13. Gewerbe-Treff in Boswil mit allerlei Spannendem
Gleich drei Gastgeberfirmen präsentierten sich am Gewerbe-Treff. Auf deren Areal traf man sich zu Beginn auf Boswiler Boden – auf dem Rundgang durchschritt man dann auch Bünzer Hoheitsgebiet: Landi ...
13. Gewerbe-Treff in Boswil mit allerlei Spannendem
Gleich drei Gastgeberfirmen präsentierten sich am Gewerbe-Treff. Auf deren Areal traf man sich zu Beginn auf Boswiler Boden – auf dem Rundgang durchschritt man dann auch Bünzer Hoheitsgebiet: Landi Freiamt, Strebel Maschinen Service und Deko-Vermietungen.
Richard Gähwiler
Annähernd 100 Teilnehmer konnte Peter Wyrsch, Präsident der Gewerbe-Kommission, auf dem Vorplatz der drei Gastgeberfirmen begrüssen. In drei Gruppen aufgeteilt rotierten die Besucher anschliessend vom Lager der Dekorationsvermietungen AG durch die Landi Freiamt Genossenschaft zu den Räumlichkeiten der Strebel Maschinen Service GmbH.
Bären, Liegestühle, Popcorn-Maschinen, Buddhas
Allseits Erstaunen herrschte über die unglaubliche Vielfalt im Lager der Deko AG. Geschäftsführer und Inhaber Florian Rutz erläuterte kurz seine risikoreichen Aktivitäten in den Jugendjahren und seine mutigen Entscheide in den Folgejahren. Nun, seit 15 Jahren in Boswil, als erfolgreicher Macher und Event-Veranstalter, hat er mit seinen acht Mitarbeitenden ein beachtliches «Imperium» an Lager aufgebaut. Mit rund 3000 Aufträgen pro Jahr liefert er Zubehör für Ausstellungen, für Hochzeits- und Gala-Anlässe und lagert Dekos, Garderoben und Eventspiele für viele Themenbereiche.
Es gibt wahrscheinlich nichts, was Rutz nicht in seinem riesigen Lager finden würde oder in einer der Tausenden Boxen und Kistchen gelagert hat. Apropos finden: «Ich habe das Ganze in Sektoren unterteilt und finde eigentlich alles in nützlicher Frist», meinte Rutz lachend.
Drehscheibe und Verteilzentrum
Ganz anders die Lagersystematik in der gegenüberliegenden Landi. Daniel Strebel (Geschäftsleitung) und Adrian König (Bereichsleiter Agro) beschrieben Aufbau und Aufgaben der Genossenschaft mit ihren rund 700 Mitgliedern. Neben dem täglichen Geschäft, primär mit Landwirten, der Belieferung von 18 Volg- und 3 Landi-Läden, dem Energie-Handling (Agrola) bewirtschafte die Landi Bünzen auch mehrere Wohneinheiten und Gewerberäume, erklärte Strebel.
Es war dann Adrian König, der das Tagesgeschäft etwas genauer aufzeigte: Den Ablauf einer Ware aus dem Hochregallager (mit über 10 000 Palettplätzen), über die grosse Rüstfläche, zur Verladerampe und Auslieferung mit eigenem LKW oder Transporter. Spezielle Lagerung würden Dünger sowie Pflanzenschutzmittel erfordern. Abhängig von deren Lagerklasse seien für diese eigene Brandabschnitte oder Auffangbecken vorgeschrieben, wusste König. Neben diesen heiklen Produkten habe der Handel mit harmlosem Regenerier-, Streu- und Kochsalz in den letzten Jahren zugenommen, so König weiter.
«Mein Herz schlägt fürs Flicken»
Beim Wechsel zum letzten Posten, zu Strebel Maschinen Service & Reparaturen GmbH, blieb man im Bereich Landwirtschaft. Michael Grod (Geschäftsinhaber) und Dominik Wyss haben ihr Metier, beide ursprünglich als Landmaschinenmechaniker, von der Pike auf gelernt. Ihre Kernkompetenz liegt bei fachgerechter Wartung und Instandhaltung von Landmaschinen verschiedenster Art, Anhängern und auch Maschinen vom Gartenbau. «Mit unserem Servicefahrzeug beheben wir auch Pannen auf dem Feld oder auf der Baustelle», betonte Grod. «Wir haben keinen Verkaufsladen, mein Herz schlägt fürs Flicken», beteuerte er und zeigte dies an einem halb zerlegten Traktorenmotor, an dem ein Kupplungsschaden und weitere Mängel zu beheben waren.
Und dann folgte die letzte Verschiebung. Treffpunkt Landi-Event-Raum zur Vorstellung der Neuen mit anschliessender Apéro-Runde. Peter Mäder und Alex Meier mit ihrem Architekturbüro, Roland Moser im Bereich Ausbildung, Beratung, Logistik und Sicherheit, Christian Wehrli und seine Metallarbeiten nach Mass und Mathias Hilfiker, Dienstleistungen in Land- und Forstwirtschaft, stellten sich als neue Gewerbler im Dorf vor. Übrigens, die Gastgeber-Firma für 2027 sei schon bekannt, liess Präsident Wyrsch durchblicken, aber mehr nicht. Aus zuverlässiger Quelle war zu erfahren, dass noch bis spät in die Nacht weiter debattiert und diskutiert wurde.