Gelungenes Projekt
25.11.2022 KelleramtIn diesem Jahr startete die Jugendarbeit Kelleramt ein Grossprojekt: Mit der «Bubble Lounge 2022» sollten die Kel lerämter Gemeinden ihren eigenen Schiffscontainer bekommen, den die Jugendarbeit für Events und Anlässe aufstellen kann. Gesagt, getan. Mit der ...
In diesem Jahr startete die Jugendarbeit Kelleramt ein Grossprojekt: Mit der «Bubble Lounge 2022» sollten die Kel lerämter Gemeinden ihren eigenen Schiffscontainer bekommen, den die Jugendarbeit für Events und Anlässe aufstellen kann. Gesagt, getan. Mit der Unterstützung der Gemeinden konnte ein Container erworben werden. Dieser wurde im Sommer gemeinsam mit den Jugendlichen umgestaltet. «Mit der Fertigstellung des Containers ergaben sich dann viele Folgeevents und -projekte», erzählt Sozialpädagogin Valentina Maksimovic von der Jugendarbeit. Von diesen haben die Jugendlichen viel profitieren können. --cbl
Stolz auf eigene Arbeit
Die Jugendarbeit Kelleramt zieht Fazit über das Containerprojekt «Bubble Lounge 2022»
Mit der Beschaffung eines eigenen Schiffscontainers lancierte die Jugendarbeit Kelleramt heuer ein Projekt, das viele Folgeevents und -projekte mit sich zog. Rückblickend hatte dies viel Positives für die Jugendlichen zu bieten.
Celeste Blanc
Es wurde f leissig gehämmert, geschraubt und gebohrt auf dem Gobet-Areal in Jonen in der ersten Juliwoche dieses Jahres. Denn damals haben junge Handwerkerinnen und Handwerker gemeinsam mit den Kellerämter Jugendarbeitern ein besonderes Projekt realisiert: Sie halfen mit, einen Schiffscontainer ganz nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen umzubauen. Innerhalb einer Woche schufen sie damit einen neuen Ort der Begegnung und des Seins für die jungen Menschen aus ihrer Region.
In den darauffolgenden Monaten haben zahlreiche Events – organisiert von und für Jugendliche – in diesem Container stattgefunden. «Der Andrang war gross und der Container wirklich sehr gefragt», resümiert Valentina Maksimovic. Seit diesem Sommer arbeitet sie als Sozialpädagogin bei der Jugendarbeit Kelleramt. Ihrer Meinung nach haben die letzten Monate gezeigt: Das Containerprojekt «Bubble Lounge 2022» hatte über den Umbau hinaus positive Nebeneffekte. «Die Jugendlichen wurden einerseits an die Wahrnehmung einer gewissen Eigenverantwortung, aber auch an erste Aspekte des Erwachsenseins, wie der Inkludierung in die Gesellschaft, herangeführt.»
Jugendliche stark involviert
Ideen für ein Projekt zu sammeln, ein Konzept zu erarbeiten und dieses dann konkret umzusetzen – das lernten die Jugendlichen während des ganzen Jahres. Nachdem die ehemaligen Jugendarbeiter Thomas Meier und Juna Baumann in Zusammenarbeit mit den fünf Kellerämter Gemeinden den Schiffscontainer hatten organisieren können, wurden die Jugendlichen bewusst in das Projekt miteinbezogen. «In alle Arbeiten, die es zuliessen, wurden die Jugendlichen involviert», blickt Maksimovic zurück.
Beteiligen am Projekt konnte sich jeder und jede nach Lust und Laune. «Wer mochte, arbeitete an der Gestaltung des Containers mit, wer lieber selber Hand anlegen wollte, half in den Sommerferien bei der Umgestaltung», so Maksimovic. Auch engagierten sich Jugendliche bei der Beschaffung von Spielen und kleinen infrastrukturellen Arbeiten im Container selbst. «Die Devise lautete immer: Alles, was die Jugendlichen machen können, sollen sie selbst realisieren.»
Mit dem Umbau des Schiffscontainers war das Jahresprojekt aber noch nicht abgeschlossen. In der Folge ergaben sich für das neue Schuljahr verschiedene Anlässe, auch diese hauptsächlich von den Jugendlichen getragen. Während fünf Wochen im September bis Oktober war der Container beim Schulhaus der Gemeinde Jonen aufgestellt. «Bereits ein Jahr zuvor wurde die erste ‹Bubble Lounge› auf diesem Areal durchgeführt, das ist gut angekommen», so Maksimovic.
Enorme Mehrwerte entstanden
Unter den gut besuchten Folgeevents fanden unter anderem Spielnachmittage, «Grill & Chill»-Abende und ein Ü12-Event, aber auch ein Kiosk, der eigenständig von den Jugendlichen betrieben worden ist, statt. «All diese Anlässe hatten den positiven Nebeneffekt, dass die Jugendlichen vermehrt mit ‹Erwachsenen-Themen› in Berührung kamen, beispielsweise, wie man mit Geld umgeht, aber auch höfliche Umgangsformen untereinander und Rücksicht aufeinander», blickt Maksimovic zurück. «Wenn man abends einen Anlass organisiert, gibt es Mitmenschen, auf die geachtet werden muss, oder auch Gesetze, die es einzuhalten gilt.» Auch sei schön gewesen, dass durch das Engagement Einzelner die Motivation, sich zu engagieren, auch auf andere übergegriffen hat.
Das Projekt «Bubble Lounge 2022» hat in vielerlei Hinsicht einen enormen Mehrwert für die Jugendlichen im Kelleramt gebracht. Der Container sei ein riesiges Lernfeld gewesen und hat sie in ihrer Selbstwirksamkeit gefördert. «Die Jugendlichen waren so stolz, Teil von einem grossen Ganzen zu sein. Das hat ihnen persönlich viel gebracht.»
Niederschwelliges Angebot
Auch künftig soll der Container im Rahmen der Jugendarbeit genutzt werden. Wie das aussehen könnte, das evaluiert Valentina Maksimovic mit ihrem Kollegen Simone Eggler zurzeit in der Ausarbeitung des Jahresprogramms 2023. «Ziel ist es, dass der Container für alle Kellerämter Gemeinden niederschwellig, also einfach, zum Einsatz kommen kann. Vielleicht kann künftig auch mal ausserhalb von Jonen ein Projekt realisiert werden. Dafür müssen aber zuerst Genehmigungen bei den Gemeinden eingeholt werden», erklärt die Sozialarbeiterin.



