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22.05.2026 Widen, MutschellenWechsel an der Vereinsspitze
Gönnerverein Haus Morgenstern tagte
Vor 15 Jahren gehörten Peter Siegenthaler (Präsident) und Felix Irniger (Vize) zu den treibenden Kräften bei der Gründung des Gönnervereins des Hauses ...
Wechsel an der Vereinsspitze
Gönnerverein Haus Morgenstern tagte
Vor 15 Jahren gehörten Peter Siegenthaler (Präsident) und Felix Irniger (Vize) zu den treibenden Kräften bei der Gründung des Gönnervereins des Hauses Morgenstern. Nun haben die beiden langjährigen Verantwortlichen an der GV ihren Rücktritt erklärt. Die Nachfolge mit Philipp Siegenthaler und Marc Bosshard bringt neue, jüngere Impulse in den Vorstand. --sab
Generationenwechsel im Vorstand des Gönnervereins Haus Morgenstern
15 Jahre lang prägten Peter Siegenthaler und Felix Irniger den Gönnerverein Haus Morgenstern. Nun traten der Vereinspräsident und der Vize an der Generalversammlung zurück. Marc Bosshard und Philipp Siegenthaler wurden neu in den Vorstand gewählt.
Sabrina Salm
Die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Haus Morgenstern verbessern. Das hat sich der Gönnerverein auf die Fahne geschrieben. Sie unterstützen die Stiftung finanziell und ideell und ermöglichen so allerlei Projekte über die regulären Mittel hinaus wie Ferienlager oder Freizeitaktivitäten. Der Gönnerverein Haus Morgenstern wurde am 29. April 2011 gegründet. Von der ersten Stunde an mit grossem Herzblut engagieren sich Peter Siegenthaler als Präsident und Felix Irniger als Vizepräsident und Aktuar für den Verein. Sie haben ihn von Grund auf mitaufgebaut, erfolgreich weiterentwickelt und über 15 Jahre lang geprägt.
Nun ist für sie der Moment gekommen, dieses Kapitel zu beenden. Felix Irniger stand insgesamt 33 Jahre lang im Dienst des Hauses Morgenstern – zuvor bereits als Stiftungsrat. «Jetzt ist genug», meint er mit einem Lächeln.
Der Generationenwechsel an der Vereinsspitze
An der Generalversammlung wurde ein Generationenwechsel vollzogen. Neu in den Vorstand und direkt als Präsident wurde Philipp Siegenthaler gewählt, der damit in die grossen Fussstapfen seines Vaters tritt. Der in Zürich wohnhafte Familienvater bringt eine persönliche Motivation mit, da seine Schwester seit 25 Jahren im Haus Morgenstern lebt und die Institution für seine ganze Familie von zentraler Bedeutung ist. «Natürlich bin auch ich eng mit dem Haus Morgenstern verbunden und Gönner», erklärt er. Er habe immer hautnah miterlebt, was der Gönnerverein macht und bewirkt, weshalb er diese Aufgabe nun in seiner neuen Rolle aktiv mittragen möchte. Ebenfalls frisch in das Gremium gewählt wurde Marc Bosshard. Der 37-jährige Wider ist stark im Dorf verwurzelt und kennt das Haus Morgenstern bereits bestens, da er die Institution schon als Architekt bei verschiedenen Bauprojekten begleiten durfte. Der Vorstand wird durch die Bisherigen Flavia Blatty, Stiftungsratspräsident Viktor Stutz und Gesamtleiter Hansruedi Luginbühl komplementiert. Im Amt bestätigt wurden zudem die beiden Revisoren Eugen Bless und Hans Wörndli.
Stabile Finanzen trotz Sonderinvestition
Finanziell steht der Gönnerverein trotz einer besonderen Bilanzierung im Jahr 2025 auf einem soliden Fundament. Die Jahresrechnung weist zwar auf den ersten Blick einen Reinverlust von 1,4 Millionen Franken aus, dieser ist jedoch rein durch einen einmaligen, ausserordentlichen Sondereffekt geprägt: Das an die Stiftung gewährte Darlehen in Höhe von 1,5 Millionen Franken wurde im Berichtsjahr vollständig ausgebucht. Zieht man diesen einmaligen Effekt ab, sieht das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 91 000 Franken positiv aus. Dass das Minus durch die Ausbuchung nicht höher ausfiel, liegt an den erfreulichen Mitgliederbeiträgen und höheren Spenden. Der Mitgliederbestand verzeichnete zwar einen leichten Rückgang auf 199 Personen, das Vereinsvermögen beläuft sich jedoch weiterhin auf komfortable 1,2 Millionen Franken. «Wir haben noch genug Geld, um einige Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner erfüllen zu können», freut sich die Vereinsleitung und betont: «Wir investieren in die Menschen im Hasi. Es wird kein Geld einfach aus dem Fenster geworfen, sondern es wird sinnvoll eingesetzt.» Für das Jahr 2026 sind bereits gezielte Anschaffungen und Investitionen zur Aufwertung der Aufenthalts- und Gemeinschaftsbereiche geplant.
Der grosse Einsatz der beiden Abtretenden wurde an der Versammlung gebührend gewürdigt. Stiftungsratspräsident Viktor Stutz fand lobende Worte für die Arbeit: «Der Gönnerverein unterstützt unser Haus massiv – und zwar mit grösseren und kleineren Projekten.» Als Beispiele nannte er die Umgestaltung der Cafeteria, die Möblierung des Hauses Oase sowie die Ermöglichung von Highlights wie dem Zirkus Wunderplunder oder verschiedenen Ferienlagern. Siegenthaler habe seine Aufgabe zwischen den Angehörigen und mit dem Blick aufs Ganze wunderbar und stets sachorientiert gemeistert. Peter Siegenthaler gab den Dank sogleich an sein Team weiter: «Ich hatte schöne Jahre. Auch dank dem Vorstand. Ohne das geht es nicht.» Er verabschiedete auch seinen Vizepräsidenten Felix Irniger und betonte, dass dieser von der ersten bis zur letzten Minute einen tollen Job gemacht habe und das Präsidium ohne ihn um ein Vielfaches schwieriger gewesen wäre.
Ganz geht das Duo dem Verein aber nicht verloren. Auch wenn Peter Siegenthaler lachend feststellt: «Jetzt gehen wir endgültig in den Ruhestand», bleiben beide der Institution eng verbunden. Das Versprechen gaben sie den Anwesenden direkt mit auf den Weg: «Natürlich bleiben wir Gönner. Es ist ein zu wichtiger Verein, um nicht dabei zu bleiben.»



