Cup-Welle aus dem Freiamt
08.04.2026 Sport, FussballAargauer Cup: Freiämter Teams dominieren – FC Wohlen (Frauen) und FC Mutschellen (Männer) sind im Aktivfinal
Ist es Glück, Zufall oder pures Können? In dieser Saison stehen sieben Freiämter Teams im Final des Aargauer Cups. Die Frauen des FC ...
Aargauer Cup: Freiämter Teams dominieren – FC Wohlen (Frauen) und FC Mutschellen (Männer) sind im Aktivfinal
Ist es Glück, Zufall oder pures Können? In dieser Saison stehen sieben Freiämter Teams im Final des Aargauer Cups. Die Frauen des FC Wohlen feiern dabei einen erkämpften Sieg gegen Baden. Und der Freiämter Halbfinal zwischen Mutschellen und Muri geht an das Heimteam.
Josip Lasic
Das ist einfach wahnsinnig stark: In der Auffahrtswoche werden in Seengen die Sieger des Aargauer Cups in elf Kategorien ermittelt. In sieben davon kämpfen Freiämter Teams um den Titel. Der FC Wohlen stellt allein vier Finalisten.
Beispielsweise bei den Frauen. Sie konnten bereits 2023 den Cupsieg feiern und stehen jetzt wieder im Final. Im Halbfinal (am letzten Donnerstag) besiegten sie Baden-Wettingen mit 2:0. Nach einer torlosen ersten Halbzeit trafen Michelle Liebi und Sandy Steinmann. Im Final am Samstag, 16. Mai, wartet Titelverteidiger Niederlenz, ein Ligakonkurrent. In der Meisterschaft trennen die Teams nur drei Punkte, doch das erste Saisonduell entschied Niederlenz mit 3:0 für sich. «Es wird schwierig, aber machbar», sagt Jasmin Hochstrasser, Frauenverantwortliche des FC Wohlen und selbst Spielerin. «Vor drei Jahren standen wir im Final gegen Baden-Wettingen, das damals eine Liga höher spielte. Trotzdem haben wir gewonnen.»
Mutschellen mit erstem Sieg im neuen Jahr
Nach dem Cupsieg damals spielten die Wohlerinnen im Schweizer Cup zunächst gegen ein 3.-Liga-Team und schieden dann gegen eine 1.-Liga-Mannschaft aus. Hofft man diesmal auf ein grosses Los? «Ein Gegner aus der Women’s Super League wäre reizvoll, aber es wäre auch schön, eine Runde weiterzukommen. So weit denken wir aber nicht. Wir freuen uns, wieder im Final zu stehen – und das mit fast demselben Team wie vor drei Jahren.» Auch die Männer des FC Mutschellen reckten den Pokal 2019 in die Höhe und erhalten jetzt wieder die Gelegenheit dazu. Im Halbfinal setzten sie sich im Derby gegen Muri mit 2:1 nach Verlängerung durch.
Die Gäste aus dem Klosterdorf galten als Favoriten. In der Meisterschaft hatten sie das direkte Duell vor der Winterpause mit 3:2 gewonnen und waren mit vier Punkten aus zwei Spielen erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Mutschellen hingegen verlor beide Auftaktspiele. «Wir wissen, dass wir mehr können», sagt Mutschellen-Captain Roger Pfyl. «In diesem Spiel haben wir es endlich wieder gezeigt.» In der 37. Minute brachte Loris Brunner die Gastgeber in Führung. Noch vor der Pause glich Gentrim Uka (43.) allerdings aus. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit vergab Gezim Balazhi einen Elfmeter für Mutschellen. In der Verlängerung traf Devin Baumann dafür früh zum 2:1 für das Heimteam. Dabei blieb es. «Muri hatte noch eine grosse Chance. Treffen sie, geht es ins Penaltyschiessen. Unser Sieg ist nicht gestohlen, aber es war ein Kampf auf Augenhöhe. Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können.»
Ähnlich äussert sich Muri-Trainer Alain Schultz: «Wir haben auf Naturrasen gespielt. Ich glaube, Mutschellen hat genau so agiert, wie man es auf diesem Platz muss. Uns ist das nur phasenweise gelungen. Beide Teams hatten eine Zeit lang die Oberhand. Wir haben nach dem 1:1 verpasst, nachzulegen.» Schultz lobt seine Mannschaft: «Die Spieler haben alles gegeben. Ich mache niemandem einen Vorwurf. Die Enttäuschung ist da, aber es hat nicht sollen sein. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Meisterschaft. Dort haben wir noch elf Spiele vor uns.
Alles ist möglich.» Auf dem Mutschellen hofft man, den Schwung in die Meisterschaft mitzunehmen. Pfyl: «Es motiviert. Jeder will im Cupfinal auf dem Platz stehen. Bis dahin haben wir fünf Meisterschaftsspiele, in denen wir uns dem Trainer empfehlen können.»
Finalgegner im Siegesrausch
Im Final trifft Mutschellen auf den FC Brugg. Die Brugger führen die Tabelle der Gruppe 2 der 3. Liga an. Sie gewannen bisher alle 15 Meisterschaftsspiele und dazu fünf Cuppartien. Unter anderem schalteten sie den FC Lenzburg, den Leader der 2. Liga, aus. Pfyl: «Wenn man im Final steht, will man natürlich gewinnen. Das gilt für uns genauso wie für Brugg. Wir wissen, was sie für eine Saison spielen, freuen uns aber auf diese Herausforderung.» Nach dem Cupsieg 2019 traf Mutschellen im Schweizer Cup anschliessend «nur» auf Stade Nyonnais, das damals in der Promotion League spielte. «Für ein 2.-Liga-Team ist der Cupfinal ein Höhepunkt. Die Auslosung im Schweizer Cup, bei der man auf einen grossen Gegner hofft, ist ein weiterer. Aber zuerst müssen wir den Final gewinnen, bevor wir daran denken können.»
Alle Freiämter Finalisten
Aktive: FC Mutschellen
Frauen: FC Wohlen
B-Junioren: FC Wohlen
C-Junioren: FC Wohlen
FF17-Juniorinnen: FC Mutschellen
FF14-Juniorinnen: FC Bremgarten
Senioren 30+: FC Wohlen
Die Finals der Seniorenkategorien finden am Mittwoch, 13. Mai, statt. Die Finals der Aktiven und Junioren werden am Donnerstag, 14. Mai, gespielt. Die Frauen und Juniorinnen spielen am Samstag, 16. Mai.

