Pius Fischbach lädt zur Vernissage und Ausstellung der neuen Werke von Carmela Inauen
Die Galerie am Bogen präsentiert ab morgen Samstag über 30 neue Bilder der renommierten Künstlerin. Die Tier- und Landschaftsbilder aus dem Appenzell wecken Schweizer ...
Pius Fischbach lädt zur Vernissage und Ausstellung der neuen Werke von Carmela Inauen
Die Galerie am Bogen präsentiert ab morgen Samstag über 30 neue Bilder der renommierten Künstlerin. Die Tier- und Landschaftsbilder aus dem Appenzell wecken Schweizer Heimatgefühle – finden aber auch ausserhalb der Landesgrenzen grossen Anklang.
Marco Huwyler
Schafe, Kühe und Geissli dominieren in diesen Tagen die Galerie am Bogen. Wie meistens zu dieser Jahreszeit. Seit 17 Jahren schon stellt die Künstlerin Carmela Inauen ihre Werke aus dem Appenzell beim Bremgarter Pius Fischbach aus – schweizweit exklusiv. «Darauf bin ich schon ein wenig stolz», lächelt der 75-Jährige. «Zumal sie in meinen Augen immer besser wird. Ich bin jedes Mal von Neuem begeistert, wenn ich die neuen Bilder sehe.»
Fischbach hatte die Künstlerin einst per Zufall während eines Urlaubs entdeckt und kontaktiert. Daraus entstand sowohl eine florierende Geschäftsbeziehung als auch eine Freundschaft. Neben Rolf Knie stellt niemand so lange schon seine Werke bei Fischbach aus wie Inauen. «Die Entwicklung in all diesen Jahren war eindrücklich – obwohl sie am Anfang schon super war», findet der Galerist. Im Verlaufe der Jahre ist auch eine breite Öffentlichkeit auf die Malerin aufmerksam geworden, die ihre Werke ursprünglich auf Jutesäcke malte. Viele nationale Medien haben ihr schon Beiträge gewidmet. Sie erschien in einer Doku-Reihe des deutschen Senders «3sat». Ausstellungen im Ausland führten sie nach Wien oder Shanghai.
Lebendige «Models»
Es sind jedes Jahr grösstenteils neue Bilder, die bei Fischbach in November ausgestellt werden. «Das ist vor allem ihrem Erfolg geschuldet – das meiste ist bald verkauft.» Inauen und Fischbach müssen jeweils sogar schauen, dass genügend Werke für eine Vernissage «auf Lager» sind. «Deshalb malt sie in der zweiten Jahreshälfte eigentlich exklusiv auf diese Ausstellung hin und gibt keine aktuellen Werke mehr in fremde Hände», sagt Fischbach.
Entstanden ist so heuer wieder mal ein stimmiges Sammelsurium von Werken, das einen an die heile Schweizer Welt aus helvetischen Kinderbuch-Klassikern, wie Schellen-Ursli oder Heidi erinnert. Trotzdem kommt der Malstil von Inauen nicht altbacken daher, sondern wirkt lebendig und ausdrucksstark – was daran liegen dürfte, dass sich die Künstlerin real existierende Motive resp. «Models» sucht. Viele der porträtierten Kühe studierte und beobachtete sie tagelang und kennt sie und ihre Eigenarten genau. Wenn sie dann eine besonders ausdrucksstarke Position findet, hält sie sie mit ihrem ganz besonderen Stil malerisch fest.
Künstlerin anwesend
Rund 200 Besucher erwartet Fischbach während seiner zweimal dreitägigen Ausstellung von Inauens Werken vom 18. bis 26. November. Die Vernissage findet diesen Sonntag, 19. November, um 13 Uhr statt. Carmela Inauen ist dabei wie immer persönlich zugegen. «Nun hoffe ich nur noch, dass auch das Wetter mitspielt, damit wir uns nicht ausschliesslich im Innern zuprosten müssen», lächelt Fischbach, der, wenn möglich, jeweils ein kleines Zelt vor seiner Galerie installiert. «Ich freue mich richtig auf die nächsten beiden Wochenenden.»
Ausstellung von Carmela Inauen bei «Art Pius Fischbach», Am Bogen 6, Bremgarten, vom 18. bis 26. November. Öffnungszeiten: Freitag von 16 bis 18 Uhr, Samstag, 10 bis 13 Uhr, Sonntag, 13 bis 16 Uhr. Weitere Infos: www.art-fischbach.ch.