Eidgenosse Lukas Döbeli verletzt sich erneut und verpasst die letzten grossen Schwingfeste des Jahres
Schon wieder: Lukas Döbeli zieht sich eine Muskelverletzung zu und fällt sechs bis acht Wochen aus. «Ich muss herausfinden, warum es mich so oft ...
Eidgenosse Lukas Döbeli verletzt sich erneut und verpasst die letzten grossen Schwingfeste des Jahres
Schon wieder: Lukas Döbeli zieht sich eine Muskelverletzung zu und fällt sechs bis acht Wochen aus. «Ich muss herausfinden, warum es mich so oft erwischt», sagt der 26-Jährige aus Sarmenstorf.
Stefan Sprenger
Es passiert am letzten Wochenende beim Niklaus-Thut-Schwinget in Zofingen. Im 3. Gang gegen den Kranzer Robin Studinger zieht sich Lukas Döbeli eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. «Es gab einen Knall im Oberschenkel und ich wusste sofort, dass es nicht gut ist», beschreibt der Freiämter Eidgenosse die Szene, die seine Saison beendet. Denn wenige Tage später ist klar: Döbeli muss sechs bis acht Wochen pausieren. Er wird das Nordwestschweizerische in Mümliswil am 16. August und das Saisonhighlight – den Kilchberger Schwinget am 5. September – verpassen.
«Ich kenne es leider»
Resignation macht sich breit bei Döbeli. «Ich kenne es leider zu gut. Aber es ist, wie es ist. Und meine Saison ist nun zu Ende», sagt er enttäuscht. Seine lange Verletzungsgeschichte zieht sich weiter. «Ich habe zu viele Verletzungen. Ich muss nun über die Bücher und muss herausfinden, woran es liegt. Ich muss jeden Stein umdrehen, um dies herauszufinden. Es muss sich etwas ändern.» Bislang habe er keine Lösung gefunden, um Verletzungen zu vermeiden. «Eigentlich habe ich keine Schwingweise, die eine besondere Verletzungsgefahr birgt», erklärt er. So war es auch am Niklaus-Thut-Schwinget. «Es passierte bei einer Bewegung, die ich schon tausendmal gemacht habe.»
Zwei Saisonkränze: «Besser als nichts»
Schon zu Beginn der Saison musste Döbeli etwas mehr als zwei Monate pausieren. Damals aufgrund einer Verletzung am Bizeps. Im letzten Jahr musste er fast die ganze Saison passen aufgrund einer Knieverletzung. Immerhin: In diesem Jahr holte er den Kranz am Baselstädtischen Kantonalschwingfest und am Bergschwinget Weissenstein und kommt nun auf total 22 Karrierekränze. «Besser als nichts», sagt Döbeli. «Aber ich habe mein Ziel nicht erreicht. Ich wollte mindestens fünf Kränze in dieser Saison.» Nun grätscht ihm eine Verletzung erneut ins Schwingerleben und sorgt für ein abruptes Ende.
Döbeli nimmt es nun «Tag für Tag». Er versucht nun, seinen Bruder Andreas und seine Teamkumpel vom SK Freiamt, so gut es geht, im Saisonfinal zu unterstützen. Ob er am Nordwestschweizerischen und am Kilchberger Schwinget vor Ort sein wird, lässt er sich noch offen. «Ich habe mir dazu noch keine Gedanken gemacht», sagt der Bauleiter. Aktuell sei er «niedergeschlagen und enttäuscht», dass seine lange Verletzungshistorie ein weiteres Kapitel findet.
Aber Döbeli sagt auch, dass er zurückkehrt und nächste Saison erneut einen Anlauf nimmt, um endlich wieder viele Kränze zu holen – und vor allem verletzungsfrei durch die Saison zu kommen.