2. Liga: Der FC Muri besiegt den FC Mutschellen im Derby mit 3:1 (1:1) – Die Saisonbilanzen sind unterschiedlich
Der FC Muri revanchiert sich bei Mutschellen für die Pleite im Cup-Halbfinal. Die Klosterdörfler sichern sich den Vize-Meister-Titel und ...
2. Liga: Der FC Muri besiegt den FC Mutschellen im Derby mit 3:1 (1:1) – Die Saisonbilanzen sind unterschiedlich
Der FC Muri revanchiert sich bei Mutschellen für die Pleite im Cup-Halbfinal. Die Klosterdörfler sichern sich den Vize-Meister-Titel und wollen in der neuen Saison voll angreifen. Die Mutscheller blicken auf eine durchzogene Spielzeit zurück.
Patrick Fischer
Die erste Halbzeit war richtig toll. Die beiden absoluten Höhepunkte: Mutschellens Gianluca Sforza trifft in der 19. Minute per Kopf zum 0:1. Die Murianer Antwort: Gentrim Uka erzielt in der 33. Minute nach herrlichem Solo und einem Schlenzer ins Lattenkreuz das 1:1. Der Spielfluss wird selten unterbrochen, es gibt viele Strafraumszenen. Im zweiten Durchgang wird die Partie intensiver, die Zweikämpfe härter. Nach rund einer Stunde muss der Schiedsrichter durchgreifen und verteilt drei Gelbe Karten innert sieben Minuten. «Das Spiel war wichtig für uns, weil wir diesen zweiten Platz unbedingt erreichen wollten», erklärt Muri-Trainer Alain Schultz das grosse Engagement seines Teams.
Doppelschlag von Tafa, Fazit von Schultz
Muri war in Halbzeit eins noch zu ungenau. Doch in den zweiten 45 Minuten sorgen die Klosterdörfler für die Entscheidung. Fidan Tafa trifft in der 56. und 59. Minute zum 3:1 für Muri. Zuerst reagiert Tafa nach einem verlängerten Eckball am schnellsten und spitzelt die Kugel ins Tor. Dann wird Devin Weibel von Miguel Ferreira herrlich am rechten Flügel lanciert, und seine präzise Hereingabe verwertet Tafa souverän zum 3:1. Es folgen weitere gute Chancen, und die Gegenwehr der Gäste liess jetzt merklich nach. «Leider haben wir nach dem Doppelschlag den Sack nicht zugemacht. Aber der letzte Eindruck bleibt – mit einem Sieg die Saison zu beenden, ist immer besser. Und die Revanche für das Cup-out ist uns ebenfalls geglückt», so Schultz.
Überhaupt zieht er eine positive Saisonbilanz und blickt bereits optimistisch in die Zukunft: «Wir wollten in die Top 4, das ist uns gelungen.» Aber: «Leider hatten wir in den wichtigen Phasen der Meisterschaft immer zu viele Absenzen, sonst hätten wir es ganz nach vorne schaffen können», sagt er weiter. Damit das in der kommenden Saison nicht mehr passiert, wollen die Murianer personell aufrüsten und den Kader weiter verbreitern. Der Kern der Mannschaft bleibt (gemäss Schultz) zusammen, sodass der FC Muri in der kommenden Spielzeit sicher zu den Favoriten zählen wird.
Mutscheller sind nur bedingt zufrieden
Etwas anders sieht die Situation beim FC Mutschellen aus, wie Präsident Pietro Bascio zu berichten weiss: «Wir hatten heute viele abwesende Spieler, haben es aber phasenweise trotzdem gut gemacht. Es war eine gute, ausgeglichene Partie, in der es um nicht mehr allzu viel gegangen ist.» Mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft ist er nur bedingt zufrieden: «Das Team hat viel mehr Potenzial, als dieser 8. Schlussrang aussagt. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, ein tolles Trainingslager in Spanien und auch eine ansprechende Vorrunde gespielt. Leider lief es nach der Winterpause nicht mehr so gut. Wir haben zu oft nur unentschieden gespielt oder gar unnötig verloren», beurteilt Bascio das Abschneiden der Mutscheller. Einige Spieler werden nun aufhören, bei einigen ist die Zukunft noch offen. «Wir werden wieder eigene Junioren einbauen und es kommen auch ein paar Spieler zurück. Das Team wird nächste Saison ein anderes Gesicht haben.» Es soll ein besseres Gesicht sein.