Sek-Klassenreise nach Strasbourg
Die Klasse Sek 2b der Schule Bremgarten verbrachte gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Stefan Dietrich und der Französischlehrerin Julie Wille kürzlich drei eindrucksvolle Tage in Strasbourg. Neben sommerlicher Hitze wartete die ...
Sek-Klassenreise nach Strasbourg
Die Klasse Sek 2b der Schule Bremgarten verbrachte gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Stefan Dietrich und der Französischlehrerin Julie Wille kürzlich drei eindrucksvolle Tage in Strasbourg. Neben sommerlicher Hitze wartete die europäische Hauptstadt mit einem abwechslungsreichen Programm auf.
Am ersten Tag erkundeten die Schülerinnen und Schüler die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt – allen voran das imposante Strassburger Münster und die mittelalterliche Altstadt rund um das Viertel «La Petite France». Bei über 30 Grad suchte die Gruppe unterwegs immer wieder Schatten und kleine Erfrischungen, doch selbst die Glace am Abend liessen viele müde Schülerinnen und Schüler aus – zu gross war die Erschöpfung nach einem intensiven ersten Tag.
Empfang vom höchsten Schweizer Richter
Am zweiten Tag tauchten die Schülerinnen und Schüler tief in die Welt europäischer Politik und Menschenrechte ein – und erlebten dabei auch die Rolle der Schweiz in diesen Institutionen hautnah. Am Vormittag besuchte die Klasse den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dort wurde sie vom Schweizer Richter Andreas Zünd empfangen (siehe Bild). Er stellte die Arbeit des Gerichtshofs vor und nahm sich viel Zeit, um die zahlreichen Fragen der Jugendlichen zu beantworten – ein eindrücklicher und seltener Einblick in eine der wichtigsten Institutionen Europas.
Schüler finanzierten Reise selbst
Am Nachmittag stand der Europarat auf dem Programm. Nach einer Einführung in die Geschichte und Arbeit des Europarates folgte eine Führung durch das Gebäude. Anschliessend durfte die Klasse an einer Debatte zur Lage der Frauenrechte in Europa teilnehmen. Im Anschluss empfing die Aargauer Ständerätin Marianne Binder die Gruppe zu einem persönlichen Austausch in einem Kommissionszimmer – ein weiterer Höhepunkt.
Den letzten Abend verbrachte die Gruppe nochmals in der Innenstadt: Rund um das Münster, den Place Gutenberg und den Place Kléber liessen die Schülerinnen und Schüler die Reise ausklingen. Besonders erfreulich: Die Jugendlichen hatten sich ihre Reise selbst ermöglicht. Durch ihr Engagement an zwei Weihnachtsmärkten finanzierten sie den Aufenthalt vollständig aus der eigenen Klassenkasse.
Die Reise nach Strasbourg bleibe den Beteiligten in vielerlei Hinsicht in Erinnerung, sagt Klassenlehrer Dietrich. «Als Begegnung mit europäischer Politik, als gemeinsames Erlebnis in einer beeindruckenden Stadt und nicht zuletzt als Unterricht, wie er lebendiger nicht sein könnte.» --zg