Oase im Alltag – auch in Zukunft
19.06.2026 Bremgarten«Zäme ässe» lebt weiter dank Freiwilligenarbeit
Seit mittlerweile vier Jahren lädt der Pastoralraum, unterstützt von vielen Freiwilligen, zweimal monatlich zum gemeinschaftlichen Mahl für alle, die mögen. Nun war es wieder mal an ...
«Zäme ässe» lebt weiter dank Freiwilligenarbeit
Seit mittlerweile vier Jahren lädt der Pastoralraum, unterstützt von vielen Freiwilligen, zweimal monatlich zum gemeinschaftlichen Mahl für alle, die mögen. Nun war es wieder mal an der Zeit, Danke zu sagen.
Das Projekt «Zäme ässe» wurde vor nunmehr vier Jahren ins Leben gerufen. Konkret fand die erste Sitzung dafür am 6. Mai 2022 statt. Das erste Essen wurde am 15. September 2022 ausgegeben. Seither gab es den Anlass insgesamt 89-mal. «In dieser Zeit wurden rund 3850 Mittagessen ausgegeben», wie Cäcilia Stutz, Leitungsassistentin des Pastoralraums und Gründungsmitglied von «Zäme ässe», stolz verkündet. «In den vergangenen vier Jahren engagierten sich rund 45 Helferinnen und Helfer in Küche und Stube.»
Freiwillige kamen und gingen wieder. Gründe dafür gibt es viele. «Vom Deutschkurs, der sich neu überschneidet, über gefundene Arbeit, die Tatsache, dass sie das Land verlassen mussten – oder auch gesundheitliche Gründe waren alles Ursachen von Abgängen», erzählt Stutz. Dennoch sei es in der ganzen Zeit gelungen, ein Kernteam zusammenzuhalten. «Gestartet wurde mit elf Freiwilligen, sieben davon sind bis heute mit grossem Einsatz dabei», sagt Stutz. Aktuell engagieren sich rund 20 Personen regelmässig bei «Zäme ässe» – weitere fünf Personen können bei Notfällen angefragt werden.
Die Menschen dahinter
Cäcilia Stutz ist es wichtig, zu betonen: «Hinter diesen Zahlen stehen aber vor allem Menschen, die das Angebot sehr schätzen und es deshalb tragen.» Für viele sei das «Zäme ässe» eine kleine Oase im Alltag geworden. «Ein Ort für gute Begegnungen, Gespräche und sogar Freundschaften, die entstehen dürfen», wie Stutz ausführt. Besonders geschätzt werde auch, dass Teilnehmende selbst mithelfen und so ihren Beitrag leisten können. «So geben wir ihnen das Gefühl, nicht nur Bittsteller, sondern selbst wichtiger Teil des grossen Ganzen zu sein.» Mit ein Grund, weshalb «Zäme ässe» zu einer Erfolgsgeschichte werden konnte, die hoffentlich noch lange weitergeht.
Für einmal Fokus auf den Helfern
Nun fand kürzlich ein besonderes Dankesessen statt. An einem Abend sollten für einmal jene im Mittelpunkt stehen, die das Projekt mit ihrem Engagement und ihrer Zeit möglich machen. «Eine Gelegenheit, unsere Wertschätzung auszudrücken», sagt Stutz. Und auch Pastoralraumleiter Andreas Bossmeyer brachte es am Dankesessen treffend auf den Punkt: «Ein Projekt wie dieses lebt von Herzblut.» Und genau dieses hätten die Freiwilligen bei jedem Einsatz aufs Neue gezeigt. «Sie sind es, die das ‹Zäme ässe› tragen und am Laufen halten. Ihnen gilt deshalb unser grosser Dank.»
Das Dankestreffen biete eine Gelegenheit, die vielen Helferinnen und Helfer zu würdigen und einen Austausch zu ermöglichen – doch Dank sei bei jedem Treffen aufs Neue angebracht und vorhanden. So sind die Verantwortlichen froh, betonen zu können: Das Projekt «Zäme ässe» wird auch künftig weitergeführt, jeweils am ersten und dritten Donnerstag des Monats, an der Gartenstrasse 1 in Bremgarten. Um Foodwaste zu vermeiden, ist jeweils eine Anmeldung zum Essen erforderlich. «Wir freuen uns darauf, weiterhin Menschen zusammenzubringen und das Gemeinschaftsleben positiv mitzugestalten», sagt Cäcilia Stutz. --huy
Wer Teil des Sozialprojektes des Pastoralraums Bremgarten-Reusstal und seiner Freiwilligen werden möchte, kann sich bei Cäcilia Stutz, 079 752 90 29, caecilia. stutz@pr-bremgarten-reusstal.ch, über das Projekt informieren.

