Ein zauberhaftes Kinder-Musical
09.06.2026 Bremgarten, TheaterZauberhaftes Musiktheater
Bremgarter Kantorei begeistert im Casino
Die Kinder und Jugendlichen der Bremgarter Kantorei haben am vergangenen Wochenende an zwei Aufführungen das zahlreich erschienene Publikum im Casino in ihren Bann gezogen. Die ...
Zauberhaftes Musiktheater
Bremgarter Kantorei begeistert im Casino
Die Kinder und Jugendlichen der Bremgarter Kantorei haben am vergangenen Wochenende an zwei Aufführungen das zahlreich erschienene Publikum im Casino in ihren Bann gezogen. Die Mädchen und Jungen überzeugten mit der Erzählung einer zauberhaften Geschichte – und mit vielfältigem und hochklassigem Musikgenuss.
--red
Kinder der Bremgarter Kantorei sorgen für volles Casino
Der Mädchen-Knaben-Chor der Bremgarter Kantorei präsentierte am Wochenende im Casino ein tolles Musiktheater mit dem Titel «Mutabor … oder die Reise in den Orient». Die zwei Aufführungen waren ein grosser Erfolg.
Alphonse Hauser
Gleich von Anfang an werden die Zuschauer von den Kindern und Jugendlichen als Akteure mitgenommen auf eine wundersame Reise nach Griechenland, nach Bagdad und auf die Insel Kalamaki – die es wirklich gibt.
So entwickelt sich das originelle Singspiel – heute als Musical benannt – mit der Musik von J.G. Rheinberger unter der Gesamtleitung von Heinrika Rimann Beltrán: «Der Jugendchor diskutiert über die Teilnahme an einem Chor-Festival auf Kalamaki in Griechenland.» Und dann passiert das: «Nach einer anstrengenden Reise kommt der Chor auf der griechischen Insel an – doch von einem Hotel ist weit und breit nichts zu sehen. Nur eine alte Villa bietet notdürftig Unterkunft. Ein wundersamer Zauber reisst dann den gesamten Chor in die Geschichte des Kalifen und seiner Wesire hinein, die als Störche verwandelt leider das erlösende Zauberwort vergessen haben.»
Keine Schwachpunkte auszumachen
Musikalisch wird die Geschichte des Musicals ergänzt durch Lieder aus Volks- und Popmusik. Ein hochklassiges Musikensemble mit Alexander Wied, Piano; Markus Roth, E-Bass, und Beda Ehrensperger, Drums, wirkt dabei mit. Zu Beginn erklingen einfache Lieder, damit die jüngsten Kinder auch mitsingen können. Die eigentliche Geschichte bezieht sich dann auf das Musical «Das Zauberwort», in dem der Komponist die Geschichte des Kalif Storch von W. Hauff vertonte.
Die Aufführung verdient in allen Belangen ein dickes Kompliment und ein grosses Lob. Es gibt keinen einzigen Schwachpunkt. Besucherin Iris Müller meint dazu: «Die Aufführung wirkt sehr berührend.» Die jungen Sänger und Sängerinnen sind äusserst diszipliniert und beherrschen ihre Rollen meisterlich. Die Gesangsparts wirken stimmlich tadellos rein.
Neben der Liebe zum Singen spürt man die klassische Gesangsausbildung in der Bremgarter Kantorei – übrigens ein privater Verein mit spezieller Gönnerschaft. Die Gesamtleitung musikalisch und administrativ liegt seit der Gründung der Bremgarter Kantorei 2007 in den umsichtigen Händen von Heinrika Rimann Beltrán.
Ein grosser Aufwand mit vielen Beteiligten
Ein Projekt wie dieses mit Kindern und Jugendlichen zu realisieren, ist eine Herkulesaufgabe, zu der es zahlreiche gute hilfreiche «Geister» braucht. Während der regulären Schulwochen treffen sich die Kinder ein- oder zweimal die Woche zur Probe. Das jährliche Chorlager sowie ein Probe-Weekend für das Musiktheater und der grosse Anspruch, Konzerte zu singen, sind gemeinsame Erlebnisse und stärken den Zusammenhalt des Chors.
Zum guten Gelingen der Aufführungen gehören noch weitere Engagierte hinter der Bühne: Regie: H.Rimann und Bigna Gasser; Technik: Ilias Schumacher, Harry Schumacher und Thomas Tardy; Kostüme: Nicole Oehninger; Kulisse und Bühnenmithilfe: Tanya Hofer, Pascal Treyer, Sara Schumacher und weitere Helfer.
Die Bremgarter Kantorei bietet Kindern und Jugendlichen in der Singschule und im Mädchen- und Knabenchor die Möglichkeit, fundiertes Chorsingen zu lernen und dieses in Konzerten und Auftritten anzuwenden. Dazu meint Heinrika Rimann Beltrán als Leiterin von Jugend und Musik im Interview abschliessend dezidiert: «Ich glaube an die Erziehung durch Musik.» Nach dem Musiktheater darf man sagen: Sie hat auch allen Grund dazu.


