Beachhandball, Schweizer Meisterschaft in Wohlen: Die einheimischen «Beachturtles» bleiben ohne Medaille
Viel Betrieb im Schüwo-Park in Wohlen. Nicht nur, weil das Wetter am letzten Wochenende sommerlich heiss war, sondern auch weil Handball Wohlen der ...
Beachhandball, Schweizer Meisterschaft in Wohlen: Die einheimischen «Beachturtles» bleiben ohne Medaille
Viel Betrieb im Schüwo-Park in Wohlen. Nicht nur, weil das Wetter am letzten Wochenende sommerlich heiss war, sondern auch weil Handball Wohlen der Gastgeber der Schweizer Meisterschaft im Beachhandball sein durfte. Es war ein starkes Turnier – aber der Auftritt des Heimteams war eher dürftig.
Alexander Wagner
Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich die Beachhandballerinnen zur Aktiven-SM in Wohlen. Bei den zwei einheimischen Teams der «Beachturtles» aus Wohlen war aber viel Sand im Getriebe. Die zweite Mannschaft verpasste den Halbfinal.
Überraschende Niederlage
Die erste Auswahl der «Strandschildkröten» musste in ihrem Halbfinal in das «Shoot-out», weil sie zwar die erste Halbzeit gewonnen haben, im zweiten Umgang aber eher überraschend gegen das Schweizer U17-Nationalteam verloren. Im Shoot-out behielten die jungen Schweizerinnen das bessere Ende für sich. «Das ist schon sehr enttäuschend», gab Francine Biffiger offen zu. Sie setzte dieses Jahr aus, weil sie Nachwuchs erwartet.
Wohlen verstärkt sich mit Estermann-Schwestern
Auch die Nationalspielerin und Freiämterin Nora Snedkerud, welche letztes Jahr die «Beachturtles» an den Schweizer Meisterschaften verstärkte, war bei der diesjährigen Ausgabe nicht dabei. Dafür hatten die Wohlerinnen mit Ria und Eliane Estermann zwei routinierte Akteurinnen, die jahrelang im Hallenhandball im Oberhaus gespielt haben. «Ich habe nur ausgeholfen, weil die Schwester gefragt hat», so Ria Estermann lachend. «Hallenhandball ist schon eher mein Ding, auf Sand spiele ich selten», gibt sie offen zu. Die beiden sind übrigens die Schwestern des langjährigen Wohlen-Kreisläufers Tobias Estermann. Die Wohlerinnen sündigten im Sand des Schüwo-Parks in der Chancenauswertung. «Unser Auftritt war wenig überzeugend», sagt Biffiger, die versuchte, wenigstens von der Seitenlinie zu unterstützen. Den «Beachturtles» halfen auch die zahlreichen technischen Fehler nicht gerade. Zudem stellten die nicht immer überzeugenden Schiedsrichter gleich zwei Wohlerinnen nach dem zweiten Foul vom Feld – und dann wurde die Decke an Spielerinnen langsam zu dünn.
Am Ende die Ränge 4 und 5
Zum Abschluss ging auch der kleine Final gegen das neugegründete Team BHC Rappi-Jona verloren. So landeten die «Beachturtles» Wohlen am Ende auf den Rängen vier und fünf und verpassten die Medaillen.
Organisiert haben die Havanna Beach Boys die Partien in Wohlen, beim Aufbau wurden sie unterstützt von den «Beachturtles». Aber die Titel mussten die Freiämter anderen Teams überlassen. Vielleicht können nächstes Jahr Biffiger und Snedkerud wieder mithelfen, den Sand aus dem Getriebe zu entfernen. Auch wenn es sportlich nicht wie gewünscht lief, so war Wohlen erneut ein optimaler Gastgeber für die Beachhandball-SM bei heissem Wetter.