Lukas Döbeli schafft am Oberaargauischen Schwingfest in Burgdorf seine erste Schlussgang-Teilnahme
Sackstarker Auftritt von Lukas Döbeli. Erstmals schafft es der Sarmenstorfer an einem Kranzfest in den Schlussgang. Dort scheitert er an Fabian Staudenmann. ...
Lukas Döbeli schafft am Oberaargauischen Schwingfest in Burgdorf seine erste Schlussgang-Teilnahme
Sackstarker Auftritt von Lukas Döbeli. Erstmals schafft es der Sarmenstorfer an einem Kranzfest in den Schlussgang. Dort scheitert er an Fabian Staudenmann. «Der ist eine andere Liga», sagt der Kranzgewinner.
180 Schwinger sind zum Jubiläumsschwingfest 125 Jahre Oberaargauischer Schwingerverband gekommen. 9000 Zuschauer sind dabei. Und dem Sarmenstorfer Lukas Döbeli gelingt ein Sahne-Auftritt. Zuletzt zeigte Döbeli am Weissensteig-Schwinget eine schwache Leistung. Doch er zeigt eine heftige Reaktion in Burgdorf. Im ersten Gang stellt er gegen den Eidgenossen Patrick Schenk. Auch im zweiten Gang kommt er gegen Kranzer Dominic Annen nicht so recht auf Touren. «Das war harzig. Aber wenige Sekunden vor Schluss konnte ich doch gewinnen», analysiert Döbeli. Und dann kommt er so richtig in Fahrt. «Ich habe mich von Gang zu Gang gesteigert und hatte sicherlich auch Wettkampfglück», sagt er. Die Kranzer David Aebersold und John Grossen wirft er mit der Maximalnote ins Sägemehl. Im 5. Gang kommt ein grosser Brocken, der Eidgenosse Matthias Aeschbacher. «Beide wollten ziehen, ich kam durch und holte mir den Sieg», sagt Döbeli. Der Triumph gegen Aeschbacher ist ein Husarenstück für ihn und es bringt dem Freiämter die Schlussgangteilnahme. Dort geht es gegen einen der Saison-Dominatoren. «Der ist eine andere Liga», sagt Döbeli. Staudenmann zieht kurz, vollendet am Boden und gewinnt mit sechs Siegen das Oberaargauische Schwingfest. Döbeli sagt zum Schlussgang: «Ich wollte den Kranz machen, das hatte ich bereits geschafft. Vielleicht war ich deshalb zu wenig hungrig und hatte vielleicht zu viel Respekt. Ich hätte vielleicht mehr risikieren sollen, das wurmt mich ein wenig», sagt er. Dennoch: Mit dieser Leistung darf er sehr zufrieden sein. «Ein Saisonhighlight», so Döbeli, der sagt, dass die mentale Stärke ausschlaggebend war. «Ich habe Selbstvertrauen aufgebaut. Ich muss mich nicht verstecken», sagt er – und hat damit natürlich recht. Am 17. August kann er sich am «Basellandschaftlichen» beweisen. --spr