Die Spieltage der Jugendarbeit kommen nicht nur bei den Kindern gut an
Die offene Jugendarbeit führt in den Frühlingsferien ihre Spieltage durch. Unter dem Motto «Zauberschule» geht es für drei Tage, vom vergangenen Mittwoch bis heute Freitag, in ...
Die Spieltage der Jugendarbeit kommen nicht nur bei den Kindern gut an
Die offene Jugendarbeit führt in den Frühlingsferien ihre Spieltage durch. Unter dem Motto «Zauberschule» geht es für drei Tage, vom vergangenen Mittwoch bis heute Freitag, in den Wald.
Monica Rast
Ohrenbetäubend hallt der Klang des Lautsprechers über die Lichtung bei der Fröschenteich-Hütte. Von überall her kommen Kinder aus dem Dickicht gekrochen.
Mit roten Wangen und glücklichen Gesichtern lauschen sie der Ankündigung von Professor Snape alias Julia Seeholzer. Als Praktikantin obliegt es ihr, die Spieltage zu organisieren. «Wir hatten 70 Anmeldungen», erzählt sie, «als bereits 30 Kinder auf der Warteliste standen, mussten wir die Anmeldung schliessen.»
Die Spieltage sind beliebt
Die Spieltage der Jugendarbeit sind äusserst beliebt und sollen auch die Eltern während der Schulferien entlasten. «Das Thema kam bei den Eltern gut an», erzählt die Praktikantin.
Den Kindern sind die Beweggründe egal, sie geniessen einfach die Zeit an der frischen Luft. Am Anfang noch etwas zögerlich im Umgang, schliessen sie schnell neue Freundschaften. «Wir finden es lässig, cool und toll», tönt es immer wieder von den Kids, die sichtlich total happy sind. 40 Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse besuchen hier im Wald während drei Tagen die Zauberschule, inspiriert von Harry Potter und Hogwarts.
So macht Unterricht Spass
Doch damit auch jeder am Ende zaubern kann, muss erst ein Zauberstab her. Egal ob nur mit Farbe, zusätzlichem Glitzer und weiterem Schnickschnack verziert – voller Stolz werden die Werke am Ende präsentiert. «Wir freuen uns auf das Zaubern», meinen die kleinen Lehrlinge und Julia Seeholzer wird sogar gefragt, ob man danach wirklich zaubern kann. Natürlich dürfen die Belohnungspunkte dabei nicht fehlen. Neben den Schulstunden wird auch Quidditch gespielt, ein Vertrauensschüler gewählt und Hütten gebaut und schnell verbrüdert man sich gegen eine andere Klasse. «Die Ravenclaws haben uns das Holz gestohlen. Da müssen gleich Punkte abgezogen werden», meint ein Mädchen bestimmt. Am Abend werden die Punkte, die in Form von Süssigkeiten in ein Glas gewandert sind, ausgezählt. Für die Zeremonie braucht es das grosse Zauberbuch. Aber zum Schreck aller ist dieses verschwunden.
Die ganze Umgebung wird abgesucht, doch das Buch bleibt unauffindbar. Mit einem traurigen Gefühl, die Zeremonie für immer verpasst zu haben, aber mit dem Wissen, dass die Lehrer nach dem Buch suchen, gehen die Kinder nach Hause.
Jetzt wird ausgiebig gefeiert
Als sich die Kinder heute wieder zum Unterricht treffen, finden sie einen anonymen Brief vor. «Ich bin der Dieb und es war viel zu einfach, euch das Buch zu stehlen. Folgt dem Sagenweg und findet mich.» Es herrscht Aufregung unter den Zauberlehrlingen und sie sind kaum zu bändigen. Gemeinsam macht man sich auf, das Buch zurückzuholen. Zuerst gilt es aber die Rätsel auf dem Weg zu lösen, um weiterzukommen. Doch gemeinsam schaffen es die Zauberlehrlinge und treffen am Erdmannlistein ein.
Die Freude ist gross, als sie ihr Buch zurückbekommen. Nun werden sie doch noch echte Zauberer. Es wird grilliert und gefeiert, bis es schon fast dunkel wird. Ob man jetzt richtig zaubern kann oder nicht, spielt keine Rolle. Der Zauber der Spieltage wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten.