Für die Daheimgebliebenen
10.07.2026 Bremgarten«Spiele i de Gass»: Die Altstadtgassen laden derzeit zum Spielen und Basteln ein
Auch dieses Jahr gibt es sie wieder. Die traditionelle Aktion der Altstadt-Fachgeschäfte und des Kinderhorts Flügepilz namens «Spiele i de Gass». Spielzeuge und ...
«Spiele i de Gass»: Die Altstadtgassen laden derzeit zum Spielen und Basteln ein
Auch dieses Jahr gibt es sie wieder. Die traditionelle Aktion der Altstadt-Fachgeschäfte und des Kinderhorts Flügepilz namens «Spiele i de Gass». Spielzeuge und Aktionen aller Art locken derzeit vor allem die Kleinen ins Städtli.
Marco Huwyler
Wer sich nicht auskennt mit den Gegebenheiten des Bremgarter Sommers, bleibt in diesen Tagen beim Schlendern durchs Städtli fragend stehen. Warum bloss tummeln sich zahlreiche Badeentchen im Altstadt-Brunnen am Bogen? «Ist Bremgarten zu Entenhausen geworden?», fragte sich ein Passant auf Social Media treffend.
Tatsächlich ist der Brunnen vor der Bijouterie jedes Jahr für ein paar Wochen ein kleines Entenhausen. Die bunten Quietschentchen werden jeweils in den Sommerferien dort schwimmen gelassen. Und verleiten nicht bloss kleine, sondern des Öfteren auch grosse Spaziergänger zum vergnügten Stehenbleiben und Kindsein. Sie sind seit Jahren Teil von «Spiele i de Gass» – der Sommerferien-Aktion der Bremgarter Altstadt-Fachgeschäfte, die in Zusammenarbeit mit dem Kinderhort Flügepilz auch dieses Jahr wieder stattfindet.
Schon bestens angelaufen
«Wir möchten damit Zuhause-Gebliebenen etwas bieten», sagt Biggi Winteler, Präsidentin der Altstadt-Fachgeschäfte. «Mit ‹Spiele i de Gass› hat sich ein beliebter Anlass etabliert, der den Kindern Jahr für Jahr viel Freude bereitet.» Selbstverständlich ist auch etwas Eigennutz dabei – schliesslich präsentieren sich die Lädeli dabei in ihrem besten Licht und betreiben Kundenbindung im Hinblick auf die Zukunft. Und der Spass dürfte in den Gassen positiv in den kleinen Köpfen haften bleiben.
Sie erhalten auch dieses Jahr wieder einiges geboten. Den Auftakt machte der Bremgarter Spieleladen diese Woche mit zwei Nachmittagen voller Brett- und Kartenspielangeboten sowie die Budo Schule Randokan, die den Passanten an der «Kinder-Olympiade» beim Spittelturm demonstrierte, was Judo und Jiu Jitsu alles zu bieten haben. Mitte Woche wurde dann die «längste Murmelibahn Bremgartens» ins Leben gerufen. «Ein grosser Erfolg, der allen viel Spass machte», wie Winteler bilanziert. Und beim Siebdruck im Hirschegässli gabs Gelegenheit zur Kreativität und Schaffen bleibender Souvenirs, was bereits für einige leuchtende Kinderaugen sorgte.
Auf dieses Jahr hin investiert
Doch wer den Auftakt verpasst hat, braucht sich nicht zu grämen. Schliesslich warten in den nächsten Tagen bis zum 31. Juli zahlreiche weitere Highlights in den Gässli. Bereits heute Freitag kann man im Hirschgässli ein Wasser-Sensorikspiel bestaunen und ausprobieren. An gleich vier Daten haben Interessierte die Gelegenheit, mit Schwemmholz und Kristallen ihre eigene Girlande zu basteln. Bastel- und Bewegungsspiele (an drei verschiedenen Tagen) und eine Schnitzeljagd (am 16. Juli) warten auf die Bewegungsfreudigen. Darüber hinaus gibts buntes Malvergnügen mit «Malen am Meter» (am 17. und 21. Juli) und gleich zweimal verschiedene Spielangebote vom Büchsenschiessen bis zum Leitergolf auf dem Schellenhausplatz (am 22. und 24. Juli).
Doch auch wer spontan im Städtli verweilt und dabei keines der Programm-Zeitfenster erwischt, kann im Rahmen von «Spiele i de Gass» seinen Nachwuchs beglücken, warten doch den ganzen Monat lang vor und in zahlreichen Geschäften der Altstadt Spielgeräte zum Selbst-Ausprobieren. «Wir haben das Angebot auf dieses und nächstes Jahr hin ergänzt, ersetzt und modernisiert», berichtet Winteler. «Das war nötig nach acht Jahren – denn die Kinder sind mit den Geräten relativ unzimperlich», lacht die FAB-Präsidentin, die solches tagtäglich selbst miterlebt, steht doch vor ihrem Heilstein-Laden eine kleine Rutschbahn. Auch sie wurde ersetzt. Erlös aus FAB-Aktionen, wie der Weihnachtsschmuck-Versteigerung im Dezember wurden auf diese Weise reinvestiert. In grössere Geräte, wie eben Rutschbahnen und Spielhäuschen, oder kleinere Anschaffungen wie Mikado- oder Federspiele, die man in den Geschäften selbst ausprobieren kann.
Bitte nicht mitnehmen
Die Entchen am Bogen sind derweil fröhlicher Teil des bunten Treibens. Wer genau hinschaut, erkennt, dass sie im Hinblick auf dieses Jahr deutlich gewachsen sind und an Gewicht gewonnen haben. Die Verantwortlichen hoffen, dass sie so weniger zweckentfremdet oder entwendet werden. «Es gibt leider immer wieder Langfinger, die meinen, die Entlein einfach gratis mitnehmen zu dürfen», berichtet Winteler. Allein 40 wurden im Vorjahr gestohlen. Das sei ein Ärgernis, denn die Entchen vor Corinna Sorgs Bijouterie sind zwar für alle da – aber nur vor Ort im Brunnen. «Sie sollen während eines Monats möglichst viele erfreuen», sagt die FAB-Präsidentin.
Den einen oder anderen gelüstet es zuweilen gar, sich zu den Entlein ins Nass zu gesellen, wie in diesen heissen Tagen zu beobachten war. Mit Quietschentchen spielen und plantschen offensichtlich auch Erwachsene noch immer gerne. In Kombination mit den Vorzügen der Altstadtgeschäfte, die man davor oder danach kennenlernen darf, lohnt sich ein Abstecher in die Altstadt derzeit wahrlich. Schliesslich haben diese nicht nur spielerisch einiges zu bieten.
«Spiele i de Gass» bis am 31. Juli in der Bremgarter Altstadt. Eine Übersicht zu allen Angeboten findet man auf www.fa-bremgarten.ch


