Jungspunde lassen Muri jubeln
24.02.2026 Sport, Handball1. Liga: Frick – Muri 38:39 (18:20)
Dank starken Nerven und einem überragenden Torhüter in den Schlussminuten kehrt der TV Muri gegen Frick auf die Siegesstrasse zurück. Praktisch während der gesamten Partie war Muri am Drücker. Für die ...
1. Liga: Frick – Muri 38:39 (18:20)
Dank starken Nerven und einem überragenden Torhüter in den Schlussminuten kehrt der TV Muri gegen Frick auf die Siegesstrasse zurück. Praktisch während der gesamten Partie war Muri am Drücker. Für die Entscheidung sorgte Simon Hafner Sekunden vor Schluss.
Was für ein Derby. Was für ein Torspektakel und was für eine Schlussphase. Und mittendrin der 20-jährige Murianer Torhüter Jul Baeriswyl. In einer hektischen und hart geführten Partie zwingt der TV Muri das Wettkampfglück auf seine Seite. Auch dank Torhüter Baeriswyl, der zwischen der 52. Minute und dem Schlusspfiff gleich sechs Torschüsse parierte.
Baeriswyl im Tor, Hafner im Angriff
Vor allem die beiden letzten Paraden in der 59. Minute und in der 60. Minute hatten es in sich. Mit seiner vorletzten Parade verhinderte er den Ausgleich und eine Minute später ebnete er seinem Team mit einer weiteren Abwehr den Weg zum Sieg. «Ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben und die zwei Punkte mit nach Hause nehmen konnten», sagt Trainer Björn Navarin. Der ebenfalls 20-jährige Simon Hafner zeigte zudem in der entscheidenden Phase starke Nerven. Minuten zuvor passierten ihm gleich zwei technische Fehler. Davon lässt sich Hafner aber nicht beeindrucken. Der Rückraumspieler erzielt die letzten beiden siegbringenden Tore für sein Team. Der vierfache Torschütze war aber schon zuvor einer der auffälligsten Murianer. Seine Wurfquote von 80 Prozent kann sich sehen lassen. Ebenso wichtig waren die herausgeholten Siebenmeter und Zwei-Minuten-Strafen.
Härtetest im Hexenkessel
Für die Freiämter war die Partie im Hexenkessel von Frick ein echter Härtetest. Das Heimteam steckt tief im Abstiegskampf und dementsprechend dünn war das Nervenkostüm der Spieler und auch einiger Zuschauer. Ihr Spiel war auf die drei Topskorer David Zwahlen, Lionel Moser und Jan Hauser ausgerichtet. Zusammen erzielten sie 27 Tore. Erst in den entscheidenden zehn Schlussminuten konnten die drei Shooter entschärft werden. Danach agierte die Murianer Verteidigung sattelfest. Zusammen mit Torhüter Baeriswyl war das der Schlüssel zum 12. Sieg im 19. Spiel. «Mit der Verteidigung kann ich nicht zufrieden sein. Wie schon zuletzt war das Eins-gegeneins unser Schwachpunkt. Obwohl wir es während der Woche trainiert haben. Um wieder entspanntere Spiele zu erleben, müssen wir uns diesbezüglich steigern», so Navarin.
Offensiv kann man Muri kaum einen Vorwurf machen. Auswärts 39 Tore zu erzielen, ist ein Topwert. «Mit 39 geworfenen Toren kann man zufrieden sein. Wenn wir auch offensiv nicht immer brilliert haben», sagt Navarin. Augenscheinlich war, wie der Trainer regelmässig personell und auch positionsbezogen durchwechselte und so den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben stellte. Je mehr Spiele die Freiämter absolviert haben, desto offensichtlicher wird, dass Muri weit mehr als in den vergangenen Jahren im Angriff als Kollektiv agiert. Dadurch ist man weniger auf die Leistungen und den Formstand einzelner Akteure angewiesen. Eine Entwicklung, die der Trainer zu Saisonbeginn angekündigt hatte. Am Samstag (16 Uhr) will Muri im Heimspiel gegen Willisau den nächsten Sieg. --tvm
