Der Mutschälle Sprint war ein rundum gelungener Anlass mit über 350 Teilnehmenden Angefeuert von Eltern, Freunden und einem begeisterten Publikum lieferten sich Hunderte Kinder spannende Wettkämpfe auf der Burkertsmatt. Aber auch die Erwachsenen massen sich im Sprint. Am ...
Der Mutschälle Sprint war ein rundum gelungener Anlass mit über 350 Teilnehmenden Angefeuert von Eltern, Freunden und einem begeisterten Publikum lieferten sich Hunderte Kinder spannende Wettkämpfe auf der Burkertsmatt. Aber auch die Erwachsenen massen sich im Sprint. Am Benefizlauf wurde für den Küntener Bobpilot Nils Reich Einsatz gegeben.
Sabrina Salm
Bei herrlichem Wetter strömten Athletinnen, Athleten, Familien und Besuchende auf das Areal der Burkertsmatt. Über 350 Sprinterinnen und Sprinter gingen in den verschiedenen Kategorien an den Start. Zwischen Wettkampf, Marktständen, Foodtruck, Kinderschminken, Hüpfburg und Spielangeboten entstand jene besondere Atmosphäre, die den Anlass prägt. Auf die Jugendarbeit öffnete ihre Türen. «Der Mutschälle Sprint begeistert seit dem Jahr 2000 Generationen von Kindern und Jugendlichen», weiss OK-Präsident Ole Martin Rüegg. Er sorgte mit seinem Team für den gelungenen Generationenwechsel, denn als Organisatorin stand erstmals die Leichtathletik Mutschellen hinter dem Mutschälle Sprint. «Dass wir diesen Anlass vom TSV Berikon übernehmen durften, ist für uns ein Segen», sagte Rüegg. «Die Begeisterung für Bewegung, der faire Wettkampf und die Freude am eigenen Einsatz stehen weiterhin im Mittelpunkt.»
Vom Soft Ice angelockt
Besonders der Benefizlauf, in diesem Jahr für den Bobpiloten Nils Reich, stiess mit 39 Teilnehmenden, davon 8 Frauen und 31 Männer, auf erfreuliche Resonanz. Der 22-Jährige konnte verletzungsbedingt nicht selbst antreten. Für den Küntener sprang sein Anschieber Joshua Eichenberger ein. Für sportliche Highlights sorgten ausserdem die prominenten Überraschungsgäste Mario Aeberhard vom Bobteam Vogt (Olympia-Bronze in Milano Cortina), Leandros Manganas vom Bobteam Rohner sowie der Schweizer Leichtathlet und Sprinttrainer Andreas Baumann. Direkt aus dem Training im Letzigrund angereist, liessen sie sich, wie schmunzelnd erzählt wurde, mit der Aussicht auf ein Soft Ice anlocken. Das ausser Konkurrenz ausgetragene Duell entschied Aeberhard knapp für sich. Nils Reich verfolgte das Geschehen zwar nur von der Seitenlinie, zeigte sich aber tief bewegt. «Das ganze Drum und Dran macht diesen Anlass zu etwas ganz Besonderem», findet der Sohn von Bob-Legende Christian Reich. «Ich wäre natürlich gerne selber gesprintet. Dass das OK an mich gedacht hat und mich auf meinem Weg unterstützt, freut mich extrem.» Nach mehreren Rückschlägen wie Schulteroperation, drei gebrochenen Halswirbeln und zuletzt dem Bänderriss kämpft sich Reich erneut zurück. «Mental geht es mir gut. Verletzungen gehören leider dazu. Umso mehr motiviert mich so ein Tag», sagte der Nachwuchs-Bobpilot. Und er stellte bereits augenzwinkernd eine Rückkehr in Aussicht: «Vielleicht stehe ich nächstes Jahr selber am Start – und kann dann andere unterstützen.»
Für Rüegg war genau das die Botschaft dieses Tages: «Der Benefizlauf steht sinnbildlich für das, was unseren Anlass ausmacht – gemeinsam etwas bewegen. Nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich.» Und so blickt das Organisationskomitee auf einen sportlich erfolgreichen und stimmungsvollen Mutschälle Sprint 2026 zurück.