Remis im Verfolgerduell
03.02.2026 Sport, Handball1. Liga, Gruppe 2: TV Muri – SG Horgen/Wädenswil 26:26 (14:16)
Nach einer hochspannenden Schlussphase sichert sich der TV Muri gegen die SG Horgen/ Wädenswil einen verdienten Punkt. Als es nach der Pause eng wurde, warf Muri seine Heimstärke in die ...
1. Liga, Gruppe 2: TV Muri – SG Horgen/Wädenswil 26:26 (14:16)
Nach einer hochspannenden Schlussphase sichert sich der TV Muri gegen die SG Horgen/ Wädenswil einen verdienten Punkt. Als es nach der Pause eng wurde, warf Muri seine Heimstärke in die Waagschale. Bei den Freiämtern überzeugten mit Torhüter Jul Baeriswyl und Siebenmeterschütze Levi Wey zwei 20-Jährige.
Sie prügelten, was das Zeug hielt. Die elf Zwei-Minuten-Strafen, die rote Karte und die acht Siebenmeter, die gegen die Gäste aus dem Kanton Zürich gepfiffen wurden, sprechen eine deutliche Sprache. Der TV Muri liess sich im Heimspiel gegen die SG Horgen/Wädenswil dadurch aber nur kurz nach der Pause aus der Fassung bringen. In dieser Phase schienen sich die weit routinierteren und mit einigen ehemaligen Nationalliga-B-Spielern bestückten Zürcher endgültig abzusetzen.
Nach 33 Minuten lag Muri mit vier Treffern hinten. Die Freiämter liessen sich davon jedoch nicht irritieren und konterten mit derselben Taktik. Und siehe da. Acht Minuten später, in der 41. Minute, glich Noel Angehrn den Spielstand aus. «Nach dem Rückstand haben wir viel Moral gezeigt, aber nicht konsequent genug nachgesetzt», sagt Muri-Trainer Björn Navarin.
Nur zehn Gegentore nach der Pause
Nach dem Ausgleich ging es drunter und drüber. Bei Muri lief Torhüter Jul Baeriswyl zur Hochform auf. Er hielt bis zum Schluss 38 Prozent der Schüsse, die auf sein Tor kamen.
Neben ihm liess auch die Verteidigung der Gastgeber nicht mehr viel zu. Grossen Anteil daran hat Lukas Schwenkfelder, der seine Physis in die Waagschale warf. Mit seiner Körpersprache riss er seine Teamkollegen mit. In der Tat kassierten die Klosterdörfler nach der Pause nur noch zehn Gegentore. Die Partie kippte hin und her und war an Spannung kaum mehr zu überbieten.
Ein Augenschmaus waren die letzten 20 Minuten aber nicht. Viel eher ein Kampf auf Biegen und Brechen. Technische Fehler und Fehlwürfe reihten sich auf beiden Seiten aneinander. Hinzu kam, dass die Murianer während des gesamten Spiels gleich sechsmal die Torumrandung trafen.
Levi Wey mit Nerven aus Stahl
Angepeitscht vom lautstarken Publikum in der Bachmattenhallte liess sich Muri von der harten Gangart der Zürcher aber nicht beeindrucken. Levi Wey bewies in dieser Phase Nerven wie Stahl. Er verwertete alle vier zugesprochenen Siebenmeter nach der Pause. Den entscheidenden zum 26:26-Schlussresultat erzielte er in der 59. Minute per Nachschuss.
In der hektischen Schlussphase hatten beide Teams Chancen zum Sieg. Zwischen der 50. Minute und dem Schlusspfiff fielen jedoch nur noch fünf Tore. Muri lief in diesen zehn Minuten immer einem Rückstand hinterher.
Beinahe wäre den Freiämtern in den Schlusssekunden noch der Siegtreffer in das leere gegnerische Tor gelungen. Ein kurzes Zögern und eine spektakuläre Abwehraktion eines Gästespielers verhinderten aber dieses Szenario. «Mit diesem Punkt kann ich leben. Ein Sieg wäre aber möglich gewesen», sagt Björn Navarin. Man sei weiter auf einem guten Weg. Das Team entwickle sich positiv. Wichtig sei es, dass man sich an die Abläufe halte, wenn es darauf ankomme, ergänzt der Trainer.
Der TV Muri bleibt damit auf Rang 3 der Tabelle. Die Freiämter haben nach wie vor drei Punkte Vorsprung auf die SG Horgen/Wädenswil und eine Partie weniger absolviert als die Zürcher. Am nächsten Sonntag, 19.30 Uhr, treffen die Murianer auf die SG HSC Suhr Aarau II. Der Aargauer Kantonsrivale liegt sieben Zähler hinter Muri auf Rang 8. Trotzdem haben die Klosterdörfler mit dem Gegner noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel wurde mit 27:35 verloren. --tvm

