Die AFV-Auswahl mit vielen Freiämtern spielte gegen die Profis des FC Aarau
Die Amateure verlieren mit 2:4. Dennoch zeigte die AFV-Auswahl – die mit vielen Freiämtern in ihren Reihen antritt – eine starke Leistung. Allen voran Goalie Silvan Sigg, der ...
Die AFV-Auswahl mit vielen Freiämtern spielte gegen die Profis des FC Aarau
Die Amateure verlieren mit 2:4. Dennoch zeigte die AFV-Auswahl – die mit vielen Freiämtern in ihren Reihen antritt – eine starke Leistung. Allen voran Goalie Silvan Sigg, der einen Penalty gegen Henri Koide hielt.
So viel Power aus dem Freiamt war wohl noch nie an einem Spiel der AFV-Auswahl gegen die Profis des FC Aarau dabei. Die Auswahl der besten Aargauer 2.-Liga-Spieler wurde trainierte von Urs Longo Schönenberger. Er war einst Trainer in der Super League und auch beim FC Wohlen (und wohnt in Arni). Goalie-Trainer ist Beat Hubeli, der ebenfalls schon für den FC Wohlen und den FC Muri als Spieler und Trainer tätig war.
Sigg: «Ist immer wieder ein Saisonhighlight»
Auf dem Platz geht die grosse Freiämter Parade weiter. Goalie Silvan Sigg, Belmin Mrkonja, Marko Djordjic, Yannik Wiget, Roger Pfyl, Gianluca Sforza, Jan Schneider, Devin Baumann – sie alle sind Spieler, die im Freiamt spielen, hier leben oder ursprünglich von hier stammen.
Die ersten beiden Torchancen auf der Trinermatten in Zofingen (vor 400 Zuschauern) gehört dem FC Aarau. Berdan Senyurt (der die letzte Saison als Leihspieler beim FC Wohlen war) und Aarau-Captain Marco Thaler (ein Wohler) verpassten aber die Führung für die Profis, die ihre erste intensive Vorbereitungswoche mit diesem besonderen Testspiel abschlossen. Nach 9 Minuten trifft Jan Schneider (vom SC Schöftland) zur Führung für die AFV-Auswahl. Schneider ist der Bruder von Ex-Luzern-Goaliefrau Laura Schneider und stammt aus Aristau. Der FC Aarau reagierte. Henri Koide erzielt bis zur Pause drei Tore. Aber: Er scheitert vom Penaltypunkt am Hexer im Tor: Silvan Sigg. Der Fahrwanger, der mittlerweile in Zufikon lebt und beim FC Lenzburg spielt, ist mit seiner Leistung zufrieden. «Ich konnte mich drei- oder viermal auszeichnen und auch den Penalty halten. Allgemein haben wir versucht, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.»
Weil Thomas Wernli (FC Suhr) ebenfalls einen Treffer erzielt, geht es mit 2:3 in die Pause. Bei den Aarauern wurde in der Pause ausgewechselt, wobei das Durchschnittsalter auf 19,5 Jahre sank. Erwähnenswert: Beim FC Aarau kam der 18-jährige Andrin Derbaci zum Einsatz. Er stammt aus Rudolfstetten und ist der Bruder von Dorian Derbaci, der erst vor wenigen Wochen vom FC Aarau zum Schweizer Meister Thun transferiert wurde. Auch die AFV-Auswahl wechselte durch. FCA-Neuzugang Damjan Coric erzielt in der Nachspielzeit per Elfmeter den 2:4-Endstand für die Profis.
Auch Sigg ging in der Pause raus und wurde durch Schöftlands Remo Schenk ersetzt. Sein Fazit: «Ein Unentschieden wäre nicht unverdient gewesen. Wir haben gut dagegengehalten.» Trotz der Niederlage geht der 25-Jährige aber mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel. «Für mich ist es jetzt das dritte Mal gewesen, dass ich bei der AFV-Auswahl mit dabei war. Es ist aber jedes Mal ein Saisonhighlight, wenn man mit Leuten zusammenspielen kann, die im Meisterschaftsalltag Gegner sind. Für uns Amateure ist es auch etwas, worauf wir stolz sein können. Die Belohnung für eine lange Saison.» Und dem mit Freiämtern gespickten Team ist es zumindest gelungen, die Profis zu ärgern.
--spr/jl