Bye-Bye KSM
03.07.2026 Mutschellen, SchuleDie Bezirksschule Mutschellen verabschiedete 74 Schulabgänger
Sie haben gearbeitet und gelernt, haben sich weiterentwickelt und sind an- und miteinander gewachsen. Nach drei intensiven Jahren entliess die Kreisschule Mutschellen ihre Abschlussklassen und begleitet ...
Die Bezirksschule Mutschellen verabschiedete 74 Schulabgänger
Sie haben gearbeitet und gelernt, haben sich weiterentwickelt und sind an- und miteinander gewachsen. Nach drei intensiven Jahren entliess die Kreisschule Mutschellen ihre Abschlussklassen und begleitet die jungen Erwachsenen feierlich in die Freiheit.
Florian Stähli zeichnete das Bild eines Schmetterlings, der die Flügel ausbreitet und weiterfliegt. Wehmütig erwähnte er zahlreiche schöne Momente aus den vergangenen Jahren. Der Schulleiter erinnerte aber auch an den tragischen Verlust einer Mitschülerin im Frühsommer 2025. In einer schwierigen Zeit hätten die Jugendlichen bewiesen, dass sie füreinander da sein können. «Nehmt mit, was euch stark gemacht hat», gab er den jungen Erwachsenen mit auf ihren Weg.
Uneinigkeit über die Anzahl Klassen
Elegant gekleidete Schülerinnen betraten die Bühne und leiteten die Verabschiedung der vier Klassen ein. Oder waren es drei? Weil das unzertrennliche Lehrergespann, bestehend aus Mark Läubli und Alex Joho, auch bezüglich seiner Klassen eng zusammenarbeitet, herrschte in diesem Punkt Uneinigkeit. «Alles machten wir zusammen, ob wir wollten oder nicht», beschrieb eine der Sprecherinnen die ungewöhnliche Konstellation und brachte damit den gesamten Saal zum Lachen.
Sichtlich bewegt richtete Joho, einst selbst Schüler der KSM, im Anschluss berührende Worte an seine Zöglinge: «Ich weiss nicht, ob ich jemals wieder so eine grossartige Klasse haben werde.» Seufzer gingen durch die voll besetzte Aula. Und als sich die Schülerschaft ihrerseits herzlich und mit bewegenden Worten bedankte, war auch Klassenlehrer Läubli den Tränen nahe.
Eine grosse Bandbreite an Berufen
Landschaftsgärtner, Elektroinstallateur, Automatiker und Optikerin. Einige werden nach der Bezirksschule eine Lehre im Handwerk antreten. Den Grossteil der Schulabgänger zieht es erwartungsgemäss an die Kanti oder in den kaufmännischen Bereich. «Jeder Einzelne von euch hat eine Anschlusslösung gefunden», lobte Läubli. Auch das Sportgymnasium und spezielle Talentklassen sind in den Zukunftsplänen vertreten.
Musikalische Pädagogen
Nicht nur die Schülerband bewies ihr musikalisches Talent. Sichtlich nervös betraten Fachlehrer Luca Affolter und Klassenlehrer Franco Aerschmann die geschmückte Bühne und stimmten gemeinsam ein italienisches Abschiedslied an. Die Schüler waren sprachlos. Mit weit geöffneten Mündern und grossen Augen zückten sie ihre Handys und hielten den seltenen Moment auf Video fest. Die mutige Darbietung wurde vom Publikum mit einem gebührenden Applaus belohnt.
Für Staunen sorgten auch die Beiträge der Klassen. Kreative Einspieler mit Fotos aus dem Schulalltag waren zu sehen. Videos zeigten den Nachwuchs beim Holzhacken, beim Rumblödeln im Klassenlager und dokumentierten eine nicht ganz regelkonforme Enterung der Turnhalle, was den einen oder anderen Elternteil sichtlich entsetzte und peinlich berührte.
«Deep» – so würden es die Jugendlichen bezeichnen – wurde es ein weiteres Mal, als Karsten Schönbach das Wort ergriff und seine Klasse verabschiedete. Einfühlsam beschrieb der Klassenlehrer die persönlichen Eigenheiten und Stärken jedes Einzelnen und gab den Absolventen wohlwollende Ratschläge mit auf den Weg. Spätestens jetzt waren die gerührten, von Stolz erfüllten Eltern mit ihrem Nachwuchs versöhnt. --sca

