Sportliches Sommerfest
14.07.2026 Sport, Weitere SportartenReitsport: 24. Dressurtage auf der Fohlenweid in Bremgarten mit rund 150 Teilnehmern
Vier Tage lang verwandelte sich die Fohlenweid in Bremgarten in eine Bühne für Dressurprüfungen. Trotz leicht gesunkener Teilnehmerzahl zeigte sich das Team Rothenfluh ...
Reitsport: 24. Dressurtage auf der Fohlenweid in Bremgarten mit rund 150 Teilnehmern
Vier Tage lang verwandelte sich die Fohlenweid in Bremgarten in eine Bühne für Dressurprüfungen. Trotz leicht gesunkener Teilnehmerzahl zeigte sich das Team Rothenfluh zufrieden. Auch sportlich überzeugten die Gastgeber.
Josip Lasic
Die Sonne brennt, die Hitze liegt über der Fohlenweid. Im Schatten der Gartenwirtschaft geniessen die Besucher das schöne Wetter. Zwischen die Gespräche an den Tischen mischen sich das Schlagen von Hufen und Wiehern von Pferden. Im Dressurviereck messen sich die Reiter, hoffen auf gute Noten der Richter.
Zwischendurch leert sich die Festbeiz, die Besucher strömen zum Dressurviereck. Applaus und Jubel werden laut. «Dann kann man davon ausgehen, dass jemand von uns geritten ist», erzählt Susanne Gisler. Sie gehört zum Organisationskomitee, hat ein Pferd im Pensionsstall und unterstützt das Team Rothenfluh, rund um Mutter Alice und die Schwestern Susanne und Martina Rothenfluh, bei der Durchführung der Dressurtage. Sie selbst nahm nicht teil, doch einige andere Reiterinnen und Reiter, deren Pferde im Pensionsstall der Fohlenweid untergebracht sind, waren erfolgreich bei ihrem Heimwettkampf. Hannah Stotz aus Arni hat Rang 8 in der Prüfung 7 (Kategorie GA) geholt. «Sie ist unsere Juniorin», sagt Susanne Gisler. «Es war ihr erstes Turnier. Sie hatte grossen Plausch und hat das gut gemacht.» Lara Zürcher aus Zufikon konnte in der Prüfung 8 (Kategorie GA) den 4. Platz belegen und sich damit auch klassieren. Daneben starteten die Rothenfluh-Schwestern Susanne und Martina sowie Ramon Preite. «Er wohnt in Oberwil bei Zug, aber hat das Pferd bei uns.» Die Prüfung 5 (Kategorie L) konnte Martina Rothenfluh gewinnen. «Dieses Pferd ist ihre Nachwuchshoffnung», erklärt Gisler. Hinter ihr wurde Preite Zweiter. Rang 3 ging an Martina Rothenfluh mit ihrem zweiten Pferd. In der Prüfung 6 (Kategorie L) hiess die Siegerin erneut Martina Rothenfluh. Preite wurde Dritter. Susanne Rothenfluh belegte in der Prüfung 1 (Kategorie Jungpferde) den 5. Rang und konnte sich damit klassieren. Dazu holte sie Rang 2 in der Prüfung 10 (Kategorie M). «Martina und Susanne sind Profis genug, um die Organisation der Dressurtage zu stemmen und gleichzeitig sportlich zu glänzen», lobt Gisler.
Teilnehmerzahl ist kein Grund zur Panik
Der sportliche Erfolg tröstet das Team Rothenfluh über die geringere Teilnehmerzahl hinweg. Rund 20 Nennungen weniger als im Vorjahr verzeichneten sie. Woran der Teilnehmerrückgang liegt, können die Organisatoren nicht genau sagen. «Die Nennungen gehen in der ganzen Schweiz zurück», erklärt Gisler. «Vielleicht liegt es an der Vielzahl der Veranstaltungen oder am neuen Nennsystem des Pferdesportverbands.» Auf den Grand Prix, der in den vergangenen Jahren den Höhepunkt am Sonntagnachmittag bildete, verzichteten die Organisatoren diesmal. «Zuletzt hatten wir so wenige Nennungen, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnte», sagte Gisler. Die Organisatoren überlegen, wie sie künftig mehr Teilnehmer gewinnen können. Ein anderer Termin wäre eine Möglichkeit. Doch Martina Rothenfluh betont: «Das Wichtigste ist, mit den Leuten ein schönes Fest zu feiern. Das bleibt die Grundidee der Dressurtage. Solange wir das mit Unterstützung unseres Teams schaffen, machen wir weiter.» Ein Comeback des Grand Prix schliesst sie nicht aus: «Er liegt auf Eis, aber das heisst nicht, dass er nie wieder stattfindet.» Trotz weniger Teilnehmer wurde die Fohlenweid auch dieses Jahr zum Schauplatz eines sportlichen Sommerfests.


