Der Nachwuchs steht bereit
24.09.2024 Mutschellen, Oberwil-LieliEin Fest für die ganze Familie
Oberwil-Lieli feierte am Wochenende ihre Feuerwehr. Grund dafür gab es genug. So konnten das 10-Jahr-Jubiläum des neuen Feuerwehrmagazins zelebriert, das neue Tanklöschfahrzeug eingeweiht und ein Kommandowechsel vollzogen ...
Ein Fest für die ganze Familie
Oberwil-Lieli feierte am Wochenende ihre Feuerwehr. Grund dafür gab es genug. So konnten das 10-Jahr-Jubiläum des neuen Feuerwehrmagazins zelebriert, das neue Tanklöschfahrzeug eingeweiht und ein Kommandowechsel vollzogen werden. Neben Speis und Trank sowie Musik von der Musikgesellschaft und vom Männerchor gab es für Gross und Klein viel zu entdecken und zu erleben. --red
Grossandrang beim Feuerwehrfest
Zehn Jahre Feuerwehrmagazin und Werkhof, Taufe des neuen Tanklöschfahrzeugs und Wechsel an der Spitze der Feuerwehr: Mit Musik und Gesang, Führungen und Demonstrationen feierte die Bevölkerung die Feuerwehr. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten.
Erika Obrist
Die Schlange vor dem neuen Tanklöschfahrzeug (TLF) wollte und wollte kein Ende nehmen. Gross und Klein freute sich auf eine Fahrt durchs Dorf im neuen Fahrzeug mit Doppelkabine. Am Samstagmorgen war es in stimmigem Rahmen «getauft» worden. Der Gemeinderat sprach ein paar Worte, die symbolische Schlüsselübergabe erfolgte, das Fahrzeug wurde gesegnet und der einheimische Männerchor sang. «Es sind sehr viele Leute gekommen zur Einweihung des TLF», freute sich Kommandant Christoph Oetiker. Darin habe sich die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Feuerwehr gezeigt.
Langwierige Standortsuche
Gefeiert wurde jedoch nicht nur das neue TLF, sondern auch das nunmehr zehn Jahre alte Feuerwehrmagazin und der zehn Jahre alte Werkhof. «Die Planung für den Bau nahm ebenfalls fast zehn Jahre in Anspruch», blickte Gemeinderat Stefan Strebel zurück, der die Interessierten durch die Räume das Feuerwehrmagazins führte. Er muss es wissen, war er doch bei Standortsuche, Bau und Bezug des Gebäudes selber Feuerwehrkommandant. Schliesslich konnte man sich auf das Landstück an der Bremgartenstrasse eingangs des Ortsteils Lieli, von Berikon kommend, einigen. Um das Magazin erstellen zu können, musste das Land umgezont werden. Beim Baugesuch gab es Einsprachen, beim späteren Erstellen eines Turms für das Streusalz ebenfalls. «Sollten wir in 20 oder 30 Jahren Magazin und Werkhof erweitern müssen, so verfügen wir noch über eine Landreserve auf dem Areal», lobte Strebel die einstige Standortwahl.
Im Obergeschoss des Magazins war früher das Regionale Führungsorgan Mutschellen untergebracht. Als der alte Kindergarten in Lieli abgerissen und durch einen Doppelkindergarten ersetzt wurde, wurde in diesen Räumen eine Kindergartenabteilung unterrichtet. «So konnten wir rund 200 000 Franken für ein Provisorium sparen.» Nun stehen die Räume der neuen Zivilschutzorganisation Freiamt zur Verfügung, zu der auch Oberwil-Lieli gehört.
Anlass für die ganze Familie
Während drinnen die Erwachsenen den Ausführungen von Stefan Strebel lauschten, vergnügten sich die Kinder draussen. Sie kurvten in Tretautos umher, tobten sich in der Hüpfburg aus oder verweilten in der Malecke. Besonders begehrt waren jedoch die Posten, an denen sie erste Erfahrungen mit dem Feuerwehrhandwerk sammeln durften. So absolvierten sie einen Hindernisparcours mit Atemschutzmaske und Pressluftflasche auf dem Rücken. Sie durften Schutzjacke und Helm aufsetzen und sich im Löschen üben. War das toll, an diesem heissen Nachmittag mit Wasser um sich zu spritzen. Der Nachwuchs jedenfalls scheint bereitzustehen für die Feuerwehr.
Als die Erwachsenen aufgefordert wurden, den Umgang mit der Löschdecke zu zeigen, traute sich niemand.
Also demonstrierte ein Feuerwehrmann, wie man mit der Decke die brennende Fritteuse löscht, ohne sich selbst zu verletzen.
Zu einem zünftigen Fest gehören natürlich auch Speis und Trank. Unter Leitung von Manuel Koller hatte das siebenköpfige Organisationskomitee alles unternommen, dass niemand hungrig oder durstig nach Hause gehen muss. Den ganzen Nachmittag waren die Bänke und Tische in der Fahrzeughalle des Magazins sehr gut belegt. Besonders auch, als die Musikgesellschaft aufspielte und die offizielle Kommandoübergabe von Christoph Oetiker an Manuel Imhof erfolgte.
Gute Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren
«Wir sind gut unterwegs mit dem Bestand», sagte Oetiker. Dieser sei mit siebzig Frauen und Männern leicht höher als in den Vorjahren. Man arbeite eng mit den Nachbarfeuerwehren Zufikon und Arni-Islisberg zusammen. Auch mit der Stützpunktfeuerwehr Dietikon klappe die Zusammenarbeit sehr gut. «Die Dietiker haben grosse Erfahrung mit Einsätzen in Tunneln; das kommt uns zugute», so Oetiker. Er zeigte sich zufrieden, dass er seinem Nachfolger Marcel Imhof die Leitung einer intakten Feuerwehr samt – auch nach zehn Jahren noch – einem tollen Feuerwehrmagazin übergeben kann.




