Award mit Strahlkraft
28.04.2026 WohlenAargauer Unternehmenspreis der AKB: Leuchtturmpreis für Lumvin AG ist auch dank Martin Laubacher ein Wohler Erfolg
Leuchtturmpreis – der Name ist vielsagend und er passt zur Award-Gewinnerin. Die Lumvin AG wurde mit dem Leuchtturmpreis ausgezeichnet. Ganz zur ...
Aargauer Unternehmenspreis der AKB: Leuchtturmpreis für Lumvin AG ist auch dank Martin Laubacher ein Wohler Erfolg
Leuchtturmpreis – der Name ist vielsagend und er passt zur Award-Gewinnerin. Die Lumvin AG wurde mit dem Leuchtturmpreis ausgezeichnet. Ganz zur Freude des Wohlers Martin Laubacher, der die junge Firma als Unternehmensentwickler stetig stärkt.
Daniel Marti
Er ist nicht nur strahlend aufgegangen, sondern er leuchtet stetig weiter und heller. Damit ist der Stern der Firma Lumvin AG gemeint. Sie wurde im Rahmen des Aargauer Unternehmenspreises mit dem Leuchtturmpreis der Aargauischen Kantonalbank (AKB) ausgezeichnet. Mit diesem Preis soll eine besondere Strahlkraft in der Aargauer Unternehmenslandschaft sichtbar gemacht werden. Und die Auszeichnung passt bestens: Die Lumvin AG ist Spezialistin bei LED-Leuchten. «Wir verbinden Lichtkompetenz mit lokaler Wertschöpfung und fördern die Talente von morgen», schreibt die Firma über sich selbst.
Lichtexperten mit Wohler Verstärkung
Lumvin produziert selbst LED-Leuchten, forciert das Umrüsten und legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit. Und fast sämtliche Bauteile der LED-Leuchten werden von den Lernenden der Firma libs produziert. libs ist das führende Ausbildungsunternehmen der Schweizer Hightech-Branche. Diese Geschäftsidee hat die Lumvin AG im Nu zum Lichtexperten gemacht. Das Start-up-Unternehmen ist auf Erfolgskurs – und dies dank starker Wohler Beteiligung. Martin Laubacher ist Investor, Verwaltungsrat und Unternehmensentwickler der erfolgreichen Firma.
Gegründet wurde Lumvin von Kristjan Jozipovic und Besfort Biljali im Jahr 2020 in Baden. Später sind die beiden Wohler Urs Müller und Martin Laubacher als Investoren eingestiegen. Laubacher bringt zudem als Angestellter sein Wissen ein. Die Wohler Unterstützung hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen schon kurz nach der Gründung auf solider Basis unterwegs war. Letzten Sommer wurde die Firma Lumvin mit dem Swiss Economic Award ausgezeichnet – umrahmt von etlichen Persönlichkeiten wie Bundesrätin Karin Keller Sutter (siehe Ausgabe vom 13. Juni 2025). Und nun folgt mit dem Leuchtturmpreis bereits der nächste Höhepunkt. «Das ist für uns eine wunderbare Bestätigung, dass wir auf einem guten und erfolgreichen Weg sind», freut sich Laubacher. Mit dem Swiss Economic Award wurde das Unternehmen vor allem als innovatives Start-up ausgezeichnet. Der Leuchtturmpreis ist noch vielfältiger ausgerichtet. Mit diesem Preis ehrt die Jury ein Unternehmen, das ein zukunftweisendes und nachhaltiges Projekt erfolgreich umgesetzt hat. Laut AKB stehen dabei die Bereiche «Soziales», «Ökologie» und «Wirtschaftlichkeit», also auch «Nachhaltigkeit», im Fokus.
Vorzeigeprojekt Berufsschule Lenzburg
Entscheidend für die Auszeichnung war ein besonderes Projekt: Die Lumvin AG rüstete bei der Sanierung der Berufsschule Lenzburg 1650 Leuchten um und hat einen grossen Teil des Materials weiterverwendet. Das ist einzigartig. Die Realisation war über zwei Jahre verteilt und sie reichte über etliche verschiedene Räume, von der Aula über Schulzimmer bis zur Turnhalle. «Ein solcher umfangreicher Auftrag gibt Sicherheit.» Und er hat den Lumvin-Leuten auch viel Erfahrung eingespielt. «Es wurde zu einem Vorzeigeprojekt», freut sich Laubacher.
Die Arbeiten bei der Berufsschule Lenzburg sind auch ein gutes Beispiel, wie das Unternehmen funktioniert. Rund 80 Prozent aller Aufträge stammen zurzeit aus dem Kanton Aargau. Bis auf die LED-Chips und die Klemmen werden sämtliche Materialien entweder weiterverwendet oder dann in der Schweiz hergestellt. «Viele Unternehmen schreiben sich Nachhaltigkeit auf die Fahne, bei der Umsetzung sieht es dann anders aus. Wir halten uns daran und leben Nachhaltigkeit», erklärt der 57-Jährige. So garantiert Lumvin Abfallreduktion und Energiesparen. Meistens wird bei den bestehenden Leuchten eben nur das Innenleben ersetzt.
Netzwerk spielen lassen
Dank dieser Strategie konnte das Unternehmen stetig wachsen. Es zählt mittlerweile dreizehn Mitarbeitende. Der Start im Jahr 2020 war nicht einfach, aber die Leuchtenexperten etablierten sich rasch. Acht von zehn Startups verschwinden in der Regel innerhalb der ersten fünf Jahre wieder vom Markt. Lumvin ist geblieben. Und will weiter bleiben. Inzwischen werden auch schwarze Zahlen geschrieben.
Urs Müller ist in Architektenkreisen ein wertvoller Vermittler, Martin Laubacher als Unternehmensentwickler mehr als ein Allrounder. Wichtig ist, dass die beiden ihr umfassendes Netzwerk einsetzen können. An der Preisverleihung bei der AKB beispielsweise konnten gleich drei Termine fixiert werden: Da kann dann der Leuchtturmpreisträger sich selbst und seine Dienstleistung vorstellen. Dabei leben die beiden ihren Lieblingsslogan: «Einfache Sachen gut zu machen, das ist nicht immer einfach.» Bescheidenheit ist ebenso wichtig wie Professionalität und Nachhaltigkeit.
Wertschätzung für alle
Der Erfolg gibt ihnen recht. Im Juni 2025 der Swiss Economic Award, nun der Leuchtturmpreis, zwei bedeutungsvolle Auszeichnungen innert knapp zehn Monaten. Der erste Award habe der Firma eine «Top-Plattform» geboten, «und nun wurde der Stellenwert bestätigt», so Laubacher. Stolz, Genugtuung, Freude – er verspürt gleich alles auf einmal. «Diese Awards bedeuten auch Wertschätzung fürs gesamte Team. Und es beweist: Wir werden wahrgenommen in der Branche.»
Beide Auszeichnungen helfen beim nicht leichten Weg in die Zukunft. «Denn irgendwann sind alle Leuchten auf LED umgestellt», weiss Laubacher. Deshalb müsse eben vorgesorgt werden. So hat die Leuchtturmpreisträgerin schon jetzt damit begonnen, Blechteile für andere Segmente in kleinen Auflagen zu produzieren. «Praktisch als zweites Standbein.» Im Verwaltungsrat wird jetzt diskutiert, wo das Start-up in vier, fünf Jahren stehen soll. «Denn es ist unser Ziel, dass die Firma noch lange bestehen bleibt.» Gute Ideen sowie ein kompetenter und versierter Unternehmensentwickler aus Wohlen sind vorhanden.

