Immer voller Tatendrang
06.01.2026 Bremgarten, PorträtEine, die anpackt
Kopf des Monats: Sabina Glarner, Bremgarten
Sabina Glarners vielfältiges Engagement für Bremgarten ist gross. Besonders eng verbunden ist ihr Name mit dem Bremgarter Christchindli-Märt. Dieser konnte auch in seinem ...
Eine, die anpackt
Kopf des Monats: Sabina Glarner, Bremgarten
Sabina Glarners vielfältiges Engagement für Bremgarten ist gross. Besonders eng verbunden ist ihr Name mit dem Bremgarter Christchindli-Märt. Dieser konnte auch in seinem Jubiläumsjahr überzeugen. Für einen grossen Teil des Gelingens zeichnet Sabina Glarner verantwortlich. Und für diesen Einsatz hat die Redaktion die Bremgarterin zum Kopf des Monats Dezember gewählt. --sab
Sabina Glarner aus Bremgarten ist Kopf des Monats Dezember – für ihr Engagement für den Christchindli-Märt
Der Christchindli-Märt in Bremgarten ist das Grossereignis im Dezember schlechthin. Viele Helfende sorgen dafür, dass der Märt Jahr für Jahr gelingt. Bei der Präsidentin des organisierenden Vereins, Sabina Glarner, laufen die Fäden zusammen.
Sabrina Salm
Seit Jahrzehnten prägt Sabina Glarner das Leben im Städtli – ohne grosses Aufheben, dafür mit umso mehr Einsatz. Man kennt sie, man schätzt sie, und man weiss: Wenn irgendwo angepackt werden muss, ist sie da. «Es macht mir Freude, etwas zu bewirken und den Leuten zu helfen», sagt die heute 66-Jährige immer wieder über ihre Motivation. Dieser Satz erklärt viel von dem, was Sabina Glarner ausmacht.
Ihr Engagement für Bremgarten ist vielfältig und beeindruckend. Sie hatte schon viele Ämter inne. Ob im Vorstand des Gewerbevereins, in der Markt- und Steuerkommission, als Leiterin des Kinderturnens oder bei Seniorenanlässen – die Liste ihrer Aufgaben und Ämter liesse sich problemlos verlängern. Auch als Unternehmerin hat sie Spuren hinterlassen: Während 21 Jahren führte sie das Spielwarengeschäft Wundertüte und war damit eine feste Grösse im Städtli.
Dankbar für die Freiwilligen
Besonders eng verbunden ist ihr Name jedoch mit dem Bremgarter Christchindli-Märt. Anfang 2020 übernahm Sabina Glarner das Präsidium des «grössten und schönsten Weihnachtsmarkts der Schweiz» und führte diesen mit viel Respekt für die Arbeit ihrer Vorgänger, aber auch mit neuen Ideen weiter. Unter ihrer Leitung wurde der Markt modernisiert, ohne seinen Charakter zu verlieren. Der letztjährige 30. Jubiläums-Christchindli-Märt war dafür ein eindrückliches Beispiel. Trotz durchzogenem Wetter strömten am verlängerten ersten Dezemberwochenende zwischen 80 000 und 100 000 Besucherinnen und Besucher nach Bremgarten. Tausende liessen sich von der weihnachtlichen Atmosphäre, der Vielfalt der Stände und dem kulturellen Programm verzaubern.
Eine entscheidende Rolle spielen dabei jene, die im Hintergrund Grosses leisten: Rund 300 Freiwillige stehen jedes Jahr im Einsatz. Für Sabina Glarner ist dieses Engagement unbezahlbar. Ihr persönlicher Herzenswunsch sei es gewesen, «mit allen Beteiligten und den Besuchenden einen wunderschönen 30. Christchindli-Märt zu erleben». Dieser Wunsch habe sich erfüllt. Und das ist nicht zuletzt der Vereinspräsidentin zu verdanken, die nun stellvertretend für alle Beteiligten zum «Kopf des Monats Dezember» gewählt wurde.
Nimmt Verantwortung sehr ernst
Dass Sabina Glarner diese Würdigung verdient hat, bestätigen auch zwei Weggefährtinnen, die sie seit Jahren begleiten. Biggi Winteler, Präsidentin der Fachgeschäfte Altstadt Bremgarten (FAB), beschreibt sie als «klaren Kopf mit viel Herz». Glarner sei empathisch, sympathisch und verfüge über einen scharfen Verstand. «Sie denkt sich in Menschen und Themen hinein und reicht gerne die Hand zur Hilfe», so Winteler. Als Revisorin des Christchindli-Märts und als Freundin erlebe sie Glarner in ihrem Amt als Präsidentin sehr nah. «Ihr Erfahrungsschatz in allen Dingen rund um Bremgarten ist unglaublich. Gerade wenn es irgendwo ‹mänschelet›, weiss sie oft Rat.» Sie sei dankbar dafür, dass Glarner sie an ihrem Wissen teilhaben lässt. Winteler betont auch die Bedeutung des Christchindli-Märts für das lokale Gewerbe. Der Markt bringe wertvolles Publikum, ermögliche neue Kundenkontakte und schaffe mit Beleuchtung und Tannenbäumen ein stimmungsvolles Ambiente für die ganze Bevölkerung. Besonders hebt sie die Neugestaltung des Schellenhausplatzes im Jubiläumsjahr hervor. «Sabina hat sich neu erfunden. Die Holzhäuschen, die Dekoration, sogar die Absperrung – sie hat selbst Hand angelegt. Sie ist nicht nur Präsidentin, sie packt auch an. Das gefällt mir sehr.»
Auch Ursula Huber, langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins Christchindli-Märt, kennt Sabina Glarner als Tatmensch. Für sie ist Glarner «hilfsbereit, überlegt und ideenreich». Als Präsidentin nehme sie ihre Verantwortung sehr ernst, versuche alle einzubeziehen und sei bei Besprechungen präsent. «Der Christchindli-Märt ist ihr sehr wichtig – besonders das kulturelle Programm, die Zeitung und die Vielfalt der Marktstände», sagt Huber. Die Organisation beginne für Glarner bereits im August: planen, bestellen, reparieren, neu anschaffen. «Sitzungen unter dem Jahr sind für sie ein Muss.» Huber erinnert auch an die Entwicklung des Markts nach der Umfahrung 1994, als der Christchindli-Märt grösser wurde und mehrere Tage dauerte. Für Sabina Glarner habe der Markt immer eine besondere Bedeutung gehabt – nicht zuletzt durch ihre frühere Arbeit in der Marktkommission. Nach der Aufgabe ihres Spielwarenladens habe sie mit grosser Freude das Präsidium übernommen. «Sie setzt sich mit Tatendrang fürs Städtli ein. Sei es bei den Finanzen, beim Einholen von Gönnerbeiträgen oder beim Dekorieren.» Weiter verrät Huber: «Und sie liebt die fünfte Jahreszeit, die Fasnacht. Daran habe ich viele schöne Erinnerungen mit ihr.» Sabina Glarner wirkt – leise, verlässlich und mit Herz. Genau dafür wird sie nun gewürdigt. Und genau deshalb ist sie für Bremgarten so wertvoll.
Zwölf Köpfe des Monats
Wer hat etwas Aussergewöhnliches geleistet? Wer ist durch seinen Einsatz, der über das «normale» Mass hinausgeht, aufgefallen? Bereits zum 18. Mal wählte die Redaktion von «Bremgarter Bezirks-Anzeiger», «Wohler Anzeiger» und «Der Freiämter» jeden Monat einen «Kopf des Monats». Die Persönlichkeiten, die so jeden Monat auf den Schild gehoben wurden, sind so vielfältig wie die Region und das Leben an sich. Und die Gekürten haben sich nach teils heftigen und ausgiebigen Diskussionen innerhalb des Redaktionsteams gegen oft rund ein Dutzend Nominierte durchgesetzt.
Martin Schneider, Muri
Januar: Vorher war es noch eine Sportart. Jetzt standen sieben verschiedene Sportarten im Angebot des Schulsports Muri. Grossen Anteil daran hat Martin Schneider. Der Schulsozialarbeiter hat ganz viele Ideen und sprüht vor Tatendrang, weil er es wichtig findet, dass sich Kinder bewegen.
Milly Stöckli, Muri
Februar: Ein Gemeindevertrag für die Regionalpolizei Muri. Ein Werk über fast alle Gemeinden im Bezirk hinweg. Und sie stand an der Spitze. Milly Stöckli ist Präsidentin des Leitenden Ausschusses und brachte die verschiedenen Anliegen aller Gemeinden unter einen Hut.
Philipp Galizia, Muri
März: Dreimal ausverkauft. «Öppeneso», sein neuntes Programm, begeistert. Er begeistert. Auch, weil er aus der Freiämter Kulturszene längst nicht mehr wegzudenken ist. Philipp Galizia setzt auf Kleinkunst, tut das auf seine eigene, erfrischende Art und feiert damit Erfolg.
Schütz/Keller, Wohlen
April: Die Ausstellung mit über 150 Werken von Giani Castiglioni strahlte weit über die Ortsgrenzen von Wohlen hinaus. Verena Schütz und Robert Keller als Co-Präsidium der Kunstkommission Wohlen organisierten die Ausstellung mit den vielfältigsten Clown-Bildern.
Widmer/Wiederkehr, Wohlen
Mai: Zusammen setzten die beiden Wohler Heidi Widmer und Herbert Wiederkehr ein Zeichen für den Frieden. Sie erinnerten daran, dass vor 80 Jahren zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Friedensbaum in Wohlen gepflanzt wurde. Nun wurde ein zweiter Friedensbaum gesetzt.
Francine Biffiger, Wohlen
Juni: Beachhandball ist eine Randsportart. Francine Biffiger setzt sich trotzdem voller Herzblut dafür ein und hat den Standort Wohlen bekannt gemacht. Nach einem Nachwuchsturnier im Frühling fanden im Juni die Schweizer Meisterschaften auf dem Sandplatz im Schüwo-Park statt.
Urs Beyeler, Muri
Juli: Den Berufsnachwuchs feiern und damit fördern. Das ist eines der Ziele des Gewerbevereins. Weil der Lehrlingsaward immer weniger Leute anlockte, stellte der Vorstand mit «Next Level» einen neuen Anlass auf die Beine. An dessen Spitze steht Präsident Urs Beyeler.
Alessandro Vogt, Wohlen
August: Alessandro Vogt ist der absolute Senkrechtstarter im Schweizer Fussball. Ende Juli unterschreibt er seinen ersten Profivertrag beim FC St. Gallen. Etwas mehr als einen Monat später führt er die Torschützenliste der Super League an und wird für das U21-Nationalteam aufgeboten.
Jakob Frischknecht, Villmergen/Auw
September: Jakob Frischknecht war OK-Präsident der Schweizer Meisterschaft im Nationalturnen. Der Anlass in Villmergen hatte viel zu bieten. Frischknecht hat Tausenden Menschen ein unvergessliches Wochenende ermöglicht. Turner, Schwinger, Festbesucher – alle schwärmten vom Anlass.
Jonas Arnet, Wohlen
Oktober: Das neue Kulturzentrum im alten Werkhof ist ein riesiges Bauwerk. Die Umbauzeit war lang, das Engagement fast grenzenlos. Jonas Arnet, der Präsident des Vereins für Kultur Wohlen. war das Zugpferd, der Visionär, der Macher. Im Oktober war Einweihung – und alle waren stolz auf Arnet.
Beat Küng, Muri
November: Dass Muri für zwölf Millionen Franken eine neue Badi erhält, ist nicht selbstverständlich und in erster Linie sein Verdienst. Für das konsequente Verfolgen seines mutigen Wegs und die im Dialog erarbeitete breite Abstützung gebührt Gemeinderat Beat Küng grosser Respekt.













