2. Liga: FC Küttigen – FC Muri 1:1 (1:1)
Leader Lenzburg hat am Wochenende nur unentschieden gespielt. Muri hätte deshalb mit einem Sieg erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernehmen können. Die Freiämter müssen ...
2. Liga: FC Küttigen – FC Muri 1:1 (1:1)
Leader Lenzburg hat am Wochenende nur unentschieden gespielt. Muri hätte deshalb mit einem Sieg erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernehmen können. Die Freiämter müssen allerdings mit einem stark dezimierten Team antreten. Mit einer mässigen Leistung holen sie nur ein 1:1.
Patrick Fischer
Muri startet schwungvoll in die Partie und taucht gefährlich vor dem Tor der Küttiger auf. Während das Heimteam die ersten beiden Angriffe klären kann, führt der dritte zur Führung für die Murianer. Nach einer ungenügenden Kopfballabwehr kommt der Ball in der 6. Minute zu Fidan Tafa. Er versenkt den Ball zum 0:1. Nach dem erfolgreichen Start bekunden die Gäste aber Mühe. Der Spielaufbau wirkt hektischer als üblich. Es gibt viele Missverständnisse und Ungenauigkeiten.
Ein Blick aufs Matchblatt offenbart, dass die Freiämter in Küttigen auf mehrere wichtige Spieler verzichten mussten. Mit Miguel Ferreira, Valentin Gashi und Muhamed Seferi fehlten vorne drei Kreativspieler. Hinten waren Belmin Mrkonja und Eltion Shabani abwesend. Tihomir Grabovica, der in den letzten Partien als Mittelstürmer glänzte, musste als zentraler Verteidiger ran. «Ja, wir waren heute schon ziemlich dünn besetzt», gibt Trainer Alain Schultz zu. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigt er sich dennoch zufrieden: «Spielerisch war das keine Glanzleistung und im letzten Drittel waren wir zu wenig konsequent. Aber die Jungs haben Leidenschaft gezeigt. Das ist das Wichtigste für mich. Wir nehmen den Punkt und bleiben in der Rückrunde ungeschlagen.»
Fehlende Ideen auf beiden Seiten
Nach der Gäste-Führung kommt es auf beiden Seiten zu Strafraumszenen. Zwingende Aktionen bleiben allerdings aus – bis Küttigen nach einer halben Stunde ausgleicht. «Da haben wir uns ungeschickt angestellt und dem Angreifer viel zu viel Zeit gelassen», sagt Schultz. Küttigen-Captain Julijan Todorovic kann im Strafraum den Ball annehmen, sich um die eigene Achse drehen und Goalie Alejandro Scheifele bezwingen. Danach flacht das Spiel ab. Die Mannschaften finden kein Rezept, um die gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Die Sturmspitzen werden mit langen Bällen gesucht. Die Präzision lässt zu wünschen übrig. Weder Nermin Saric noch Gentrim Uka können sich auf Murianer Seite in Szene setzen. Da die Defensive der Klosterdörfler um Simone Parente nichts anbrennen lässt, endet die Partie mit dem 1:1.
«Wir haben gewusst, dass es nicht einfach werden wird», sagt der Captain nach dem Spiel. «Mit drei gesperrten Spielern und den vielen Verletzten war das spielerische Niveau nicht mehr so hoch.» Parente bemängelt die Ideenlosigkeit auf dem Platz. Auch die fehlende Laufbereitschaft stösst dem Routinier sauer auf: «Es waren mehrere Faktoren, die sich heute summiert haben. Wir müssen das Resultat akzeptieren, den Punkt mitnehmen und es das nächste Mal wieder besser machen.» Muri ist in der Tabelle nun mit zwei Punkten Rückstand erster Verfolger des Spitzentrios Lenzburg, Baden II und Suhr. Das nächste Spiel bestreiten die Klosterdörfler am Sonntag zu Hause gegen den FC Wettingen (14.30 Uhr).