Zu «SP, Die Mitte und GLP spannen zusammen» in der Ausgabe vom 23. Januar
Die Parteien SP, Die Mitte und GLP spannen zusammen und unterstützen die undemokratische Art des Gemeinderats, welcher die gleiche Vorlage noch einmal bringt. Die Bevölkerung hat vor ...
Zu «SP, Die Mitte und GLP spannen zusammen» in der Ausgabe vom 23. Januar
Die Parteien SP, Die Mitte und GLP spannen zusammen und unterstützen die undemokratische Art des Gemeinderats, welcher die gleiche Vorlage noch einmal bringt. Die Bevölkerung hat vor zwei Jahren mit einer überwältigenden Mehrheit von über 72 Prozent den Verwaltungsausbau deutlich abgelehnt. Auch die nachfolgenden Gemeindeversammlungen haben gezeigt, dass die Bevölkerung mit dem Handeln des Gemeinderates nicht einverstanden ist.
Die Befürworter möchten der Bevölkerung Wachstum als Fortschritt verkaufen. Worte wie Qualität, Verlässlichkeit oder auch Professionalität klingen zwar schön, diese dienen aber nur dazu, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen.
Auf allen Stufen sind es die bürgerlichen Kräfte, welche sich gegen die Aufblähung der Verwaltungen wehren. Effizienz bedeutet, mit gleich viel oder weniger Mitteln mehr zu erreichen – eigentlich eine ganz einfache Milchbüechli-Rechnung. Mit dem überrissenen Ausbau wird genau das Gegenteil erreicht. Der operative Aufwand wird steigen, die Kosten ebenso und der Verwaltungsausbau wächst. Man verspricht sich mit dem Modell eine schlankere und effizientere Organisation, baut aber gleichzeitig die Strukturen weiter aus. Diesen offensichtlichen Widerspruch kann man auch mit schönen Worten nicht wegdiskutieren.
Interessant ist, dass die Befürworter die Bevölkerung informieren möchten und dazu die Gemeinde einspannt. Offensichtlich ist den Befürwortern nicht bewusst, dass eine Gemeinde keine einseitige Kampagne führen beziehungsweise unterstützen darf. Es bestätigt sich, dass der Gemeinderat trotz der teuren Beratung durch den neuen Mann aus all seinen Niederlagen und Fehlern nichts gelernt hat.
Wir erwarten, dass der Gemeinderat wenigstens auch die Gegenargumente fair und sachlich darlegen wird. Die Bevölkerung wird diesem undemokratischen Vorgehen, dieser unglaublichen Zwängerei des Gemeinderates sicherlich nicht zustimmen.
Ramon Hug, Berikon, im Namen des Referendumskomitees