Die Schule optimal im Blick
16.01.2026 Schule, WohlenZum Start des neuen Jahres konnte das Haus Wietlisbach bezogen werden
Das Projekt zur Sanierung und der Ausbau des Schulzentrums Halde hat eine weitere Etappe abgeschlossen. Schulverwaltung und Tagesstrukturen konnten die neuen Räume im Haus Wietlisbach beziehen. Die ...
Zum Start des neuen Jahres konnte das Haus Wietlisbach bezogen werden
Das Projekt zur Sanierung und der Ausbau des Schulzentrums Halde hat eine weitere Etappe abgeschlossen. Schulverwaltung und Tagesstrukturen konnten die neuen Räume im Haus Wietlisbach beziehen. Die Nutzer sind begeistert.
Chregi Hansen
Wer der Schulverwaltung einen Besuch abstatten will, der braucht ganz schön Puste. Das Büro befindet sich im 3. Obergeschoss des Hauses Wietlisbach, wie das Gebäude neu ganz offiziell heisst. «Fitnesstraining», schmunzelt Co-Leiterin Nadine Koller, die gerade die Post hochbringt. Alternativ kann auch der neue Lift benutzt werden. Dieser bietet sogar einen direkten Zugang zum Behinderten-WC, das sich ansonsten in einem Zwischengeschoss befindet. Ein kleines Beispiel, dass hier an ganz viele Details gedacht wurde.
Vierte von fünf Etappen abgeschlossen
Vom 3. Stock aus eröffnet sich dafür ein wunderbarer Blick über Wohlen. Und dank den vielen Fenstern quasi in das neue Primarschulhaus Halde. «Eigentlich könnte ich von hier aus die Arbeit überprüfen», sagt Franziska Walti lachend. Sie bildet zusammen mit Niels Hildebrandt das Präsidium der Schulleitungskonferenz SLK, diese trifft sich neu im benachbarten Sitzungszimmer. Von da aus fällt der Blick auf das Provisorium am Oberdorfweg, wo sich bis im Sommer noch die Bezirksschule befindet. Diese wird aktuell mit Vollgas umgebaut und saniert – es ist die letzte Etappe im wohl grössten Bauprojekt der Geschichte Wohlens.
Mit der Sanierung und dem Umbau des Hauses Wietlisbach ist die vierte von fünf Etappen des Projekts abgeschlossen. Zwar sind noch letzte Arbeiten zu erledigen und ist das Gebäude noch eingerüstet. Doch die neuen Nutzer konnten die Räume pünktlich beziehen. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss haben die schulergänzenden Tagesstrukturen am 5. Januar den Betrieb aufgenommen. «Das sind wunderbare Räume, die uns viele Möglichkeiten bieten», sagt die anwesende Betreuerin. Nach der Zeit im Untergeschoss des Halde freuen sich alle über die grossen, hellen Räume, die verschiedene Aktivitäten ermöglichen. Dank der Küche kann morgens sogar mit den Kindern gebacken werden. Einzig der Mittagstisch, der an bestimmten Tagen von bis zu sechzig Kindern besucht wird, befindet sich noch immer im benachbarten BBZ.
Die Schulverwaltung wiederum konnte bereits vor den Weihnachtsferien vom BBZ ins dritte Obergeschoss des Hauses Wietlisbach umziehen und die Arbeit am 5. Januar wie geplant im neuen Büro aufnehmen. «Die Schulverwaltung findet sind gut zurecht und ist glücklich über den Wechsel ins sanierte Haus Wietlisbach», heisst es dazu vonseiten der Gemeinde. Daneben befindet sich der Sitzungsraum, der auch für diverse Besprechungen genutzt werden kann. So etwa, wenn Eltern das rechtliche Gehör verlangen. «Wir sind hier bestens eingerichtet. Einzig der Beamer fehlt noch», erklärt Walti. Überhaupt werde das Thema Digitalisierung die Schule in den kommenden Jahren stark beschäftigen. «Wir haben noch immer ganz viele Akten in Papierform, die an den unterschiedlichsten Orten aufbewahrt werden. Ziel ist es, möglichst alles digital zu erfassen, sodass wir von überall her Zugriff haben», erklärt die Co-Präsidentin der SLK.
Die Entwicklung abwarten
Zwischen Tagesstruktur und Schulverwaltung besteht aktuell noch eine «Lücke». Das zweite Obergeschoss verfügt erst über einen Edelrohbau, bleibt vorerst leer. Es ist denkbar, dass dieses Geschoss zu einem späteren Zeitpunkt von den Tagesstrukturen genutzt oder anderweitig vermietet wird. «Wir wollen hier nicht vorschnell einen Entscheid treffen, sondern die Entwicklung abwarten», sagt dazu der neue Gemeinderat Thomas Geissmann.
Zwar sind noch immer Handwerker im und ums Haus, aber der Betrieb läuft bereits störungsfrei. Auch Geissmann freut sich über das Ergebnis des Umbaus, das er an diesem Tag erstmals besichtigen kann. «Ich bin hier noch selber zur Schule gegangen in meiner KV-Zeit», erinnert er sich. Das Gebäude wurde 1869 erstellt und diente zu Beginn als Wohn- und Geschäftshaus. Der sorgfältig gestaltete Bau im spätklassizistischen Stil befindet sich im Inventar der schützenswerten Bauten. Die Umgebungsgestaltung soll im Frühling abgeschlossen werden, dann ist auch der Zeitpunkt, die Fertigstellung in einem passenden Rahmen zu feiern.
Inbetriebnahme im August
Vom neuen Standort der Schulverwaltung hat man auch einen idealen Blick auf die letzte Etappe des Grossprojekts, die Arbeiten an der Bezirksschule. Diese gehen planmässig voran. Gleichzeitig laufen die Bauarbeiten für den Veloparkplatz an der Pilatusstrasse auf Hochtouren. Zur Sicherheit für querende Schülerinnen und Schüler wird ein Teilabschnitt der Pilatusstrasse unter Leitung der Abteilung Tiefbau in eine Tempo-20-Zone umgebaut.
«Der geplante Umzugstermin der Bezirksschule vom Provisorium in die neuen Räumlichkeiten auf dem Areal Halde ist zurzeit nicht gefährdet», versichert Geissmann. Die Bez soll wie geplant den Betrieb am alten, neuen Ort im August aufnehmen. Ein grosser Teil des Pausenplatzes der Bezirksschule wird im August ebenfalls fertiggestellt. Anschliessend erfolgt der Rückbau das Pavillons Bremgarterstrasse und die Fertigstellung der Umgebung. Ein Eröffnungsanlass im passenden Rahmen ist bereits in Vorbereitung. Ein solches Fest haben sich nach diesem Mammutprojekt alle Beteiligten redlich verdient.

