Trotz Lob noch Luft nach oben
31.07.2018 WohlenChristian Meier, der Geschäftsführer der Sportpark Bünzmatt AG, zieht eine positive Bilanz
Der Start ist geglückt. Schon am zweiten Tag nach der Eröffnung zählte man in der Badi Wohlen 1700 Gäste. Das sonnige Wetter sorgt dafür, dass ...
Christian Meier, der Geschäftsführer der Sportpark Bünzmatt AG, zieht eine positive Bilanz
Der Start ist geglückt. Schon am zweiten Tag nach der Eröffnung zählte man in der Badi Wohlen 1700 Gäste. Das sonnige Wetter sorgt dafür, dass weiterhin viele Freiämter in die sanierte Anlage strömen. Christian Meier sieht aber durchaus Möglichkeiten für Verbesserungen.
Chregi Hansen
Es ist geglückt. Pünktlich zu Beginn der Sommerferien konnte die Badi nach ihrer Sanierung ihre Tore öffnen. Auf diesen Moment haben ganz viele Wohler gewartet. Vom ersten Moment an war der Besucheraufmarsch gross, seither erfüllen das Lachen und Kreischen von Kindern sowie Planschgeräusche das Quartier.
Wer mit den Gästen spricht, der spürt eine grosse Begeisterung. Die «neue» Badi erhält viel Lob von Jung und Alt. Die grosse Zufriedenheit, die gelangt auch zu Geschäftsführer Christian Meier. «Das Feedback, das wir erhalten, ist fast durchwegs positiv. Viele schätzen die dezente und einheitliche Farbgestaltung und sind froh, dass nicht die ganze Badi mit Werbung vollgestopft ist», berichtet er. In dieser Hinsicht gab es durchaus Befürchtungen, nachdem aktiv nach Sponsoren gesucht worden war und der Sportpark neu Schüwo Park heisst. Viel Lob gibt es auch für die Wasserqualität. «Und dank der Folien wirken die Becken auch viel sauberer», weiss Meier. Die Technik arbeitet tadellos, das Gastroangebot wird geschätzt, die Beachanlage und der Minigolfplatz sind bereits beliebt.
Öffnungszeiten koordinieren
Für ihn lautet darum das Fazit: Der Sportpark als Ganzes ist gelungen und darf als grosser Wurf bezeichnet werden. Das heisst aber nicht, dass alles perfekt ist. «Jetzt geht es um die Details. Da kommt vieles zum Vorschein, was im Vorfeld nicht oder zu wenig bedacht wurde. Und die verschiedenen Abläufe müssen noch optimiert werden», ist für den Geschäftsführer klar. Als Beispiel nennt er die verschiedenen Öffnungszeiten. Wie lange ist beispielsweise das Restaurant offen? So lange wie die Badi? Oder so lange wie die Minigolfanlage? «In den kommenden Wochen müssen wir jetzt schauen, was von den Kunden gewünscht wird und was machbar ist.»
Mit den bisherigen Besucherzahlen ist Meier zufrieden. Doch er sieht noch viel Luft nach oben. Und das aus gutem Grund. «Weil die Eröffnung erst am 7. Juli stattfand, hatten sich viele schon ein Abo in einer anderen Badi gekauft. Diese Gäste gilt es im nächsten Jahr zurückzugewinnen», sagt er. Zudem wisse er von einigen, die dem alten Eingangsbereich mit den Pilzen nachtrauern und erst kommen wollen, wenn dieser Teil im nächsten Jahr fertig ist. Und dann gibt es noch die Familien mit Kleinkindern, die auf einen Badibesuch verzichten, weil das Planschbecken noch saniert wird. «Die Arbeiten sollten in den nächsten Tagen abgeschlossen sein, dann kann auch dieser Teil der Anlage genutzt werden», freut sich der Geschäftsführer. Auch die Parkplatzsituation ist noch nicht optimal. Vor dem neuen Eingang fehlen noch die Markierungen und die Parkuhr, weswegen dort noch Wildwuchs herrscht. Und von den alten Parkplätzen her fehlt die Signalisation zum neuen Eingang, sodass es immer wieder Leute gibt, welche in die falsche Richtung laufen. «Wir haben mehrfach eine Tafel montiert, sie wurde immer wieder weggerissen oder sogar falsch montiert», bedauert Meier.
Und dann gibt es noch Kleinigkeiten, die verbessert werden sollen. So fehlt derzeit die Uhr am Technikgebäude. «Die ist für die Schwimmer wichtig, denn sie wollen wissen, wie lange sie unterwegs sind», weiss Meier. Also habe man eine neue Uhr bestellt. Und wegen der derzeit noch eingeschränkten Rasenfläche konnten die alten Fussballtore nicht aufgestellt werden, was gerade die Jungen bedauern. Auch das soll nächstes Jahr dann anders sein.
Schon bald beginnt die Eisproduktion
Doch nicht nur in der Badi wird gearbeitet, sondern auch in der Eishalle. Die entsprechenden Arbeiten aber würden den Betrieb nicht tangieren. «Es geht vor allem um Installationsarbeiten im Elektro-Bereich», erklärt der Geschäftsführer. Aber hier sei man in den letzten Zügen. Schon Ende August will man mit der Eisaufbereitung beginnen. «Spätestens am 30. September haben wir Eis», verspricht Meier.
Und dann gibt es noch die Personalie Stefan Meier. Der langjährige Bademeister hatte in einer Zeitung ziemlich heftig die Gemeinde kritisiert und angekündigt, er suche jetzt eine neue Stelle. Nun macht das Gerücht die Runde, dass ihm gekündigt wurde. «Ich kenne das Gerücht», erklärt der Geschäftsführer. Und was ist dran? «Stefan Meier wird die Badi per Ende September verlassen. Tatsache ist aber, dass wir miteinander keine Probleme haben und uns im gegenseitigen Einvernehmen trennen. Er ist nicht mit allen Neuerungen einverstanden – das ist aber normal, wenn ein Betrieb völlig neue Strukturen erhält. Seine Arbeit ist jedoch tadellos.»
Und wichtig: Der Nachfolger ist bereits gefunden und eingestellt worden. Die Weichen für die kommende Saison sind also gestellt. «Aber zuerst einmal freue ich mich auf das Eröffnungsfest im Oktober», meint Christian Meier.




