Muri bleibt eine Heimmacht
03.03.2026 Muri, Handball1. Liga: TV Muri – STV Willisau 39:30 (18:10)
Mit dem Sieg gegen Willisau bleibt der TV Muri im Rennen um die Aufstiegsplätze. Gegen die Luzerner Hinterländer bekundet Muri nur zu Beginn Mühe. Einmal mit mehreren Toren in Führung liegend, liess ...
1. Liga: TV Muri – STV Willisau 39:30 (18:10)
Mit dem Sieg gegen Willisau bleibt der TV Muri im Rennen um die Aufstiegsplätze. Gegen die Luzerner Hinterländer bekundet Muri nur zu Beginn Mühe. Einmal mit mehreren Toren in Führung liegend, liess man nichts mehr anbrennen. Defensiv überzeugte Muri nur eine Halbzeit lang.
Nach Frick wird auch Willisau bezwungen. Beide Teams stecken im Abstiegskampf. Vor allem in der ersten Halbzeit wusste das Team von Trainer Björn Navarin in der Bachmattenhalle (280 Zuschauer) über weite Strecken zu überzeugen. Nicht zu vertuschen vermochten die Freiämter nach der Pause aber ihre anhaltenden Defensivprobleme. Wie schon in den vergangenen vier Partien kassierte Muri gegen die Luzerner erneut 30 Gegentore.
Zwischenspurt nach 17 Minuten
Zur Pause sah es nicht danach aus. Muri stand wie eine Wand. Nur zehn Gegentore wurden den Gästen zugestanden. Und in der Offensive überzeugte man. Sah es bis zur 17. Minute (7:7) nach einer engen Kiste aus, legte Muri in der Folge den Schalter um. Sieben Minuten später (23.) lautete das Resultat 14:8. Mit Tempo und Spielwitz wurden die Gäste bis zur Pause regelrecht überrannt. «In der ersten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht, was in den vergangenen Partien nicht klappte. In der Verteidigung waren wir aktiver und aggressiver», sagt Muris Topskorer und Teamleader Noel Angehrn. Er habe zu Beginn ein gutes Gefühl gehabt, weil die Verteidigung funktioniert habe. Für ihn sei deswegen klar gewesen, dass es nur eine Frage der Zeit gewesen sei, ehe man den Gegner distanziert.
Nach dem Seitenwechsel ging es im Angriff im gleichen Stile weiter. Muri warf Tor um Tor. Phasenweise führte man mit zehn Toren Unterschied. In der Abwehr hingegen verlor man die Kontrolle. Auch die Luzerner trafen nun regelmässig. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Als Folge des Nachlassens kam Willisau bis auf fünf Tore heran (35:30, 58. Minute). Richtig zu verunsichern vermochte das Muri nicht. Im Gegenteil. In den letzten 90 Sekunden zündeten die Freiämter noch einmal ein Feuerwerk und warfen vier Tore in Folge zum Endstand von 39:30. Jeder Fehler der inzwischen konzeptlosen Gäste wurde nun gnadenlos ausgenutzt.
«Nach der Pause begann es zu bröckeln»
Das deutliche Schlussresultat täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Muri nach der Pause gegen eine verunsicherte Mannschaft mit 20 Toren die doppelte Anzahl Treffer kassierte als in den ersten 30 Minuten. «Nach der Pause begann vieles zu bröckeln und in Sachen Energie haben wir nachgelassen. Das hat dazu geführt, dass wir unsere Leistung nicht bis zum Ende durchziehen konnten», sagt Angehrn. Die Leistung in der zweiten Halbzeit sei dementsprechend durchzogen gewesen, fügt er an. Nichtsdestotrotz hat sich der TV Muri mit den beiden Siegen gegen Frick und Willisau für die letzten vier anstehenden Partien im Kampf um die Aufstiegsplätze in Position gebracht und ist zu einem gefährlichen Aussenseiter mutiert. Das Restprogramm hat es in sich. Mit Kriens-Emmen und den Ehrendingen Celtics kommt es noch zu zwei Direktbegegnungen. Zwei Leckerbissen, die beide in der heimischen Bachmattenhalle ausgetragen werden. Zuvor gastieren die Freiämter aber in einer Woche noch in Dagmersellen. --tvm

