Dorfzentrum nimmt Gestalt an
19.10.2021 KelleramtKommission bestimmt Brunnen als zentrales Element beim ehemaligen Restaurant Kreuz
Der Wohler Bildhauer Rafael Häfliger erhält den Auftrag für den Bau des Dorfbrunnens beim Restaurant Kreuz. Seine ovale Form wird einen Gegenpol zum eckigen Platz ...
Kommission bestimmt Brunnen als zentrales Element beim ehemaligen Restaurant Kreuz
Der Wohler Bildhauer Rafael Häfliger erhält den Auftrag für den Bau des Dorfbrunnens beim Restaurant Kreuz. Seine ovale Form wird einen Gegenpol zum eckigen Platz bilden.
Roger Wetli
Wo heute noch Baulärm die Szenerie dominiert, wird man künftig an sonnigen Sommertagen das fröhliche Lachen von Kindern beim Planschen hören. Erwachsene unterhalten sich derweil auf dem Rand des neuen Brunnens oder auf den Sitzgelegenheiten, die vor dem ehemaligen Restaurant Kreuz platziert werden. Der neue Dorfplatz wird jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich sein, obwohl er auf einer Privatparzelle entsteht.
Zentrales Element wird der Brunnen von Rafael Häfliger sein. Eine Fachkommission hat seinem Vorschlag zugestimmt. Sein Projekt ist 50 Zentimeter hoch, oval und zwischen 3 und 1,85 Meter breit. Der Brunnen wird aus «Lordino-Gneis» bestehen. Über den Wasserzufluss darf man Flaschen abfüllen.
Bedeutung des Platzes wird erhalten
Der Joner Gemeinderat Luigi Alberti freut sich, dass der Platz vor dem «Kreuz» wieder zum Ort der Begegnung wird, so wie er es bereits viele Jahrzehnte zuvor war. «Es ist für Jonen der zentrale Ort überhaupt», betont er. Wo der Brunnen exakt platziert wird und wie die Umgebung aussehen wird, bestimmt zurzeit eine Fachkommission im Detail.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Dann wird auch der Brunnen gebracht und endgültig platziert. «Er wird das Zentrum in den kommenden Jahrzehnten optisch prägen», so der Gemeinderat.
Neuer Blickfang im Zentrum
Beim ehemaligen Restaurant Kreuz soll ein ovaler Brunnen platziert werden
Das Restaurant Kreuz und seine Umgebung sind der wichtigste Begegnungsort in Jonen. Zurzeit befindet sich dort aber eine Baustelle. Jetzt wurde der Brunnen bestimmt, der bald vor dem Restaurant zum Verweilen einladen soll.
Roger Wetli
Das Joner Dorfzentrum befindet sich zurzeit im Wandel. Schon länger bekannt ist, dass auf der Parzelle des ehemaligen Restaurants Kreuz auf privatem Grund eine öffentliche Begegnungszone mit Bänken und Brunnen eingerichtet wird. Die Fachkommission hat nun den Wohler Bildhauer und Plastiker Rafael Häfliger als Brunnenbauer bestimmt. Sein Vorschlag ist 50 Zentimeter hoch, oval und zwischen 3 und 1,85 Meter breit.
Planschbecken für Kinder
«Das ‹Kreuz› und das neue Mehrfamilienhaus bilden einen eckigen Platz. Der ovale Brunnen wird einen Gegenpol dazu darstellen, die Eckigkeit durchbrechen und die ovalen Inseln im dahinter liegenden und nicht öffentlichen Innenhof aufgreifen», so Häfliger. Der Bildhauer erstellt ihn aus Lordino-Gneis, der im Tessin abgebaut und in Grobform nach Wohlen geliefert wird. Hier erfolgen die Feinbearbeitungen durch Rafael Häfligers Team, bevor der Brunnen in Jonen endgültig platziert wird.
«An den Brunnen stellen wir verschiedene Anforderungen», erklärt Gemeinderat Luigi Alberti. «Auf dem Brunnenrand soll man sitzen, die Kinder darin planschen können. Die Wassertiefe wird maximal 20 Zentimeter betragen. Zudem soll man direkt ab Brunnenhahnen trinken können. Und natürlich muss er robust gegen Vandalenakte sein.» Wichtig sei aber auch, dass er sich im Ortsbild integriere und zum Verweilen einlade. Vier Firmen hatten Offerten eingereicht. Darunter seien auch Vorschläge für klassische Dorfbrunnen gewesen. «Der jetzt ausgewählte wirkt alt und doch modern», ist Alberti begeistert. «Wir wollten zudem ein Produkt, das aus Schweizer Material von einem Brunnenbauer aus der Umgebung stammt. Die ausführende Firma muss in unserer Gegend verwurzelt sein.» Wo genau der Brunnen platziert wird und wie die Umgebungsplanung exakt aussehen wird, wird zurzeit noch in einer Fachkommission abschliessend beraten.
Bis zwölf Anlässe pro Jahr
«Der Platz vor dem ehemaligen Restaurant Kreuz ist die Begegnungszone in Jonen und wird durch den Brunnen noch gestärkt», ist Luigi Alberti überzeugt. «Damit beleben wir eine lange Tradition an diesem Ort wieder. Hier hat sich Jonen schon immer getroffen. Sei es in oder vor der Beiz.» Früher sei vor dem Restaurant zeitweise auch ein Zelt für Oktoberfeste gestanden. Im «Kreuz» habe man bis in die frühen Morgenstunden hinein diskutiert.
Obwohl der Platz auf privatem Grund steht, wird er dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Pro Jahr dürfen zudem maximal zwölf Anlässe zwischen 10 und 20 Uhr, zwei davon bis 22 Uhr, stattfinden. Zudem möchte der Gemeinderat in diesem Bereich eine Begegnungszone mit Tempo 20 einrichten. «Kinder sollen rund um den Brunnen rennen dürfen», unterstreicht Alberti. «Eine Begegnungszone schafft für alle in diesem Bereich mehr Sicherheit.» Zentrales Element wird der Brunnen sein. Für diesen wird in diesen Tagen eine Wasserleitung unter dem Jonenbach auf den Platz gezogen. Das Brunnenwasser wird anschliessend in den Bach geleitet.
Für mehrere Generationen
Platziert wird der zwei bis drei Tonnen schwere Brunnen, sobald die Umgebung fertig gestaltet ist. «Angedacht ist, dass wir den Platz im Jahr 2022 feierlich einweihen», schaut Luigi Alberti voraus und wagt zusätzlich einen viel grösseren Blick in die Zukunft: «Der Brunnen wird so gebaut, dass sich mehrere Generationen daran werden erfreuen können.»



