Rekordhoher Ertragsüberschuss
20.03.2026 Eggenwil, Region BremgartenErfreulicher Rechnungsabschluss der Gemeinde Eggenwil
Die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde schloss um rund 587 000 Franken besser ab als budgetiert. Der Ertragsüberschuss – nach Verbuchung der gekürzten Entnahme aus den Aufwertungsreserven von rund 81 000 ...
Erfreulicher Rechnungsabschluss der Gemeinde Eggenwil
Die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde schloss um rund 587 000 Franken besser ab als budgetiert. Der Ertragsüberschuss – nach Verbuchung der gekürzten Entnahme aus den Aufwertungsreserven von rund 81 000 Franken (Vorjahr: rund 83 000 Franken) – belief sich auf rekordhohe rund 3.882 Millionen Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 3.295 Millionen Franken. Dieses Ergebnis ergab sich insbesondere aufgrund des Verkaufs des Elektrizitätswerks Eggenwil an die AEW Energie AG per 1. Januar 2025 zu 3,2 Millionen Franken, gestützt auf den Entscheid der Gemeindeversammlung vom 22. November 2024. Aus dem Verkauf resultierte letztendlich ein Gewinn von rund 3.536 Millioenn Franken. Aber auch der solide Steuerabschluss 2025 trug zum ausgezeichneten Rechnungsabschluss bei. Mit 3,391 Millionen Franken lag der Nettogemeindesteuerertrag 2025 um 289 136 Franken oder 9,3 Prozent über dem Budget.
Ebenfalls erfreulich fielen die Investitionsausgaben der Einwohnergemeinde mit rund 292 000 Franken um rund 78 000 Franken tiefer aus als erwartet. Bei den Investitionseinnahmen konnte anstelle der budgetierten 250 000 Franken eine Gutschrift in Höhe von 340 000 Franken verbucht werden. So hatte sich das Bundesamt für Rüstung Armasuisse auf Anfrage der Gemeindebehörde bereit erklärt, sich an den Kosten für das mit 850 000 Franken veranschlagte Strassenbauprojekt «Ausbau und Sanierung Kirchrainstrasse» mit einem substanziellen Betrag über 340 000 Franken zu beteiligen. Dies aufgrund des Umstands, dass die Kirchrainstrasse auch der Schweizer Armee als Zu- und Wegfahrt ab der Kantonsstrasse via Wehrweidliweg zur militärischen Reuss-Übersetzstelle Eggenwil dient.
Eigenkapital gestiegen
Die Selbstfinanzierung belief sich auf rund 4.122 Millionen Franken. Der Finanzierungsüberschuss betrug rund 4.17 Millionen Franken. Das Budget rechnete mit einem Überschuss von rund 3.415 Millioen Franken. Als besonders positive Konsequenz entwickelte sich aus der Nettoschuld der Einwohnergemeinde per Ende 2024 über 3,54 Millionen Franken nun zum Ende des vergangenen Jahres hin ein Nettovermögen von rund 627000 Franken respektive pro Einwohnerin und Einwohner ein Vermögen über 586 Franken anstatt zuvor einer Schuld von 3356 Franken.
Per Ende Dezember 2024 bestanden analog des Vorjahres noch Darlehen über 4,5 Millionen Franken bei zwei anderen aargauischen Gemeinden. Im vergangenen Jahr konnte nun wie geplant die grosse Anleihe über 3,5 Millionen Franken zurückbezahlt werden. Damit besteht derzeit noch eine zu gegenwärtig 0,25 Prozent verzinste Schuld über eine Million Franken gegenüber einer anderen Kommune im Bezirk Bremgarten. Das konsolidierte Eigenkapital (inklusive Spezialfinanzierungen) ist infolge des Finanzierungsüberschusses im vergangenen Jahr von 17,37 auf 18,91 Millionen Franken angestiegen. Die im vergangenen Jahr noch vier gebührenfinanzierten Gemeindewerke respektive Eigenwirtschaftsbetriebe wiesen per Ende 2025 zusammenfassend folgende Ergebnisse auf: Das Wasserwerk schloss mit einem Ertragsüberschuss von rund 11 000 Franken. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf rund 7000 Franken. Folglich sank die Nettoschuld auf rund 497 000 Franken. Die Abwasserbeseitigung verzeichnete einen Aufwandüberschuss von rund 56 000 Franken. Die Investitionsausgaben konnten mit den Investitionseinnahmen gedeckt werden. Die Selbstfinanzierung fiel jedoch negativ mit rund 40 000 Franken aus. Einzig aufgrund der eingenommenen hohen Anschlussgebühren resultierte ein Finanzierungsüberschuss in Höhe von rund 60 000 Franken. Damit erhöhte sich das Nettovermögen der Abwasserbeseitigung per Ende 2025 auf rund 606 000 Franken. Die Abfallwirtschaft schloss leicht im Plus. Die Erfolgsrechnung verbuchte einen Ertragsüberschuss von rund 6000 Franken. Das Nettovermögen der Abfallwirtschaft belief sich per Jahresende auf rund 193 000 Franken. Das Elektrizitätswerk (Elektra) ging Anfang 2025 an die AEW Energie AG über. Zum Verkaufspreis von 3,2 Millionen Franken kam die mit der Gemeindebehörde zusätzlich vereinbarte Entschädigung über rund 246 000 Franken für die durch die Gemeinde bereits getätigten Investitionsausgaben 2024 hinzu. Die Elektra Eggenwil wies zum Zeitpunkt der Veräusserung in der Bilanz respektive Anlagebuchhaltung von rund 2.07 Millionen Franken auf. Folglich ergab sich aus dem Verkauf ein Buchgewinn von rund 1.376 Millioenn Franken.--gk
