Wertvolle Unterstützung im Alltag
27.02.2026 Mutschellen, VereineArbeitsgruppe Altersfragen Mutschellen: Erfolgreiches Projekt «Länger dehei»
Hilfe beim Einkaufen, bei Haus- und Gartenarbeiten oder Fahrten zum Arzt und ins Spital: Freiwillige unterstützen ältere Menschen auf dem Mutschellen, damit diese ...
Arbeitsgruppe Altersfragen Mutschellen: Erfolgreiches Projekt «Länger dehei»
Hilfe beim Einkaufen, bei Haus- und Gartenarbeiten oder Fahrten zum Arzt und ins Spital: Freiwillige unterstützen ältere Menschen auf dem Mutschellen, damit diese möglichst lange daheim wohnen bleiben können. 1241-mal wurde dieses Angebot im letzten Jahr genutzt.
Es ist ein Grundbedürfnis von älteren Menschen, möglichst lange daheim wohnen bleiben zu können. Auch wenn die Kräfte nachlassen und Haus und Garten mehr und mehr zur Belastung werden. Vielfach unterstützen Familienmitglieder ihre betagten Angehörigen. Auch die Nachbarschaftshilfe funktioniert vielerorts noch. Und wenn nicht? Was, wenn das Beziehungsnetz nicht mehr eng geknüpft ist?
Hier kommt das Projekt «Länger dehei» zum Zug. Freiwillige gehen älteren Menschen gegen einen symbolischen Beitrag zur Hand. Sie verbringen Zeit mit älteren Menschen, begleiten sie auf Spaziergängen, helfen in Haus und Garten oder chauffieren sie zum Arzt, in die Apotheke oder zur Untersuchung in eine Klinik. Kurz: Die Freiwilligen helfen den Seniorinnen und Senioren, den Alltag in deren gewohnter Umgebung besser meistern zu können. Betreut und geleitet wird das Projekt von der Arbeitsgruppe für Altersfragen Mutschellen.
In vier Gemeinden im Einsatz
Seinen Anfang nahm das Projekt «Länger dehei» in Berikon. Inzwischen sind auch die Gemeinden Oberwil-Lieli, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen dazugestossen. 42 Frauen und Männer haben im letzten Jahr insgesamt 1241 Einsätze in allen vier Gemeinden geleistet. Am stärksten nachgefragt war der Fahrdienst, gefolgt von Hilfe im Haushalt und beim Einkaufen. Gleich danach folgen das Betreuen und das gemeinsame Verbringen von Zeit bei Gesprächen und Spielen.
Das Angebot ist äusserst niederschwellig. Wer Unterstützung benötigt, der meldet sich bei der Vermittlerin Daniela Böniger. Diese sucht nach Freiwilligen, welche den Auftrag übernehmen können, und stellt den Kontakt her. «Ich bin stolz, der Arbeitsgruppe vorstehen zu dürfen», sagte Präsident Otto Eggimann beim Jahresessen im Bürgisserhus in Berikon, zu dem die freiwilligen Dienstleistenden sowie die Mitglieder der Arbeitsgruppe eingeladen waren. «Ich bin zudem sehr dankbar, dass die vier politischen Gemeinden die Arbeitsgruppe finanziell unterstützen.» Die Gruppe gehe sehr sparsam mit dem Geld um. Das zeige sich auch darin, dass im letzten Jahr das Budget von 10 000 Franken nicht ausgeschöpft wurde; ausgegeben wurden 7531.80 Franken.
Nothilfekurs für Dienstleistende
Das Essen als kleines Dankeschön an die Freiwilligen für das wertvolle Engagement dient jeweils auch dem Gedankenaustausch. Aus diesem hervorgegangen ist der Wunsch nach einem Nothilfekurs. Ein solcher kommt nun zustande in Zusammenarbeit mit dem Medicalteam Mutschellen. Während drei Stunden erfahren die Teilnehmenden, wie man beispielsweise älteren Menschen beim Ein- und Aussteigen ins und aus dem Auto helfen kann oder was zu tun ist bei Bienen- oder Wespenstichen.
Der Kurs soll im kommenden Frühjahr im und vor dem Bürgisserhus stattfinden. Immer wieder diskutiert wird beim Gedankenaustausch auch die Frage, wie man die Menschen auf dem Mutschellen noch besser über das Projekt «Länger dehei» informieren kann. Einige Vorschläge, die beim Jahresessen vorgebracht wurden, wird die Arbeitsgruppe nun prüfen und falls möglich umsetzen. Dies aus der Überzeugung heraus, dass es noch viele Menschen auf dem Mutschellen gibt, die sich über eine niederschwellige Unterstützung freuen würden.
Wer mehr wissen möchte über die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Altersfragen Mutschellen oder wer das Projekt «Länger dehei» näher kennenlernen möchte, der findet alle Informationen im Internet unter www.altersfragen-mutschellen.ch. Auskunft erteilt auch die Gemeindeverwaltung am Wohnort. --red

