Das Kreisturnfest in Seengen lockt 20 000 Menschen an – der TV Merenschwand holt sich den Titel im Vereinsturnen
10 Tage Turnfest in Seengen. Die Kreisturnverbände Freiamt und Lenzburg luden ein zu Wettkämpfen, tollen Begegnungen und guter Stimmung. 9500 ...
Das Kreisturnfest in Seengen lockt 20 000 Menschen an – der TV Merenschwand holt sich den Titel im Vereinsturnen
10 Tage Turnfest in Seengen. Die Kreisturnverbände Freiamt und Lenzburg luden ein zu Wettkämpfen, tollen Begegnungen und guter Stimmung. 9500 Menschen nahmen sportlich teil – und rund 20 000 Besucher waren an beiden Wochenenden vor Ort. «Ein gigantisch tolles Fest», sagt der Freiämter Reto Stuber, der im OK mitwirkte.
Stefan Sprenger
Am Ende jubelt die Turn-Hochburg Merenschwand. In der wichtigsten Kategorie – dem Vereinsturnen der Aktiven – holen sie sich den Festsieg in der 1. Stärkeklasse. Ein kleines Aber: Rohrdorf war zwar besser und auf dem 1. Rang klassiert, aber weil das Turnfest von den Kreisturnverbänden Freiamt und Lenzburg organisiert und durchgeführt wurde – und Rohrdorf da nicht dazugehört – ist der TV Merenschwand dennoch der Turnfest-Sieger.
In der Leichtathletik hat Merenschwand zugelegt
Reto Stuber ist selbst aus Merenschwand. Er ist zudem Präsident des Turnverbandes Freiamt. In Seengen war er in der Gesamt-Wettkampfleitung tätig und für das Sportliche zuständig. Er sagt: «Merenschwand ist traditionell ein starker Turnverein. Im Geräteturnen war man schon immer stark, nun konnte man in den letzten Jahren in der Leichtathletik stark zulegen. Das hat wohl den Ausschlag gegeben für diesen Sieg.»
Hägglingen, Beinwil und Jugend Auw ebenfalls stark
Der 3. Rang im Vereinsturnen (1. Stärkeklasse) ging an den STV Hägglingen. In der 2. Stärkeklasse holt sich der STV Beinwil Freiamt den 2. Rang. Dies alles am letzten Wochenende, als das Vereinsturnen der Aktiven im Fokus stand. Ein Wochenende zuvor war die Jugend dran, die Gymnastik- und Aerobic-Teams, die Einzelwettkämpfe und die Spiele (Volleyball, Schnurball, Netzball). In der Jugendkategorie (Vereinswettkampf) durfte sich der STV Auw als Turnfestsieger feiern lassen. Das Freiamt untermauerte somit mehrfach seinen Status als Turn-Hochburg.
Reto Stuber zieht Fazit: «Es war ein sehr gutes Fest unter fairen Bedingungen und mit sehr guter Infrastruktur.
Sportlich hat alles perfekt geklappt. Auch sonst blieb alles friedlich, wie man es sich von den Turnerinnen und Turnern gewohnt ist.» Denn ein Turnfest lebt auch von den gemeinsamen Partys am Abend. Sportlich gab es einige Höchstleistungen zu erleben. Besonders freut ihn das Abschneiden der Turnregion Freiamt, «das wieder einmal richtig stark war».
Wegen Sturm wird geräumt
Am ersten Wochenende waren 4000 Teilnehmer dabei, am zweiten Wochenende 5500. Insgesamt waren also 9500 sportlich aktiv am Turnfest engagiert, «was eine hohe Zahl ist, verglichen mit früheren Ausgaben», wie Stuber anmerkt. Trotz der heissen Temperaturen hat «alles gut funktioniert». Am Freitagabend musste das Festgelände für zwei Stunden geräumt werden und das Turnfest wurde aufgrund einer Sturmwarnung unterbrochen. «Eine Sicherheitsmassnahme. Am Ende zog der Sturm dann vorbei.»
Die Freiämter Turngemeinschaft trifft sich im September am Kreisspielund Stafettentag wieder. Dieser wird vom TV Merenschwand durchgeführt. Und es ist wohl jetzt schon klar, dass der Turnfestsieger auch organisatorisch ein Meisterstück hinlegen wird.