Auszeit auf vier Rädern
07.08.2026 MuriSternenfahrt mit Start auf dem Murianer Klosterhof
Freiwillige US-Car-Fahrer holten Familien aus der Deutschschweiz ab und führten sie in einem eindrücklichen Konvoi durch das Freiamt, das Wynental und das Suhrental. Die erste von zwei Sternenfahrten zeigte, wie ...
Sternenfahrt mit Start auf dem Murianer Klosterhof
Freiwillige US-Car-Fahrer holten Familien aus der Deutschschweiz ab und führten sie in einem eindrücklichen Konvoi durch das Freiamt, das Wynental und das Suhrental. Die erste von zwei Sternenfahrten zeigte, wie viel Freude ein Tag abseits des Alltags schenkt.
Wenn die Motoren der US-Cars anlaufen, ist die Vorfreude auf den Gesichtern der Kinder längst sichtbar. Chrom, V8-Klang, Pick-ups, Mustangs, Oldtimer und Muscle Cars: Für viele der teilnehmenden Familien ist die Sternenfahrt weit mehr als eine Ausfahrt. Sie ist eine willkommene Auszeit vom Alltag, der von Krankheit, Sorgen und organisatorischem Aufwand geprägt ist.
Auch bei der ersten von zwei Sternenfahrten machten sich freiwillige Fahrerinnen und Fahrer aus der US-Car-Szene auf den Weg. Sie holten Familien aus der ganzen Deutschschweiz ab, vom Berner Seeland bis ins St. Galler Rheintal, und brachten sie zum gemeinsamen Treffpunkt nach Muri. Von dort aus setzte sich der Konvoi in Bewegung. Die erste Etappe führte durch das Freiamt und das Wynental bis ins Suhrental.
Zwischenstopp in Hirschthal
Begleitet wurde der Fahrzeugkorso von den freiwilligen Bikern der Angel Dogs. Sie sorgten während der Fahrt für zusätzliche Sicherheit und dafür, dass der Konvoi möglichst geordnet unterwegs war. Die Angel Dogs engagieren sich als gemeinnütziger Verein für Menschen mit Epilepsie und die Finanzierung von Epilepsie-Begleithunden.
Ein besonderer Zwischenhalt erwartete die Familien in Hirschthal. Das Gartencenter Huplant, das 25-Jahr-Jubiläum feiert, offerierte den Teilnehmenden ein Mittagessen im Café Florina. Für die Kinder, Eltern, Fahrer und Helfer bot sich die Gelegenheit zum Durchatmen, Austauschen und Staunen. Manche Kinder nutzten die Pause, um ihr Lieblingsauto aus der Nähe zu betrachten, andere genossen einfach den Moment, in dem der Alltag in den Hintergrund rückte, oder spielten im Schatten der Pflanzen. «Wir freuen uns, dass die Sternenfahrt bei uns haltmacht», kommentiert Inhaber Adrian Huber. «Kindern, die es im Alltag nicht leicht haben, für einen Tag ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern – das ist für uns eine Herzensangelegenheit.»
Modellauto als Erinnerung
Nach dem Mittagessen führte die Route weiter, vorbei am Hallwilersee und durchs Wynental zurück nach Muri. Zum Abschluss durften sich die Kinder als Erinnerung an den besonderen Tag ein Modellauto aussuchen, bevor sie wieder nach Hause gebracht wurden.
Sternenfahrt ist eine Interessengemeinschaft. Organisiert wird der Anlass durch ein ehrenamtliches Organisationskomitee, das die aufwendige Planung übernimmt. Unterstützt wird die Sternenfahrt zudem von Partnerorganisationen, welche den Anlass bei betroffenen Familien bekannt machen. Dazu gehören die Stiftung Kifa, die Kinderkrebshilfe Schweiz sowie Hiki für Familien mit hirnverletzten Kindern. Auch die Fahrerinnen und Fahrer leisten ihren Beitrag freiwillig. Für viele von ihnen ist genau das Teil der Idee: die eigene Begeisterung für amerikanische Fahrzeuge mit einem sozialen Engagement zu verbinden.
«Kostenlos, aber unbezahlbar»
Sternenfahrt-Gründer Reto Frank bringt den Sinn des Anlasses auf den Punkt: «Eine solche Auszeit ist für die Familien enorm wichtig. Sie ist kostenlos, aber eigentlich unbezahlbar.» Wer die leuchtenden Kinderaugen beim Einsteigen, das Winken entlang der Strecke oder die stillen Momente der Dankbarkeit am Ende des Tages gesehen hat, versteht, was damit gemeint ist.
Die zweite Sternenfahrt dieses Sommers findet am Sonntag, 16. August, statt. --red

