Entscheid im Juni
27.02.2026 Mutschellen, KircheInfoanlass der Kirchgemeinden am Mutschellen
Am Donnerstag, 5. März, gibt es ab 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Mehrzweckraum im Kindergarten Oberwil zum Thema «Zukunft gemeinsam gestalten – Kirche am Mutschellen».
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Infoanlass der Kirchgemeinden am Mutschellen
Am Donnerstag, 5. März, gibt es ab 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Mehrzweckraum im Kindergarten Oberwil zum Thema «Zukunft gemeinsam gestalten – Kirche am Mutschellen».
Die drei römisch-katholischen Kirchgemeinden Berikon-Friedlisberg-Rudolfstetten-Bergdietikon, Eggenwil-Widen sowie Oberwil-Lieli prüfen einen Zusammenschluss. Wie viele kirchliche Organisationen stehen auch sie vor der Herausforderung sinkender Mitgliederzahlen. Weniger Mitglieder bedeuten geringere Kirchensteuereinnahmen, weniger Freiwillige und weniger Personen für Behördenaufgaben, während die Kosten für Gebäude und Verwaltung weiter steigen. Gerade kleinere Kirchgemeinden geraten dadurch zunehmend unter Druck. Ein Zusammenschluss soll helfen, auch unter veränderten Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben und den kirchlichen Auftrag langfristig zu sichern.
Seit 14 Jahren funktioniert der Pastoralraum «Katholische Kirche am Mutschellen» mit seinen vier Pfarreien sehr gut. Seelsorge, Gottesdienste und Religionsunterricht werden bereits heute gemeinsam organisiert. Die staatskirchenrechtlichen Aufgaben liegen jedoch weiterhin bei drei eigenständigen Kirchgemeinden mit je eigener Kirchenpflege. Diese Doppelstruktur erfordert einen hohen Koordinationsaufwand und macht Entscheidungsprozesse aufwendig und schwerfällig.
Grundlagen ausarbeiten
Seit Mitte 2025 prüft eine paritätisch zusammengesetzte Arbeitsgruppe die Option eines Zusammenschlusses. Eine Umfrage unter den Kirchgemeindemitgliedern (Stand September 2025) zeigt ein klares Stimmungsbild: 85 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich grundsätzlich für einen Zusammenschluss aus. Ein Zusammenschluss verspricht eine effizientere und professionellere Organisation, mehr Planungssicherheit sowie eine bessere Nutzung finanzieller und personeller Ressourcen. Kirchliche Angebote sollen gesichert und weiterentwickelt werden, während die Pfarreien als wichtige lokale Anlaufstellen bestehen bleiben. Auch der Umgang mit Kirchen, Immobilien und Infrastruktur bleibt sorgfältig geregelt.
Aktuell werden die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen ausgearbeitet. Über einen definitiven Zusammenschluss entscheiden die Kirchgemeinden am 14. Juni an der Urne. --zg
