Neuer Präsident für Stiftung Geschichte Kloster Muri
Anlässlich der Frühjahrssitzung des Stiftungsrats der Stiftung Geschichte Kloster Muri erklärte Präsident Pater Beda Szukics aus dem Kloster Muri-Gries im Mai seinen Rücktritt. Zu ...
Neuer Präsident für Stiftung Geschichte Kloster Muri
Anlässlich der Frühjahrssitzung des Stiftungsrats der Stiftung Geschichte Kloster Muri erklärte Präsident Pater Beda Szukics aus dem Kloster Muri-Gries im Mai seinen Rücktritt. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Abt Peter Stuefer gewählt.
Pater Beda Szukics aus dem Kloster Muri-Gries amtete seit Ende August 2017 als Stiftungsratspräsident. Er war nach dem überraschenden Tod von Stiftungsratspräsident Abt Benno Malfèr gewählt worden. Unter seiner sechsjährigen Leitung wurden für die Stiftung wichtige Aufgaben erledigt und Entscheide gefällt: Die Klosterbestände in den Archiven in Sarnen, Muri-Gries und Aarau wurden erschlossen, 17 wissenschaftliche Monografien und Hefte publiziert, das Inventar über bewegliches Kulturgut in den Klöstern Muri-Gries, Sarnen und Hermetschwil wissenschaftlich erarbeitet und über 30 Autorinnen und Autoren für die Geschichtsschreibung verpflichtet.
Kenner der Murenser Geschichte
Die wichtigste Funktion von Pater Beda war und ist jedoch die Unterstützung der Historikerinnen und Historiker. Er ist ein ausgewiesener Kenner der Murenser Klostergeschichte und der Klosterarchive. So können sich Ratsuchende immer an ihn wenden. Es gibt keine Dissertation oder Masterarbeit über Themen des Klosters Muri in den letzten 20 Jahren, in denen er nicht als Unterstützer aufgeführt ist. Als Dankeschön für seine langjährige Tätigkeit für die Stiftung erhielt Pater Beda eine gedruckte Ausgabe der transkribierten Weissenbach-Annalen aus dem 17. Jahrhundert, die von Bruno Marti, Abtwil, und Paul Wettstein, Aarau, ins Deutsche übertragen wurden.
Der neue Präsident, Abt Peter Stuefer, führt nun die Stiftung, in der neben dem Kloster die Kantone Aargau und Obwalden, die Gemeinde und die katholische Kirchgemeinde, Murikultur, die Freundinnen und Freunde der Klosterkirche sowie die Pflegi vertreten sind, ins Jubiläumsjahr 2027.
Vier Bände und ein Film geplant
Zweck der Stiftung ist die wissenschaftlich fundierte Neuerarbeitung und Herausgabe der 1000-jährigen Geschichte des Klosters Muri: 1027 gegründet, wurde es 1841 im Aargau aufgehoben, lebt seither aber in Sarnen und Gries im Südtirol weiter.
Finanziert wird die Klostergeschichte übrigens durch den Swisslosfonds, die Dr. Franz Käppeli Stiftung, die Gemeinde Muri, die Josef-Müller-Stiftung, die Kirchgemeinde Muri sowie weitere Stiftungen aus der ganzen Schweiz.
Die vier Bände werden rechtzeitig zum Klosterjubiläum im Frühling 2027 erscheinen. Zusätzlich ist ein Film über das Kloster in der heutigen Zeit geplant. Zum Kloster Muri gehören neben Muri-Gries und Sarnen auch die Benediktinerinnenabtei Hermetschwil und das Priorat Habsthal jenseits des Bodensees. --red
Mehr Informationen finden Interessierte unter: www.geschichte.kloster-muri.ch.