Jubiläumsschwingfest in Appenzell mit zwei Freiämter Schwingern und Einteilungschef Stefan Strebel
Die Sarmenstorfer Lukas Döbeli und Pascal Joho im Sägemehl, dazu Einteilungschef Stefan Strebel aus Villmergen: Beim Jubiläumsschwingfest in ...
Jubiläumsschwingfest in Appenzell mit zwei Freiämter Schwingern und Einteilungschef Stefan Strebel
Die Sarmenstorfer Lukas Döbeli und Pascal Joho im Sägemehl, dazu Einteilungschef Stefan Strebel aus Villmergen: Beim Jubiläumsschwingfest in Appenzell mischen mehrere Freiämter mit.
«Wer in Appenzell gewinnt, wird auch ein Favorit für das Eidgenössische im nächsten Jahr sein», sagt Stefan Strebel, technischer Leiter des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV). Der Villmerger war am letzten Wochenende in Mollis im Glarnerland. «Genau ein Jahr vor dem Eidgenössischen hat man sich dort getroffen», erklärt er.
Die Gegenwart heisst aber nicht Mollis, sondern Appenzell. Am Sonntag sind dort 18 000 Zuschauer. Die 120 besten Schwinger des Landes sind an diesem Jubiläumsschwingfest (anlässlich 125 Jahre ESV) mit dabei. Es gibt keine Kränze, keinen Gabentempel. Es geht «nur» um die Schlussgangteilnahme, um den Sieg. Der Sarmenstorfer Lukas Döbeli, der aufgrund der Verletzungen von Andreas Döbeli und Joel Strebel der einzige Freiämter Eidgenosse im Teilnehmerfeld ist, sagt: «Ich will eine Topleistung zeigen, denn es ist auch eine Standortbestimmung für das Eidgenössische im nächsten Jahr.» Er fühlt sich fit und ist bereit für das Schwingfest, «das unbestritten das grösste Highlight dieser Schwingsaison ist».
Döbeli gegen Schwander, Wicki gegen Giger
Der erste Gang wurde gestern Donnerstag bekannt gegeben. Einteilungschef Stefan Strebel lässt es im ersten Gang zum Gigantenduell kommen. Joel Wicki gegen Samuel Giger. Strebel sagt: «Der König und der Unspunnensieger müssen zusammenkommen.» Lukas Döbeli hat er gegen den Berner Severin Schwander eingeteilt, «weil diese beiden Schwinger gegen Ende der Saison immer bessere Leistungen gezeigt haben», sagt Strebel, der am Sonntag dann im Einteilungsgremium wirken wird, gemeinsam mit den fünf Vertretern der Teilverbände. «Die 120 besten Schwinger des Landes sind dabei. Jeder Gang wird hochstehend. Ich freue mich riesig.»
Ebenfalls dabei sein wird Pascal Joho, der trotz militärischer Abwesenheit eine richtig starke Saison (mit drei Kranzgewinnen) zeigte.
«Einfach geil und eine grosse Ehre»
«Es ist einfach geil, dass ich dabei sein kann. Das hätte ich zu Beginn der Saison nie erwartet», sagt der Sarmenstorfer. «Es ist eine grosse Ehre. Nicht jeder Schwinger hat dieses Glück, an diesem grossen Anlass dabei zu sein.» Auch Joho weiss, dass nur der Sieg zählt, «aber das ist für mich kaum in Reichweite», meint er lachend. Sein Ziel ist es, alle sechs Gänge schwingen zu dürfen und einen (oder mehrere) grosse Gegner ärgern zu dürfen. «Ich will die Eidgenossen ärgern. Ich will für einen Höhepunkt sorgen», sagt Joho. Ob das gelingt, lässt sich am Sonntag im Schweizer Fernsehen mitverfolgen. Was sicher klappen wird: «Mein Hauptziel ist es, diesen Tag zu geniessen», sagt Joho, der vor diesem Schwingfest sogar seinen Ernährungsplan etwas anpasste und sich gesünder ernährte. «Nicht viel, aber ein bisschen», sagt er lachend. --spr