Gemeinde Zufikon gewann Award «Ehrenamtlicher Arbeitgeber im Bereich Feuerwehrwesen»
Grosse Ehre für die Gemeinde Zufikon: Kürzlich zeichnete sie der Aargauische Feuerwehrverband dafür aus, dass sie ihren Angestellten im besonderem Masse ...
Gemeinde Zufikon gewann Award «Ehrenamtlicher Arbeitgeber im Bereich Feuerwehrwesen»
Grosse Ehre für die Gemeinde Zufikon: Kürzlich zeichnete sie der Aargauische Feuerwehrverband dafür aus, dass sie ihren Angestellten im besonderem Masse ermöglicht, in der Feuerwehr aktiv zu sein. Gemeindeammann Daniel Stark und Feuerwehrkommandant Marcel Hottinger freut es.
Roger Wetli
«Dieser Award strahlt in unsere Feuerwehrmannschaft hinein», ist der Zufiker Feuerwehrkommandant Marcel Hottinger überzeugt. Er arbeitet als Fach- und Projektleiter Tiefbau und Infrastruktur auf der Zufiker Verwaltung. «Der Preis ist ein weiteres Zeichen, dass die Gemeinde hinter ihrer Feuerwehr steht.» Gemeindeammann Daniel Stark betont: «Als Ammann ist man froh, wenn es in der Feuerwehr gut läuft. Und das tut es.»
Sechs von 23 Angestellten in der Feuerwehr
Eine Viererdelegation der Zufiker Feuerwehr konnte zusammen mit Daniel Stark den Preis von Landammann Jean-Pierre Gallati und Fabian Engel, Präsident des Aargauischen Feuerwehrverbands, entgegennehmen. Auszeichnet wurde die Gemeindeverwaltung dafür, dass sie besonders feuerwehrfreundliche Arbeitsbedingungen geschaffen hat. So engagieren sich von den 23 Angestellten sechs in den Feuerwehren von Zufikon und Umgebung. Mit Marcel Hottinger und Ralph Martin arbeiten gar die beiden Kommandanten der Feuerwehren Zufikon und Bremgarten im selben Büro. Gemeinderat Reto Knecht ist zudem Gruppenführer der Ortsfeuerwehr. In der Wasserkommission und in der Elektrakommission sitzt immer mindestens ein Feuerwehrmitglied. «Aber eigentlich können wir es gar nicht gross beeinflussen, ob eine unserer Fachkräfte sich in ihrer Freizeit in einer Feuerwehr engagiert», ist sich Daniel Stark bewusst. «Wir verhindern es aber sicher nicht aktiv», stapelt er tief und fügt an: «Findet ein Ernsteinsatz oder eine Feuerwehrübung unter der Woche tagsdurch statt, rechnen wir das als Arbeitszeit an, die nicht kompensiert werden muss. Die Arbeit auf der Verwaltung muss aber natürlich trotzdem gemacht werden.» Für Marcel Hottinger ist die Anrechnung als Arbeitszeit ein sehr grosses Entgegenkommen: «Bei längeren Ernsteinsätzen muss ich als Kommandant immer schauen, dass Leute zwischendurch ersetzt werden, weil sie noch arbeiten gehen müssen.»
Hottinger reichte die Bewerbung der Gemeinde ein, nachdem er sich lange darüber Gedanken gemacht hatte und in Absprache mit dem Gemeinderat. «Der Preis wurde zum dritten Mal vergeben. Es bewarben sich 17 Feuerwehren. Entsprechend gross ist die Freude, dass wir ihn gewannen.» Zumal der Präsident des Feuerwehrverbandes die Ehrung mit viel Herzblut durchgeführt habe.
Funktioniert wie ein Verein
Hottinger betont, dass das Engagement der Gemeinde noch weit über die Zeitkompensation hinausgehe: «Benötigen wir neues Material, erhalten wir dazu die nötigen Finanzen durch den Gemeinderat problemlos.» Der Kommandant weiss aber auch, dass «seine» Feuerwehr im Dorf als eine Art Verein funktioniert. In diesem Sinne lebt und handelt die Mannschaft und hilft auch bei Anlässen aktiv mit, so etwa bei der Eiersuche und an Dorffesten. «Und wir dürfen uns bei diesen Dorfanlässen präsentieren», ist Marcel Hottinger dankbar. «Wir spielen eine wichtige Rolle im Zufiker Dorf leben.» Das habe aber auch einen grossen Eigennutz, gibt er zu. «Die meisten neuen Mannschaftsmitglieder rekrutieren wir an diesen Anlässen.»
Daniel Stark unterstreicht: «Mit einer guten Mannschaftsstärke stellen wir sicher, dass bei einem Ereignis genügend Leute vor Ort sind. Ist der Notfall unter der Woche, tragen wir als Gemeinde mit unseren Verwaltungsangestellten dazu bei, dass diese mit kurzen Wegen ihren Arbeitsplatz verlassen können.»