Reggae in seiner ganzen Pracht
05.06.2026 Oberlunkhofen, KelleramtDer Oberlunkhofer Remo Hagenbuch lanciert einen neuen Anlass im Freiamt
Der Start ist in der Bleichi in Wohlen. Das Fernziel ist ein Open-Air-Festival. Am 24. Juli ab 19 Uhr findet das «Sabdariffa» erstmals statt. Ein Anlass, an dem die Reggae-Musik, das ...
Der Oberlunkhofer Remo Hagenbuch lanciert einen neuen Anlass im Freiamt
Der Start ist in der Bleichi in Wohlen. Das Fernziel ist ein Open-Air-Festival. Am 24. Juli ab 19 Uhr findet das «Sabdariffa» erstmals statt. Ein Anlass, an dem die Reggae-Musik, das Miteinander und der Sommer gefeiert werden. Lanciert von Remo Hagenbuch, ist ein vierköpfiges Team am Organisieren.
Annemarie Keusch
Und jetzt? Diese Frage habe er sich wenige Tage nach der Abgabe seiner Masterarbeit gestellt. Remo Hagenbuchs Antwort: «Ich organisiere ein Reggae-Festival.» Dieser Musikstil hat es ihm schon lange angetan. Als «Grisli» und als Mitglied von «Tan Pickney» ist er selber Reggae-Künstler. «Mal selber etwas auf die Beine stellen, unabhängig sein», das sagt Hagenbuch zu den Beweggründen, ein eigenes Festival auf die Beine zu stellen. Wobei, ein richtiges Festival ist es bei der ersten Durchführung nicht. Der Anlass findet an einem Abend statt, und zwar in der Bleichi in Wohlen. «Ich warnte davor, gleich einen Open-Air-Event zu organisieren», sagt David Meier von Spectrum Event, der Villmerger Eventmanagement-Firma. Dank der Überseh-Bar lernten sich die Verantwortlichen von Spectrum Event und Remo Hagenbuch einst kennen. Nun arbeiten Raphael Kull und David Meier mit, damit der Reggae-Event zum Erfolg wird.
Er sei mit dieser Musik aufgewachsen, betont Meier dabei. «Reggae geht immer.» Anlässe mitzuorganisieren auch. So sagten er und Kull spontan zu, als sie von Remo Hagenbuchs Idee hörten. Aber eben, sie warnten auch. «Die erste Durchführung und dann gleich draussen – das ist ein grosses Risiko», weiss David Meier. Wegen des Wetters, wegen des grossen Aufwands für die Infrastruktur.
Geografisch ideal gelegen
Das alles ist in der Bleichi einfacher. «Ein guter Ort für den Start», sagt auch Remo Hagenbuch. Er glaubt fest daran, dass ein Reggae-Festival auch im Freiamt, in einer ländlichen Region funktionieren kann. «Auch weil das Freiamt geografisch so gut gelegen ist», ist er überzeugt. Und speziell, weil im Sommer auch der Aussenbereich hinter der Bleichi in Wohlen zur Verfügung stehen wird. «Ein bisschen Open-Air-Stimmung gibt es also», sagt Hagenbuch und lacht.
Dass er selber einen solch grossen Anlass organisiert, ist für Remo Hagenbuch eine Premiere. Das Team hat ebenfalls noch nie in dieser Konstellation zusammengearbeitet. Dazu gehört auch Ena Burger. «Sie ist eine meiner Mitbewohnerinnen», sagt der Oberlunkhofer. Seit rund einem Jahr lebt sie in Hagenbuchs WG. «In dieser Zeit habe ich die Liebe zum Reggae entdeckt. In unseren vier Wänden läuft diese Musik quasi nonstop», sagt sie und lacht.
Collie Herb als Headliner
Ena Burger war es auch, die den Namen «Sabdariffa» entwickelte. «Alle coolen Reggae-Begriffe sind schon mit anderen Festivals verbunden», erklärt sie. «Sabdariffa» sei die Bezeichnung für jamaikanischen Hibiskus. Die Flyer-Gestaltung mit den Blumen liegt folglich auf der Hand. «Das passt. Wir wollen die Musik, das Miteinander und den Sommer feiern», sagt Ena Burger. Das tun die Organisatoren mit verschiedenen Sängern und Bands. Unter anderem ist mit Collie Herb und seiner Band «The Mighty Roots» ein Schweizer Reggae-Schwergewicht zu Gast. Hinzu kommen viele weitere. «‹Joesai› zum Beispiel ist in Indonesien eine grosse Nummer, aber in der Schweiz bisher noch kaum bekannt», erzählt Remo Hagenbuch.
Präsentiert werde an diesem Abend Reggae-Musik in ihrer ganzen Vielfalt. «Eine Band tritt mit sieben unterschiedlichen Sängern auf. Wir wollen zeigen, wie unterschiedlich dieses Genre sein kann.» Ab Mitternacht treten DJs auf. Die Bewilligung, das Fest bis um 4 Uhr weiterzuziehen, ist mittlerweile da. Ergänzt wird das musikalische Programm durch einen Foodtruck und vielfältige Drinks.
Noch bis Sonntag günstigere Tickets
Remo Hagenbuch tritt dabei als Organisator, aber auch als auftretender Musiker in Erscheinung. «Ja, das ist sicher speziell», sagt er. Speziell und intensiv. «Das geht nur dank der grossen Unterstützung.» Der drei anderen in der Organisation, aber auch des ganzen Umfelds. «Allein wäre ein solches Projekt sowieso nicht stemmbar.» Zumal es nach dem ersten Festival nicht zu Ende sein soll. «Ja, es ist geplant, diesen Anlass jährlich durchzuführen», betont Remo Hagenbuch. Das Fernziel bleibt dabei ein Open-Air-Festival. «Zuerst fangen wir jetzt aber einmal an und hoffen, dass unser Event ankommt.» Auf rund 200 Besucherinnen und Besucher hoffen die Organisatoren. «Mehr wäre natürlich schön. Bei 350 ist ausverkauft», sagt David Meier und lacht. Der Vorverkauf ist offen, noch bis am Sonntag, 7. Juni, können günstigere Early-Bird-Tickets erworben werden.
Die Vorfreude ist bei den Organisatoren deutlich spürbar. «Es ist schön, wenn es solche Anlässe gibt in unserer Region», sagt David Meier. «Wir hoffen, dass auch einige Leute aus dem Freiamt kommen», ergänzt Remo Hagenbuch. Willkommen seien natürlich alle – von Jung bis Alt, von Reggae-Fans bis Neulinge. «Es wird sicher ein einzigartiger Abend, wo der Sommer, das Miteinander und die Musik so richtig gefeiert werden.»
Tickets: www.eventfrog.ch, Stichwort: Sabdariffa.

