Schweizer Cup: Der Wohler schiesst den FC St. Gallen in den Cupfinal
Ein Tor versetzt die St.-Gallen-Fans in Ekstase und bringt die «Espen» in den ersehnten Cupfinal. Der Wohler Alessandro Vogt entscheidet die Partie gegen Yverdon in der 88. Minute – und ...
Schweizer Cup: Der Wohler schiesst den FC St. Gallen in den Cupfinal
Ein Tor versetzt die St.-Gallen-Fans in Ekstase und bringt die «Espen» in den ersehnten Cupfinal. Der Wohler Alessandro Vogt entscheidet die Partie gegen Yverdon in der 88. Minute – und träumt davon, vor seinem Abschied in der Ostschweiz noch einen Titel zu holen.
Die Hürde für den FC St. Gallen im Halbfinal hiess Yverdon aus der Challenge League. Und sie waren gewarnt, denn einen Tag zuvor scheiterten die Grasshoppers aus der Super League gegen ein Team aus der zweithöchsten Spielklasse (0:2 gegen Lausanne-Ouchy). Die St. Galler machen es besser. Lukas Görtler trifft nach 7 Minuten zur Führung für den FC St. Gallen.
Die Partie im Stade Municipal in Yverdon – unter der Leitung des Freiämter Schiedsrichters Fedayi San – war eine
Stunde lang geprägt von einem dominierenden FC St. Gallen voller Selbstvertrauen (das Team ist seit fast drei Monaten ungeschlagen). In der letzten halben Stunde ging die spielerische Linie aber etwas verloren, es wurde ein richtiger Cupfight. Und dann folgt in der 88. Minute die totale Gefühlsexplosion für den FC St. Gallen. Der Wohler Stürmer Alessandro Vogt trifft zum 2:0 und erlöst eine ganze Fussballregion. Damit sichert sich St. Gallen den Einzug in seinen dritten Cupfinal in den letzten sechs Jahren. Im Berner Wankdorf geht es am Pfingstsonntag, 24. Mai, gegen Stade Lausanne-Ouchy. Die Gelegenheit auf den Cupsieg scheint für den FCSG perfekt, um zum zweiten Mal nach 1969 den Cup zu gewinnen und die Negativserie von seither vier verlorenen Finals zu beenden.
Vogt, der in dieser Saison wettbewerbsübergreifend 18 Tore in 35 Spielen erzielt hat und im Sommer zu Hoffenheim in die Bundesliga wechselt, sagt nach dem Spiel gegenüber «20 Minuten»: «Mein grösstes Ziel mit St. Gallen ist es jetzt, diesen Cup endlich wieder zu gewinnen, bevor ich den Verein verlasse. Mit all diesen Fans nach Bern zu reisen – das wird einfach unglaublich.» Der Freiämter warnt schon jetzt: «Aber wir dürfen den Gegner im Final auf keinen Fall unterschätzen, auch wenn er in der Challenge League spielt.» Vogt will diesen Titel unbedingt. Damit würde er seine starke Saison krönen und sich in St. Gallen verewigen.
--spr/red