Der Gefühlssturm
10.02.2026 Sport, Handball1. Liga: SG HSC Suhr Aarau II – TV Muri 30:30 (16:18)
Ein ganz junger Kerl dreht ordentlich auf. Der Murianer Laurin Kreyenbühl, Jahrgang 2007, erzielt im schwierigen Auswärtsspiel in der Aarauer Schachenhalle 10 Tore. Die Freiämter erkämpfen ...
1. Liga: SG HSC Suhr Aarau II – TV Muri 30:30 (16:18)
Ein ganz junger Kerl dreht ordentlich auf. Der Murianer Laurin Kreyenbühl, Jahrgang 2007, erzielt im schwierigen Auswärtsspiel in der Aarauer Schachenhalle 10 Tore. Die Freiämter erkämpfen sich ein Unentschieden, das sie aber nicht so richtig glücklich macht.
«Ein Wechselbad der Gefühle», so beschreibt Björn Navarin, Trainer des TV Muri, die Partie beim HSC Suhr Aarau II. Die Freiämter erzielen in der 7. Minute das 3:4 durch den sackstarken Laurin Kreyenbühl. Und sind die restliche Spielzeit in Führung. Der Gefühlssturm wäre aber beinahe in einem tragischen Ende gegipfelt, denn Sekunden vor dem Schlusspfiff haben die Aarauer die Chance auf den Sieg. Doch Muri-Keeper Ivo Rütimann pariert und hält das Unentschieden (30:30) fest.
«Ein Knackpunkt»
In der Startviertelstunde hat Muri alles im Griff, geht in Führung. Gegen die wendigen und wirbligen Aarauer verteidigen die Freiämter gut und solidarisch. Doch im weiteren Spielverlauf gerät Hektik ins Spiel. Technische Fehler häufen sich auf beiden Seiten. Muri geht mit einem leichten Vorsprung (16:18) in die Pause.
Im zweiten Durchgang versuchen es die Murianer vermehrt mit einem siebten Feldspieler. «Dadurch konnten wir in der Offensive vermehrt gute Chancen rausspielen», sagt Trainer Navarin. Aber: Jonas Zinniker, Goalie des Aarauer Heimteams, pariert in jener Phase stark und erreicht eine Abwehrquote von starken 40 Prozent. Hinzu kommt, dass der HSC Suhr Aarau einige Male ins leere Murianer Tor einnetzen kann. «Ein Knackpunkt. Es gab zu viele einfache Tore für den Gegner», beschreibt es Navarin. Schon wenige Minuten nach Wiederanpfiff steht es Unentschieden. Bei Muri läuten endgültig die Alarmglocken. Es entwickelt sich ein nervenaufreibender Tanz. 22:22. 23:23. Der Murianer Tom Angehrn trifft doppelt – doch der kleine Vorsprung ist schnell wieder weg. Fünf Minuten vor dem Ende steht es erneut Unentschieden (28:28).
Der Gefühlssturm geht in den Final. Wieder schafft es Muri, sich einen Vorsprung zu erspielen (57. Minute, 28:30). Und wieder kommen die Aarauer zurück. 30:30. Und noch 90 Sekunden zu spielen. Erst scheitern die Murianer, dann pflückt Goalie Ivo Rütimann auch den letzten Aarauer Abschluss ab. Und es bleibt beim Unentschieden.
Eher ein verlorener Punkt
Der Gefühlssturm in der Schachenhalle endet passenderweise weder mit tiefer Trostlosigkeit noch mit riesigen Glücksgefühlen. Es war ein hart erkämpfter Punktgewinn. Und es bleibt der kleine Nachgeschmack, dass wohl mehr dringelegen wäre. Für die favorisierten Murianer (3. Rang) ist es eher ein verlorener Punkt gegen die Aarauer (8. Rang).
Herausragender Akteur beim TV Muri war Laurin Kreyenbühl (Jahrgang 2007). Er spielt auch noch für die U19-Junioren und in der zweiten Mannschaft in der 2. Liga – und bei beiden Teams überzeugt er. So auch im Fanionteam. Dass er ein riesiges Versprechen für die Zukunft ist, stellte der grossgewachsene Murianer im Spiel gegen den HSC Suhr Aarau II erneut unter Beweis. Laurin Kreyenbühl ist ein steter Unruheherd, erzielt 10 Tore (bei 12 Versuchen) und ist damit Topskorer in jener Partie.
Bereits nächsten Samstag (17 Uhr,) geht es gegen den HC Kriens-Emmen auswärts in der Eichli-Halle in Stans weiter. --red/tvm

