Mit vollem Herzen
24.07.2026 Künten, Region Bremgarten, Musik, Kommende EventsVolle Energie für Volksmusik
Am 29. und 30. August findet auf dem Rohrhof im Künter Dorfteil Sulz das erste Gade Gaudi statt. Initiiert haben es Diana und Martin Kohler. Sie kennen alle Bands persönlich. --rwi
Künten: Am ...
Volle Energie für Volksmusik
Am 29. und 30. August findet auf dem Rohrhof im Künter Dorfteil Sulz das erste Gade Gaudi statt. Initiiert haben es Diana und Martin Kohler. Sie kennen alle Bands persönlich. --rwi
Künten: Am 29. und 30. August findet das erste Gade Gaudi statt
Mal traditioneller und mal moderner Schlager und Volksmusik sind Ende August in der Scheune des Rohrhofs im Künter Dorfteil Sulz zu hören. Die Idee dazu hatten Diana und Martin Kohler, die zusammen mit Mitstreitern gleich den Verein «Gade Gaudi» gegründet haben.
Roger Wetli
«Es ist alles sehr unkompliziert», strahlt die Küntenerin Diana Kohler. Ihr Ehemann Martin Kohler erinnert sich: «Den Vertrag mit der Gruppe ‹Volksbeat› haben wir auf einer Serviette unterschrieben. Das war an einem Sonntagmorgen in Österreich nach einem ihrer Frühschoppenkonzerte auf etwa 2000 Metern über Meer.» «Volksbeat» fahren für ihren Auftritt in Künten extra aus dem Tirol ins Reusstal. Diana und Martin Kohler kennen sie, weil die Mitglieder der Band auch regelmässig in ihrem Stammhotel in Österreich zu Besuch sind. «Also vor allem Dominic Schmalzl spielt dort immer wieder in verschiedenen Formationen», weiss Diana Kohler. Beide betonen, dass sie zu allen für das Gade Gaudi engagierten Gruppen eine persönliche Beziehung haben. «Das Trio ‹Feschn n’ Rock Tirol› trat zum Beispiel bereits an unserer Hochzeit auf. Damals hatten sie für ihren Sohn Andreas junior noch ein ‹Hüeti› zu Hause. Jetzt ist er Teil der Band», erinnert sich Martin Kohler. Diana Kohler ergänzt: «Es ist eine Freundschaft entstanden. Wir haben auch privat Kontakt.»
Auf einem Berg entstanden
Diana und Martin Kohler lieben diese Art von Schlager. Die Idee, ein eigenes Gade Gaudi in ihrem Dorf zu organisieren, flammte bei einem Melissa-Naschenweng-Open-Air auf einem Berg bei Kitzbühel auf. «Als wir wieder zu Hause waren, fragten wir einfach spontan bei der Familie Töngi auf dem Rohrhof an, ob sie sich einen solchen Anlass auf ihrem Hof vorstellen könnten», schaut Diana Kohler zurück. «Thomas Töngi war sofort dabei. Er lief mit uns durch die vollgestellte Scheune und es entstanden gleich Bilder bei ihm.» Martin Kohler fügt an: «Thomas Töngi schwebte schon lange ein solcher Anlass auf seinem Hof vor. Er hatte aber neben dem regulären Landwirtschaftsbetrieb keine Zeit dazu.»
Bald gründeten die Kohlers für das Gade Gaudi einen Verein, zu dem jetzt auch Michael Töngi, der Sohn von Christine und Thomas Töngi, gehört. «Die Töngis waren wirklich sofort Feuer und Flamme», freuen sich die Kohlers. Ergänzt wird das OK durch Lukas Friedrich, einen Kollegen des Paares, der die beiden schon oft nach Österreich begleitet hat. Zudem konnte mit Beni Kohler der Bruder von Martin Kohler gewonnen werden. «Die persönlichen Beziehungen spielen also nicht nur bei den Gruppen eine wichtige Rolle, sondern auch im Verein», lacht Diana Kohler.
Volksfest – aber kein Oktoberfest
In dieselbe Kerbe schlagen sie auch mit dem Engagement des «Rüüschtal-Quintetts». Dieses besteht aus Stefan Schäfer, seinen Söhnen und Andreas Hammann und kommt aus Wohlenschwil: «Mit Stefan spielte ich bereits im Akkordeon-Ensemble ‹Notesuuger›.
Zudem sahen wir sie öfters beim FC Tägerig oder an kleinen Festli auftreten», so Diana Kohler. Der Kontakt zu den «Grubertalern» entstand dagegen über Bekannte der Kohlers in Österreich, welche die Musiker der Band zu ihren Kollegen zählen. Dass die Kohlers als engagierte Küntener auch das K-City-Chörli gut kennen, ist in diesem Kontext fast selbstverständlich. Entsprechend waren Diana und Martin Kohler auch sehr stark für das Künter Dorffest Ende Mai auf Trab. Martin Kohler: «Ja, also fast gleichzeitig noch das Gade Gaudi zu organisieren, brachte uns zeitweise schon an den Anschlag. Das resultierte in etwas kürzeren Nächten.» Damit eine authentische Atmosphäre entsteht, werden sämtliche Helfer, die mit den Gästen in Kontakt kommen, durch den Dirndl-Verleih in Künten eingekleidet. «Uns schwebt ein zünftiges Volksfest vor. Bei diesem steht aber nicht das Bier im Vordergrund», betont Martin Kohler. «Das Gaude Gaudi wird kein Oktoberfest, das bereits Ende August stattfindet.»
Polster für weitere Ausgaben erwirtschaften
Die beiden Initianten haben als Ziel rund 300 Besucher pro Tag angestrebt. Wobei sie Platz für noch mehr hätten. «Es wäre schön, wenn diese erste Ausgabe ein Erfolg würde und wir damit ein finanzielles Polster für eine zweite Auflage erreichen könnten», so Diana Kohler. «Uns schwebt ein Zwei-Jahres-Rhythmus vor.» Den August als Veranstaltungsmonat hätten sie bewusst ausgewählt, weil die Turnfeste und Schulferien bereits vorbei seien und die Theaterabende sowie auch die Turnervorstellungen noch nicht stattfänden. «Wir freuen uns riesig darauf», strahlen beide, im Wissen, dass es bis zur Türöffnung des Gade Gaudi noch viel zu tun gibt.
Das Programm
Am Gade Gaudi in der Schüür beim Rohrhof öffnen die Türen am Samstag bereits um 13 Uhr. Es treten auf: von 14 bis 17 Uhr, «Volksbeat». – Von 19 bis 19.45 Uhr, «Rüüschtal-Quintett». – Ab 20 Uhr, «Die Grubentaler». Danach legt DJ Hitz sanfte Schlagermusik auf. Am Sonntag öffnen die Türen um 9 Uhr. Ab 10.15 Uhr singt das K-City-Chörli, ab 11 Uhr tritt «Feschn n’ Rock» auf.
Genügend Parkplätze sind beim Rohrhof vorhanden. Für Gäste, die mit dem öffentlichen Verkehr anreisen, gibt es einen Shuttlebus ab der Künter Kirche. Tickets und Informationen unter www.gadegaudi.ch.

