Aargauer Meisterschaft Polysport auf den Niedermatten mit rund 200 Teilnehmern
Der Behinderten-Sportclub BSC Wohlen-Lenzburg war Gastgeber der Aargauer Meisterschaft Polysport. Sowohl für die Athleten mit Beeinträchtigung als auch für das OK war der Anlass ...
Aargauer Meisterschaft Polysport auf den Niedermatten mit rund 200 Teilnehmern
Der Behinderten-Sportclub BSC Wohlen-Lenzburg war Gastgeber der Aargauer Meisterschaft Polysport. Sowohl für die Athleten mit Beeinträchtigung als auch für das OK war der Anlass ein Grund zur Freude.
Josip Lasic
Jubel beim Korbballzielwurf, Lob beim Kugelstossen, Anfeuerungsrufe beim Stepp. Am Sonntag war Stimmung auf den Niedermatten. Meist war sie positiv. Zwischendurch hat sich ein wenig Enttäuschung oder Frust unter die Emotionen gemischt, wenn ein Resultat nicht den Wünschen entsprochen hat.
Acht Behindertensportgruppen aus dem ganzen Kanton Aargau gingen mit rund 200 Sportlern an den Aargauer Meisterschaften Polysport in Wohlen an den Start. Die Athleten mit Beeinträchtigung haben sich in elf verschiedenen Einzeldisziplinen gemessen. Daneben gab es einen Gruppenwettkampf und einen 100-m-Lauf. Letzterer ist kein offizieller Bestandteil der Meisterschaften. Da aber grosses Interesse an diesem Wettkampf vorhanden war, wurde er als zusätzliche Disziplin durchgeführt.
Alles lief so, wie vom OK gewünscht
«Es läuft alles wie am Schnürchen», sagte OK-Chef Josef Füglistaler. Der ehemalige Gemeindeammann von Waltenschwil war schon im Vorfeld der Wettkämpfe bestens gelaunt, da er und sein Team auf viel Wohlwollen und Hilfe von mehreren Seiten gestossen sind. Ob Gemeinden und Unternehmen, die einen finanziellen Beitrag zum Anlass geleistet haben, der Circus Monti, der sein Areal für die Festwirtschaft zur Verfügung gestellt hat oder der Wohler Künstler Pirmin Breu, der das Plakat und die Medaillen designt hat – die Aargauer Meisterschaften Polysport hatten viel Unterstützung. Dass vor Ort alles nach Plan lief, war für den OK- Präsidenten umso erfreulicher. «Nur schon, dass wir schönes Wetter haben, ist nicht selbstverständlich. Aber es erleichtert vieles», so Füglistaler, der mindestens so gestrahlt hat wie die Sonne. Während er sich anschliessend um seine Pflichten als OK-Chef kümmern und die Ehrengäste begrüssen durfte, wie die Regierungsrätin Martina Bircher, die mit ihrem Ehemann und Sohn erschienen ist, ging es für die Sportler weiterhin darum, in den Disziplinen möglichst gut abzuschneiden. Da der Grad an Beeinträchtigung unter den Athleten variiert, wurden auch Wettkämpfe integriert, für die etwas Glück benötigt wird, um ein gutes Resultat zu erzielen.
Marlis Meier, die seit Jahren als Trainerin im BSC Wohlen-Lenzburg tätig ist, hat aber schon im Vorfeld klargestellt, dass den Sportlern nichts geschenkt wird. «In den Leichtathletikdisziplinen wie Hoch- oder Weitsprung sind die Regeln klar. Wenn die Linie übertreten wird oder die Messlatte fällt, gibt es keine Wertung. Auch sie müssen gewisse Leistungen erbringen, um gewinnen zu können.» Am Ende des Tages gab es aber für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin eine schöne Erinnerungsmedaille, nicht nur für diejenigen, die Podestplätze geholt haben. Gemessen an der Freude, die den Sportlern während der Wettkämpfe anzusehen und zu -hören war, hat am Ende das Strahlen ganz klar überwiegt.