns auch Gedanken über den Standort gemacht. Es hat sich aber gezeigt, dass der jetzige Ort der beste ist», sagt Marcel Schweizer an der offiziellen Eröffnung. Der stellvertretende Leiter Gebiet Poststellennetz Aargau freut sich über das Resultat. «Wir konnten die Kundenfläche von 80 auf 165 Quadratmeter verdoppeln. Wohlen verfügt jetzt über eine der grössten Filialen im Aargau», betont er.
Die Post investiert in den nächsten Jahren über 100 Millionen Franken in die Filialen, um ein modernes Kundenerlebnis zu schaffen. Wohlen zeigt nun exemplarisch, was damit gemeint ist.
Auch die Mitarbeitenden freuen sich über das Resultat. «Wir sind jetzt näher bei den Kunden», sagt etwa Elfi Spicher, Co-Leiterin Team Bremgarten-Wohlen. Co-Teamleiter Christoph Steiner weist vor allem auf den grossen Empfangsdesk am Eingang hin. Man wolle damit direkt auf die Kunden zugehen und dies mit der Aufschrift «Grüezi» auch klar signalisieren, betont er. Der Desk soll möglichst oft besetzt sein und bei allen Fragen rund um die Post weiterhelfen.
Neue Dienstleistungen anbieten
Denn längst werden an den Schaltern nicht mehr nur Briefe und Pakete abgegeben und Einzahlungen gemacht. «Wir bauen unser Dienstleistungsangebot ständig aus und arbeiten dafür auch mit Partnern zusammen», erklärt Marcel Schweizer. So gibt es neben Verkaufsartikeln wie Karten, Stickern, Lesebrillen und vielem mehr für lokale und regionale Firmen auch die Möglichkeit, ihre Artikel zu präsentieren. «Aber auch für Gemeinden bieten wir inzwischen viele Dienstleistungen an», so Schweizer weiter. Beispielsweise bei der Bestellung eines Straf- oder Betreibungsregisterauszugs.
Gute Zusammenarbeit mit der Logistik
Hell und freundlich präsentiert sich die neue Schalterhalle. Was geblieben ist: Die Kunden müssen ein Ticket ziehen, bevor sie bedient werden können. Zum Warten stehen neben den Verkaufsangeboten neu auch Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. «Der Kunde steht bei uns im Zentrum, wir wollen ihm den Alltag vereinfachen», macht der Gebietsverantwortliche deutlich. Auch in einer Zeit, in der vieles digitalisiert wird, schätzen viele den persönlichen Kontakt. Wer es hingegen lieber einfach und schnell mag, der findet einen Selbstbedienungsschalter für Pakete im Schalterraum, auch der My-Post- 24-Automat vor der Filiale bleibt bestehen. Nach wie vor gibt es eine gewisse Anzahl Postfächer, die befinden sich im hinteren Teil bei der Post-Logistik. Die Nähe der beiden an sich unabhängigen Betriebszweige wird als sehr positiv angesehen. «Sie haben uns ermöglicht, dass wir hier umbauen konnten», lobt Schweizer. Zudem betont er die gute Zusammenarbeit mit der Integra. Die Post habe das Ziel, in den kommenden Jahren 200 Inklusionsstellen zu schaffen, in Wohlen ist dies schon länger der Fall.
Gemeindeammann Roland Vogt freut sich ebenfalls über die moderne und helle Filiale. Er wisse, dass viele Menschen in der Region froh sind, dass es in Wohlen noch eine Post-Filiale gebe, sagt er. Die Tatsache, dass die Post in diesen Standort investiere, unterstreiche die Bedeutung Wohlens. «Zusammen mit dem modernen Bushof und dem viel genutzten Bahnhof und den weiteren geplanten Projekten an diesem Standort ergibt sich ein lebendiger Treffpunkt», ist Roland Vogt überzeugt. Noch stört der Container das moderne Bild am neuen und alten Standort. «Dieser wird innerhalb einer Woche abgebaut», sagt Fatlinda Hajdari, die Verantwortliche für den Umbau. Dann läuft alles rund um die Post wieder wie geschmiert.