Als Gewerbe die Region stärken
26.01.2024 Jonen, KelleramtDas Gewerbe stösst an
Neujahrsapéro im Kelleramt
Im Säntissaal in Jonen wurde am Mittwochabend fleissig angestossen. Knapp 30 Personen, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Behördenvertreter, haben die Einladung des Gewerbevereins ...
Das Gewerbe stösst an
Neujahrsapéro im Kelleramt
Im Säntissaal in Jonen wurde am Mittwochabend fleissig angestossen. Knapp 30 Personen, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Behördenvertreter, haben die Einladung des Gewerbevereins zum Neujahrsapéro angenommen. Die Grussbotschaft der Gastgeber-Gemeinde – «dem schönsten Dorf im Kelleramt», wie er betonte – überbrachte Gemeindeammann Philipp Ackermann. Roger Cébe, Präsident des Gewerbevereins Kelleramt, blickte auf ein Jahr zurück, das von Negativ-Schlagworten überschattet, auch Erfreuliches zu bieten hatte.
Der Neujahrsapéro des Gewerbevereins Kelleramt in Jonen stand im Zeichen des guten Einvernehmens
Im regionalen Verbund die Rahmenbedingungen für das heimische Gewerbe verbessern – das hat sich der Gewerbeverein Kelleramt auf die Fahne geschrieben. Am Neujahrsapéro vom Mittwochabend im Säntissaal wurde das Positive gefeiert.
Thomas Stöckli
Flüchtlinge, Versorgungsengpässe, Strommangellage, Bankenpleite, Fachkräftemangel … Wenn man sich das letzte Jahr mit diesen Schlagworten durch den Kopf gehen lässt, könnten glatt die positiven Momente untergehen, die 2023 eben auch hervorgebracht hat. Und auf dieses Gute fokussierte Präsident Roger Cébe am Neujahrsapéro des Gewerbevereins Kelleramt. Auf die – nicht mehr ganz selbstverständliche – Tatsache, dass wir in einer funktionierenden Demokratie leben, «in einem Land, in dem wir sagen können, was wir wollen, ohne Repressalien fürchten zu müssen», bringt es Cébe auf den Punkt. Ferner in einem Kanton mit gesunden finanziellen Verhältnissen, in dem auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gar nicht so schlecht seien.
Das schönste Dorf im Kelleramt?
Weiter sprach der Gewerbepräsident die ausgezeichnete Wohnqualität in den Gemeinden an, das gute Einvernehmen mit den Lokalbehörden und die Fähigkeit der KMU, sich mit ändernden Rahmenbedingungen zu arrangieren. «Danke für euren Einsatz, für die Arbeitsplätze und die Pflege der Wirtschaftszweige», wandte er sich direkt an die Gewerbler-Kolleginnen und -Kollegen: «Ihr habt grossen Anteil daran, dass das Modell Schweiz immer noch eine Zukunft hat.»
Knapp 30 Personen – vorwiegend Gewerbler, aber auch einige Behördenvertreter – hatten zum späten Neujahrsapéro in den Säntissaal Jonen gefunden – offenbar eine willkommene Abwechslung in der Zeit der Jahresabschlüsse und des Aufräumens. Präsident Cébe zeigte sich erfreut, im Vorjahr seien nur halb so viele gekommen. Das gute Einvernehmen zwischen Gewerbe und Behörden unterstrich Philipp Ackermann nur schon mit seiner Anwesenheit. Als Gemeindeammann hiess er die Gewerblerinnen und Gewerbler in Jonen willkommen, dem «schönsten Dorf im Kelleramt», wie er betonte. Vor dem Anlass habe er den Webauftritt des Vereins besucht, erzählte Ackermann. Dabei sei ihm die Botschaft «Sechs Gemeinden – eine starke Region» ins Auge gestochen. «Ich finde das eine starke Leitlinie», hielt er fest. Und: «Das können wir uns als Behörde auch zu Herzen nehmen.»
Wertvolle Arbeitsplätze
Weiter kam der Gemeindeammann von Jonen auf den Siedlungsdruck zu sprechen: «Das Kelleramt ist eine beliebte Wohngegend für Familien.» Das zeige sich nur schon daran, wie wenig Wohnungen auf dem Markt verfügbar seien. Umso wichtiger sei es, dass auch Gewerbe Platz finde. Um die Bedürfnisse der Wohnbevölkerung abdecken, aber auch um Arbeitsplätze anbieten zu können. «Arbeiten in der Region – das ist auch Lebensqualität», so Ackermann.
Entsprechend müsse sich die Behörde selbstkritisch fragen, ob sie genug fürs Gewerbe macht und wie sich die Rahmenbedingungen attraktiv gestalten lassen. «In Jonen haben wir knapp 30 Firmen», so Ackermann. Ein Ausbau der Gewerbeflächen sei in absehbarer Zeit nicht umsetzbar. Entsprechend gelte es, sich gemeinsam dafür einzusetzen, die beschränkten Möglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen. Cébe bestätigte seinerseits das «ausgezeichnete Einvernehmen mit den Gemeinderäten».
Reger Austausch beim Apéro
Die Gewerbler und Behördenvertreter nutzten die Gelegenheit, auf Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr anzustossen. Ein Jahr, das einen Tag mehr Gelegenheit biete für erfolgreiche Momente, hielt Cébe in Anspielung aufs Schaltjahr fest. In kleinen Runden mit wechselnder Zusammensetzung wurde beim Apéro dann gefachsimpelt, etwa über Entwicklungen in den verschiedenen Branchen, über Generationen und deren Arbeitseinstellungen sowie über Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf.