Spar-Schraube stark angezogen
10.02.2026 Büttikon, Region UnterfreiamtAusserordentliche Budget-«Gmeind» in Büttikon
Im November wies die Büttiker Stimmbevölkerung das Budget an der «Gmeind» zurück. Am 24. Februar nun wird über die überarbeitete Version entschieden. Diese sieht eine ...
Ausserordentliche Budget-«Gmeind» in Büttikon
Im November wies die Büttiker Stimmbevölkerung das Budget an der «Gmeind» zurück. Am 24. Februar nun wird über die überarbeitete Version entschieden. Diese sieht eine Erhöhung des Steuerfusses von 8 statt 15 Prozent vor.
Es betrifft alle. Die gesamte Bevölkerung, die Mitarbeitenden. Im überarbeiteten Budget wurden Kürzungen in allen Bereichen vorgenommen. Das Jahresendessen der Verwaltung zum Beispiel, das mit 2700 Franken ursprünglich vorgesehen war. Unter anderem der Apéro nach der Gemeindeversammlung von 2300 Franken, die Gutscheine der Jubilare für 2000 Franken, die Möblierung im Gemeindehaus für 10 000 Franken, die Lohnerhöhung für die gesamte Verwaltung und Hauswartung von total 7500 Franken, Beiträge an den Kapellenverein und andere Vereine von je 3000 Franken, der Beitrag an den Seniorenausflug von 3000 Franken, geplanter Unterhalt an Strassen von 32 000 Franken. Hinzu kommen Einsparungen bei der Schule von 24 800 Franken. 165 620 Franken stehen als Total der Einsparungen und Mehrerträge gegenüber dem ursprünglichen Budget zu Buche.
Weil es in den Bereichen Pflegefinanzierung und Materielle Hilfe zu Mehraufwänden kommt, resultieren netto Einsparungen von 87 120 Franken.
«Gestrichen, optimiert, gekürzt»
Den Steuerfuss um 15 Prozent auf 111 Prozent erhöhen, das schlug der Gemeinderat an der «Gmeind» im November vor. Die Argumente: das bestehende Vermögen nicht weiter durch negative Ergebnisse aus der Erfolgsrechnung abbauen und um künftig anstehende Investitionen möglichst lange selbst finanzieren zu können. Das hiess die Bevölkerung nicht gut. Entsprechend hat der Gemeinderat das Budget nun überarbeitet, «nicht zwingend notwendige Ausgaben gestrichen, optimiert oder gekürzt». Neu schlägt er eine Erhöhung des Steuerfusses um 8 Prozent auf 104 Prozent vor. In der Broschüre zur «Gmeind» hält er fest: «Für die Steuerpflichtigen ergibt sich dadurch keine Mehrbelastung, da der Kantonssteuerfuss ab 2026 um acht Prozent gesenkt wird.» Das neue Budget weist einen Aufwandüberschuss von 96 500 Franken aus. Die laufenden Kosten können also nicht vollständig gedeckt werden. Darum betont der Gemeinderat: «Bei gleichbleibenden Kosten und zunehmender Investitionstätigkeit wird eine weitere Steuerfussanpassung unumgänglich sein.»
2025 schliesst wohl positiv ab
Der Gemeinderat weist aber auch darauf hin, dass der Rechnungsabschluss des letzten Jahres voraussichtlich besser ausfalle als budgetiert. Einmalige Einnahmen aus Sondersteuern seien der Grund dafür, sowie bereits eingeleitete Sparmassnahmen. Es werde mit einem geringen Ertragsüberschuss gerechnet – die definitiven Abschlusszahlen werden an der «Gmeind» im Juni vorgelegt.
Und natürlich erwähnt der Gemeinderat auch die Schulraumerweiterung. Diese war an der «Gmeind» im November ebenfalls zurückgewiesen worden. Wie es der Auftrag der Stimmbevölkerung war, werde eine Baukommission einberufen. «Für die Finanzplanung wurde vorläuft mit geschätzten Investitionskosten von 3,5 Millionen Franken gerechnet. Sobald die Baukommission die Kosten konkret ausgearbeitet hat, wird dieser Betrag für die weitere finanzielle Planung entsprechend angepasst.» --ake
Die Traktanden
Die ausserordentliche Einwohnergemeindeversammlung findet am Dienstag, 24. Februar, 19.30 Uhr, in der Turnhalle des Schulhauses Boll statt. Das sind die Traktanden: 1. Protokoll. – 2. Budget mit einem Steuerfuss von 104 Prozent. – 3. Verschiedenes.
