Reusslauf mit Rückblick und erstem Ausblick
Die 42. Ausgabe des Bremgarter Reusslaufs ist Geschichte. OK-Chef Stephan Gut und sein Team beginnen bereits mit der Auswertung. Und nach einer kurzen Pause starten die Vorbereitungen für das nächste Jahr. ...
Reusslauf mit Rückblick und erstem Ausblick
Die 42. Ausgabe des Bremgarter Reusslaufs ist Geschichte. OK-Chef Stephan Gut und sein Team beginnen bereits mit der Auswertung. Und nach einer kurzen Pause starten die Vorbereitungen für das nächste Jahr.
Das erste Fazit von Stephan Gut während des Reusslaufs war durchwegs positiv. Nachdem der Anlass zu Ende war und ein paar Tage vergangen sind, hat sich kaum etwas am Eindruck geändert. Unfälle oder irgendwelche sonstigen Vorfälle, die das Gesamtbild hätten trüben können, haben sich nicht mehr ereignet. Die Feedbacks, die bei den Veranstaltern eingegangen sind, waren grösstenteils positiv.
Eine wichtige Neuerung war die Nutzung des Reussbrückesaals für die Startnummernausgabe, den Infostand und das Wertsachendepot. Früher befanden sich diese im Festzelt. «Logistisch war das eine enorme Entlastung und hat den Stress bei der Startnummernausgabe reduziert», erklärt Gut. Das Festzelt diente nur noch als Festwirtschaft. Auch dort gab es Optimierungen: Essen wurde nicht mehr an der Essensausgabe bezahlt, sondern an einem separaten Kassenstand. Dort kauften die Besucher Essens- und Getränkebons, die sie dann einlösten. Dies verlief effizienter als in den Vorjahren. Dennoch fielen den Veranstaltern weitere Verbesserungsmöglichkeiten auf. «Mir ist eine lange Warteschlange bei der Essensausgabe aufgefallen. Man kann Wartezeiten nie ganz vermeiden, aber die Schlange war mir zu lang.» Kurz nach dem Mittag endeten die Läufe der Kinder und Familien. «Es ist nur eine Kleinigkeit, aber Kinder lieben Pommes frites. Wenn alle für eine Bratwurst oder ein Risotto am gleichen Ort anstehen, dauert alles länger. Nächstes Jahr gibt es eine eigene Schlange für Pommes frites. Dann ist das Problem gelöst.» Das ist zwar nur ein Detail. Es zeigt aber, wie genau das OK-Team darauf achtet, das Erlebnis für Teilnehmer und Besucher zu verbessern.
Nicht auf Rekordjagd
Ende März hält das OK-Team eine Abschlusssitzung ab, um Eindrücke und Feedbacks zu sammeln und ein Gesamtfazit zu ziehen. Danach gönnt sich Gut eine kurze Auszeit, bevor die Planung für die nächste Ausgabe beginnt. «Ich denke ständig darüber nach, was sich verbessern lässt, und bin auch bei der Sponsorensuche fast durchgehend aktiv.» Eine erfolgreiche Neuerung der letzten Jahre war die Einführung des Halbmarathons, der sich schnell etablierte. Ist er der Grund für den Anstieg der Teilnehmerzahlen? In diesem Jahr waren über 3600 Läufer dabei, so viele wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. «Das liegt nicht nur am Halbmarathon. Anfang der 2010er-Jahre hatten wir teilweise über 4000 Anmeldungen», erklärt Gut. «Ein Wechsel des Anbieters für die Zeitmessung führte zu einem vorübergehenden Rückgang der Teilnehmerzahlen. Zudem gab es ein allgemeines Tief in der Schweizer Laufszene und dann kam Covid. Jetzt stabilisiert sich alles wieder.»
Die Einführung des Halbmarathons hat jedoch zum Aufschwung beigetragen. «Ich wurde oft gewarnt, dass der Halbmarathon dem 10-km-Lauf Teilnehmer wegnehmen könnte. Mein Eindruck ist jedoch, dass Halbmarathon-Läufer, die sich am Tag des Laufs nicht fit fühlen, die kürzere 10-km-Distanz wählen. Wir bieten den Läufern mehr Möglichkeiten. Unser Ziel ist nicht die Jagd nach Teilnehmerrekorden», betont Gut.
Das OK-Team wird weiterhin daran arbeiten, den Reusslauf angenehmer für alle Beteiligten zu gestalten. Je besser der Lauf bei Läufern und Besuchern ankommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmerzahlen weiter steigen. --jl