Marco Huwyler, Redaktor.
Der Stadtammann hatte es angekündigt – und er hält Wort. Möglichst oft soll unter seiner Bremgarter Regierung die Stimmbevölkerung das finale Sagen haben. Und so hat am 11. Juni der ...
Marco Huwyler, Redaktor.
Der Stadtammann hatte es angekündigt – und er hält Wort. Möglichst oft soll unter seiner Bremgarter Regierung die Stimmbevölkerung das finale Sagen haben. Und so hat am 11. Juni der Souverän die unbequeme Frage zu beantworten, ob mit dem Altstadt-Bus ein an sich gewünschter Service public beerdigt werden muss. Bei der geplanten Fussballplatz-Drainage konsultiert man die Bevölkerung auch gleich ein weiteres Mal, wo man dies eigentlich gar nicht müsste.
Das ist löblich und gelebte Demokratie. Birgt aber auch Gefahren. So wird man im Rathaus vermehrt mit Entscheiden leben müssen, die man selbst anders gefällt hätte. Und gibt in der Spontaneität einer Versammlung vielleicht künftig Geld aus, wo dies unverhältnismässig ist. Es gilt aufzupassen, dass man so nicht zur Diktatur der Mehrheit verkommt – oder unliebsame Entscheide an jene abschiebt, die es vielleicht schlechter beurteilen können. Einmal mehr gilt deshalb – Augenmass ist gefragt. Beim Delegieren ans Volk – und von diesem seinerseits nun in der Bus-Frage.