Zwei neue Phänomene
13.09.2024 Region Bremgarten, Mutschellen, Bremgarten, WohlenErfolgreicher Ferienpass
Der Ferienpass Mutschellen-Bremgarten-Wohlen schaut auf eine erfolgreiche Saison zurück. 516 Kinder besuchten in den Schulsommerferien 175 verschiedene Anlässe an 288 Kurstagen. Die Organisatoren sind sehr zufrieden. --rwi
...Erfolgreicher Ferienpass
Der Ferienpass Mutschellen-Bremgarten-Wohlen schaut auf eine erfolgreiche Saison zurück. 516 Kinder besuchten in den Schulsommerferien 175 verschiedene Anlässe an 288 Kurstagen. Die Organisatoren sind sehr zufrieden. --rwi
Ferienpass Mutschellen-Bremgarten-Wohlen blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück
In den Schulsommerferien bot der Ferienpass Mutschellen-Bremgarten-Wohlen Kindern und Jugendlichen vom zweiten Kindergarten bis zur Oberstufe viele verschiedene Kurse und Vergünstigungen an. Die Verantwortlichen sind zufrieden, beobachten aber zwei neue Entwicklungen.
Roger Wetli
«Das ist auch für die Kursanbieter nicht einfach, weil sie so an Planungssicherheit verlieren», bedauert Caroline Markwalder vom Ferienpass Mutschellen-Bremgarten-Wohlen. Sie spricht dabei die Folgen einer von zwei neuen Erscheinungen an. Diese bestand in diesem Sommer darin, dass viele Kurse zuerst ausgebucht waren und es Wartelisten gab und dann ein bis zwei Tage vor dem Kurs etliche Abmeldungen eingingen. «Es gibt zwar gute Gründe wie Krankheit oder einen plötzlichen wichtigen Termin, die zu einer kurzfristigen Absage führen können. So kurzfristig aber noch viele Kinder auf der Warteliste nachrutschen zu lassen, ist schwierig. So waren dann einige Kurse auf einmal doch nicht ausgebucht und es wären weniger Kursleiter nötig gewesen als geplant.» Trotzdem möchte Markwalder daran festhalten, dass sich die Kinder auch wieder abmelden können.
Immer spätere Verkäufe
Ein zweites neues Phänomen in diesem Jahr war, dass viele Eltern ihren Kindern den Ferienpass erst während der Sommerferien und nicht zuvor lösten. «Bei Kursbeginn Anfang Ferien hatten wir erst 300 verkauft. Weitere 200 veräusserten wir erst danach, den letzten am 27. Juli, also zwei Wochen vor Ferienende.» Markwalder interpretiert daraus, dass sich die Eltern für ihre Kinder immer später festlegen möchten und darum den Ferienpass erst im Verlauf der Sommerferien kaufen.
Mit dem diesjährigen Anklang und den Kursbesuchen sei Caroline Markwalder aber sehr zufrieden. «Schlussendlich verkauften wir 516 Ferienpässe. In den letzten Jahren waren es zwar immer um 550. Trotzdem lohnt sich der Aufwand noch.» Das sei vor ein paar Jahren anders gewesen, als nur noch 100 bis 150 Pässe veräussert werden konnten. Die Wende brachte damals der erneute Druck und das Verteilen der für einige Jahre abgesetzten Broschüre. Zuvor setzte man nur noch auf einen Flyer mit dem Verweis auf die Website.
Zufallsgenerator funktionierte
Die angemeldeten Kinder besuchten während fünf Wochen 175 verschiedene Anlässe an 288 Terminen. Dieser Unterschied entstand, weil gewisse Kurse bis fünfmal angeboten wurden.
Rund 2600 Kursplätze wurden von den 516 angemeldeten Kindern besetzt. Das Angebot reichte von sportlichen Aktivitäten über Bastelanlässe bis zu Exkursionen und Firmenbesichtigungen. Die Kinder konnten zu Beginn online ihr Interesse für ihre Wunschkurse anmelden. Ein Zufallsgenerator wählte dann die Teilnehmer aus. «Dieser funktioniert mittlerweile sehr gut», ist Markwalder froh. «Der Zufallsgenerator ist so programmiert, dass er merkt, wenn ein Kind schon verschiedene Male berücksichtigt wurde, während eines bisher leer ausging. Klagen, dass ein Kind keinen Kurs besuchen durfte, gab es in diesem Jahr nicht.» Spitzenreiter seien mit je 40 Teilnehmenden die Anlässe Lasertag und Adventure-Golf in Obfelden gewesen.
Zusatzdienstleistungen gewinnen an Bedeutung
Caroline Markwalder stellt fest, dass auch einige Kinder den Ferienpass nicht für die Teilnahme an Kursen gelöst haben. «Ich vermute, dass es ihnen um die Zusatzangebote ging. So erhalten sie verschiedene Rabatte und Gratiseintritte zum Beispiel in Badeanstalten, für Fahrten auf dem Hallwilersee, für Minigolfanlagen oder etwa im Papiliorama in Kerzers.» Insgesamt seien es Vergünstigungen im Gesamtwert von rund 400 Franken. Und dies bei einem Ferienpasspreis von 40 Franken. Markwalder weiss, dass solche Angebote gerade die Oberstufenschüler ansprechen. «Diese tauchen an den Kursen eher selten auf, weshalb die meisten Kurse, die mangels Anmeldungen abgesagt wurden, an diese gerichtet waren.» Markwalder und ihr Team überlegen deshalb, wie sie die Oberstufenschüler im nächsten Jahr besser ins Boot holen könnten. «Aufgrund des geringeren Interesses verteilen wir ihnen keine Broschüre und verweisen auf die Website. Wir schauen, welche Möglichkeiten es für sie noch geben könnte.»
Am bisherigen Konzept möchte das Ferienpassteam sonst festhalten. «Allerdings stellen wir fest, dass es immer schwieriger wird, genügend Kursleiter zu finden. Wir schauen, wie wir auch da Gegensteuer geben könnten. Insgesamt sind wir aber sehr zufrieden», lacht Markwalder.



