Einmal Zirkusluft schnuppern
08.10.2019 WohlenKiwanis Lenzburg organisierte eine Ferienwoche für Kinder im Monti-Winterquartier
Letztes Jahr lud Kiwanis zum ersten Mal Kinder und Jugendliche zu einem Feriencamp ein. Der Anlass war ein voller Erfolg. Auch diesmal setzte man auf das Können und die Erfahrungen ...
Kiwanis Lenzburg organisierte eine Ferienwoche für Kinder im Monti-Winterquartier
Letztes Jahr lud Kiwanis zum ersten Mal Kinder und Jugendliche zu einem Feriencamp ein. Der Anlass war ein voller Erfolg. Auch diesmal setzte man auf das Können und die Erfahrungen des Freiämter Leitungsteams rund um die Compagnie Roikkuva.
Chregi Hansen
Zum zweiten Mal organisiert der Kiwanis Club Lenzburg ein Feriencamp. Das Angebot richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche, die keine Möglichkeit haben, mit ihren Eltern in den Urlaub zu fahren. «Wir sehen es als sozialen Auftrag, etwas für diese Kinder anzubieten», sagt OK-Chef Werner Rufli.
Intensiv wird die ganze Woche über im Winterquartier des Monti geprobt. Hier, wo jeweils auch der «grosse» Zirkus vor dem Tourneestart an den Nummern feilt und wo im Winter das Varieté die Besucher verzaubert. «Die Infrastruktur ist optimal», sagt der OK-Chef. Letztes Jahr fand das Camp im Sommer und im Freien statt – bei teilweise 35 Grad. Nicht immer ganz einfach.
Alle sollen sich präsentieren können
Hier in Wohlen sind die Voraussetzungen jetzt besser. An den ersten drei Tagen wurden die einzelnen Nummern gestaltet und einstudiert. «Wir haben zwar ein Konzept. Aber wir mussten erst einmal wissen, welche Fähigkeiten die Kinder haben. Dann konnten wir schauen, wen wir wo einsetzen», erklärt Ulla Tikka. Da gibt es Einzelne, die sich aufs Seil trauen, andere versuchen sich als Jongleure oder Clowns. «Jetzt geht es darum, die einzelnen Nummern zu einer Vorstellung zusammenzusetzen. Dabei machen die Übergänge noch Mühe», sagt Lukas Stäger. Genau dies wird im Moment intensiv geprobt. Noch klappt es nicht richtig.
Das Interesse am Camp war riesig. «Wir haben 40 Plätze angeboten, aber es kamen 65 Anmeldungen rein», berichtet Rufli. Schliesslich liess das OK 45 Teilnehmer zu – rund die Hälfte war schon letztes Mal dabei. Ein Zeichen, welch ein Erfolg das Camp ist. Der Aufwand für den Kiwanis Club ist dabei riesig, jeden Tag sorgen viele Freiwillige dafür, dass abseits des Trainings alles klappt. «Die Kinder werden von morgens bis abends betreut und verpflegt», erklärt Rufli. Und das für einen sehr geringen Teilnehmerbeitrag. «Der Anlass soll für alle finanzierbar sein.» Den Grossteil der Kosten tragen Sponsoren. Obwohl der Kiwanis Club seinen Sitz in Lenzburg hat, stammt der Grossteil der Teilnehmer aus der Region Wohlen. «Wir haben hier Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 13 Jahren», berichtet der OK-Chef.
Viel Erfahrung vorhanden
Neben den artistischen Einlagen ist der Gesang ein wichtiges Element in dieser Aufführung. Hier ist besonders Priska Zweifel als Chorleiterin gefragt. Hauptproblem: Diejenigen, die gerade am Singen sind, schauen gerne den Artisten zu, statt sich aufs Singen zu konzentrieren. «Jetzt habt ihr gesehen, was sie machen, jetzt könnt ihr wieder nach vorne schauen», ermahnt Zweifel die Kinder. Es hilft nur bedingt – zu spannend ist es, was die anderen zeigen. Noch bleiben 24 Stunden bis zur Premiere. «Es gibt noch viel zu tun. Aber das kommt gut», sagt Andy Muntwyler. Die Coaches müssen es wissen. Schliesslich haben sie viel Erfahrung.



